Die französische Bulldogge mag auf den ersten Blick etwas mürrisch wirken. Der Eindruck täuscht jedoch. Trotz des etwas griesgrämigen Gesichtsausdrucks hat der Frenchie einen freundlichen Charakter: Er ist verspielt, temperamentvoll und anhänglich, nicht selten auch stur. Sein sonniges Wesen macht ihn zu einem großartigen Familienhund oder Begleithund – gut geeignet auch für die Wohnungshaltung.


Rassenprofil:

  • Körpergröße: Hündinnen & Rüden 25 - 35 cm
  • Gewicht: Hündinnen & Rüden 8 - 14 kg
  • Charakter: lebendig, verspielt, konzentriert, aufgeweckt, anhänglich,stur
  • Erziehung und Haltung: oft dickköpfig, Geduld und konsequente Erziehung nötig
  • Krankheiten: Brachyzephalie
  • Lebenserwartung: 10 - 14 Jahre


Französische Bulldogge stammt nicht aus Frankreich

Trotz der eindeutigen Rassenbezeichnung hat die Französische Bulldogge seinen Ursprung nicht in Frankreich. Ursprünglich kommt sie aus England und ist mit der englischen Bulldogge verwandt. Aufgrund der industriellen Revolution in England zogen die Kunsthandwerker mit ihren Bulldoggen nach Frankreich. Und hier fand der Frenchie seine neue Heimat. In den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts galt die Hunderasse fast schon als ausgestorben. Jedoch konnte sich der Bestand erholen. Nach dem Ersten Weltkrieg stieg die Beliebtheit der Rasse stetig an: Die französische Bulldogge entwickelte sich zum Modehund und gehört zu den beliebtesten Rassen überhaupt.

Die Französische Bulldogge gilt auch als Modehund.


Bully hat Charakter und Sinn für Humor

Bullys gelten als aufgeweckt, intelligent und sehr verspielt. Ihr fröhlicher, aufgeschlossener Charakter macht die Hunderasse zu einem dankbaren Familien- und Begleithund. Das Besondere an Frenchie ist, dass er sich seinem Menschen flexibel anpasst. Es ist lernbereit, hat jedoch auch seinen eigenen Willen und bleibt oft stur. Generell sind französische Bulldoggen keine Kläffer und haben keinen oder nur einen gering ausgeprägten Jagdinstinkt. Kenner der Rasse behaupten, Frenchies hätten einen ausgeprägten Sinn für Humor.

Die französische Bulldogge und ihr Charakter:

  • aufgeweckt
  • intelligent
  • verspielt
  • lernbereit
  • dickköpfig
  • anhänglich
  • lebendig
  • konzentriert
  • verschmust


Französische Bulldogge: Farben und Fell

Der Bully hat kurzes Fell und eine große Variation von Farbgebung und Mustern. Dies reicht von Creme bis hin zu exotischeren Farben und Musterungen wie „Tiger Brindle“. Die Farben der französischen Bulldogge können auch weitaus simpler sein, wie einheitliches Grau und Blau. Beim Letzteren handelt es sich nach dem FCI-Standard um eine Fehlfarbe: Durch das Dilute-Gen (engl. dilute „verdünnen“) wird schwarzes Fell zu blau aufgehellt. Kynologen sprechen von einer sogenannten Verdünnung der Farben.


Französische Bulldogge: Größe und Aussehen

Ihr Körperbau wirkt mit den kurzen Beinen recht kompakt, hat aber einen zu schweren Kopf. Frenchie-Rüden erreichen im Durchschnitt eine Größe bzw. Widerristhöhe von 27 – 32 cm, gleiches gilt für Hündinnen. Beim Gewicht erreichen Rüden und Hündinnen 8 – 14 kg. Typisch für die Rasse sind Falten im Bereich der Schulter und der Schnauze. Dies ist das Merkmal, das für die etwas mürrischen Gesichtszüge der französischen Bulldogge verantwortlich ist. Die wohl markanteste Eigenschaft dieser Hunderasse sind die aufrecht stehenden Ohren, welche sie grundlegend von den anderen Bulldoggen unterscheidet. Außerdem haben sie sehr kurze Gesichtsknochen, was dazu führt, dass ihr Gesicht etwas platt wirkt.


Wie alt werden Französische Bulldoggen?

Französische Bulldoggen haben durchschnittlich eine Lebenserwartung von 10 bis 14 Jahren. Noch vor einigen Jahren sind viele Bullys zum Opfer verantwortungsloser Züchter gefallen und wurden bei weitem nicht so alt. Vor allem die beliebte Stupsnase wurde immer kürzer gezüchtet, was extreme Probleme bei der Atmung nach sich gezogen hat. Viele Frenchies konnten weder körperlichen Belastungen noch höheren Temperaturen standhalten. Auch Erbkrankheiten traten häufig auf.


Bully: brachyzephale Hunderasse

Die Französische Bulldogge gehört zu den sogenannten brachyzephalen Rassen. Brachyzephalie bedeutet Kurzköpfigkeit (griechisch brachis = kurz, cephalus = Kopf). Dabei handelt es sich um eine Deformation des Schädels, erreicht durch gezielte Zucht. Die Ober- und Unterkiefer werden immer weiter zusammengeschoben und komprimiert. Durch die Hemmung des Längenwachstums des Gesichtsschädels kommt es zu einer extrem kurzen Nase mit Verengung der oberen Atemwege. In den massiv verkleinerten Nasenhöhlen entwickeln sich nur noch missgebildete Nasenmuscheln, was die Atemwege zusätzlich verstopft. Der Knorpel der Nasenflügel ist stark verdickt und in seiner Beweglichkeit eingeschränkt – das führt zur krankhaften Verengung der Nasenlöcher. Ein so qualgezüchteter Bully kriegt kaum Luft und leidet sein – meist kurzes – Leben lang permanent unter Atemnot. Er hat bei hohen Temperaturen große Probleme und neigt schnell dazu, einen Hitzeschlag zu erleiden. Nur ein operativer Eingriff kann dem Vierbeiner das Atmen erleichtern.

Die Französische Bulldogge gehört zu den kurzköpfigen Hunderassen.


Typische Krankheiten der Bulldogge

Neben häufiger Atemnot äußerst sich der brachycephale Syndrom durch einen – aufgrund des verlängerten und verdickten Gaumensegels – eingeengten Nasenrachen. Weitere Beschwerden sind krankhafte Veränderungen an Kehlkopf und Luftröhre, Entzündungen oder Vorfall der Mandeln, Kehlkopfödeme, Bronchitis sowie Herzinsuffizienz. Dies wird durch die unzureichende Sauerstoffsättigung des Blutes verursacht. Eine weitere Erbkrankheit ist die Von-Willebrand-Disease: eine Gerinnungsstörung des Blutes. Symptome dieser Erkrankung sind unter anderem Blut im Urin, Nasenbluten und Zahnfleischbluten. Bei starken Blutungen durch operative Eingriffe oder Verletzungen können Blut- und Plasmatransfusionen nötig sein. Außerdem werden gegebenenfalls Medikamente verabreicht, um die Blutungstendenz zu ändern.


Französische Bulldogge mit langer Nase?

Bei krank gezüchteten Bullys ist der runde Kopf nur minimal kürzer in der Breite als in der Länge und erinnert an den Kopf eines Kleinkindes. Und eben das Kindchenschema, gepaart mit den Falten im Gesicht und den hervortretenden Augen, sorgt bei vielen Liebhabern dieser Rasse für ein hohes Ansehen. Doch gesünder – und glücklicher! – sind die französischen Bulldogge mit einer langen Nase. Eine verantwortungsvolle Zuchtauslese sorgt für eine höhere Lebenserwartung und eben solche Lebensqualität des Hundes. Diese lässt sich ebenfalls durch eine ausgewogene Ernährung sowie gute Fitness durch Bewegung positiv beeinflussen.


Ernährung: Hundefutter für sensible Hunde

Bei der Ernährung Ihrer französischen Bulldogge sollten Sie darauf achten, dass die Kost leicht verdaulich ist. Wählen Sie ein Futter, welches Blähungen und Magenbeschwerden vermeidet, da der Frenchie zu mehr Problemen neigt als andere Hunderassen. Zudem sollten Sie darauf achten, dem Hund nicht mehr Energie zuzuführen, als er verbraucht. Beim Erhöhen des Kalorienhaushalts besteht die Gefahr von Übergewicht. Es ist wichtig, überflüssige Pfunde zu vermeiden, da dies zu Diabetes, Herzproblemen sowie Fehlstellungen der Gliedmaßen führen kann.

Diese Maßnahmen helfen, Übergewicht zu vermeiden

  Maßnahmen
Ernährung Futter rationieren, Futter an den Energieverbrauch anpassen, Leckerlies nur als Belohnung vergeben
Sport Regelmäßige und ausgiebige Spaziergänge
Weitere Maßnahmen Hund für sein Essen arbeiten lassen (z.B. mit Intelligenzspielen), regelmäßige Gewichtskontrolle

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Wie erziehe ich eine französische Bulldogge?

Bei französischen Bulldoggen Welpen sollten Sie so früh wie möglich mit der Erziehung beginnen. Diese Zeit ist besonders prägend für den Charakter und das Wesen des Vierbeiners. Dabei sollten sie darauf achten, dass der Frenchie klare Grenzen gezeigt bekommt, da sie sonst ihrem eigenen Willen folgen. Außerdem sollte von Anfang an klar sein, dass sich der Bully dem Herrchen unterordnet. Französische Bulldogen sind in der Regel lernwillig und versuchen ihrem Herrchen es recht zu machen. Im Training sollten Sie allerdings keine Strenge zeigen, sondern Geduld und ruhige Beharrlichkeit: Auf erhobene Stimme oder übertriebene Strenge reagiert die französische Bulldogge mit Verschlossenheit und Bockigkeit. 


Französische Bulldogge: Pflege

Das Fell der französischen Bulldogge ist relativ pflegeleicht: Regelmäßiges Bürsten reicht aus, um die meisten toten Haare aus dem Fell des Hundes zu entfernen. Mehr Pflege benötigen allerdings die Ohren, die alle zwei Wochen gereinigt werden sollten, um Infektionen vorzubeugen. Gleiches gilt für die Falten im Gesicht des Hundes, die dazu neigen, Schmutz und Bakterien aufzunehmen. Auch diese sollten Sie regelmäßig reinigen. In gewissen Abständen müssten auch Krallen, Pfoten und Augen untersucht werden.

Wissenswertes über die französische Bulldogge

  • Auch wenn französische Bulldoggen gerne planschen, sind sie miserable Schwimmer. Dies ist größtenteils ihrer Anatomie zu verdanken. Empfehlenswert ist eine Schwimmweste für Ihren Bully.
  • Aufgrund ihrer Atmungsprobleme und ihrer Anatomie, ist die klassische Paarung nicht immer möglich. Meistens geschieht die Fortpflanzung über künstliche Befruchtung.
  • Die französische Bulldogge braucht nur wenig Platz und eignet sich somit perfekt für die Wohnungshaltung.


Französische Bulldogge kaufen

Der Preis für französische Bulldoggen Welpen, die reinrassig sind und Papiere besitzen, variiert bei einem guten Züchter zwischen 800 und 2000 €. Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass die Welpen keine extrem kurzen Nasen haben. Das sorgt zwar für ein kindliches Äußeres, aber auch ein qualvolles Hundeleben. Statt einen Welpen zu kaufen, ist eine Adoption eine tierfreundliche und aus Umweltsicht nachhaltige Alternative. Verschiedene Tierschutz-Organisation kümmern sich französische Bulldoggen in Not und vermitteln diese an neue Halter.

Fazit

Die französische Bulldogge gilt als Modehund, nichtsdestotrotz ist sie ein freundlicher und anhänglicher Wegbegleiter. Wegen ihrer Sturheit sollten Sie jedoch auf eine solide Erziehung achten. Meist sind Bullys etwas verdauungssensibel und benötigen ein bekömmliches Futter, das für empfindliche Hunde geeignet ist. Der Bully ist sehr menschenbezogen und sehnt sich ständig nach Nähe. Bevor Sie einen kaufen oder adoptieren, sollten Sie sich überlegen, ob Sie genug Zeit haben, um sich um Ihren Vierbeiner zu kümmern.