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Zahnpflege beim Hund - was kann ich für gesunde Zähne tun?

gesundes Lachen beim Hund
Gesunde Zähne sorgen für ein schönes Lachen bei Ihrem Hund

Wichtig für gesunde Zähne:

  • Hochwertiges Trockenfutter 
  • Ausreichend Trinkwasser 
  • Futter mit Zahnsteinprophylaxe 
  • Spezielle Kauartikel 
  • Zähne putzen mit speziellen Hundezahnbürsten 
  • Zahnkontrolle beim Tierarzt

Das sollten Sie vermeiden:

  • Zu viele kalorienhaltige Leckerlis
  • Nassfutter
  • Hundefutter mit Zucker 
  • Futter mit künstlichen Farb-, Konservierungs- und Aromastoffen
  • Tierknochen, aufgrund der Verletzungsgefahr

 

Ein strahlendes Lächeln verzaubert jeden. Vor allem wenn dieses schöne Lächeln von Ihrem eigenen Hund kommt.
Weiße und gepflegte Zähne sind ein Hinweis auf einen guten Gesundheitszustand Ihres Vierbeiners. Wir Menschen putzen unsere Zähne mehrmals täglich, benutzen Zahnseide und gehen zum Zahnarzt. Zahnreinigung in dieser Form kann Ihr Hund selbstverständlich nicht betreiben.
Hunde leiden bei mangelnder Zahnhygiene ebenfalls an Mundgeruch, Zahnstein, entzündetem Zahnfleisch und Zahnverlust. Der folgende Artikel hilft Ihnen die Ursachen von Zahnproblemen herauszufinden und die richtige Zahnpflege bei Ihrem Hund anzuwenden.

Folgende Themen werden in diesem Ratgeberartikel behandelt::

 

Hund mit gesundem Gebiss
Hund mit gesundem Gebiss

Warum sind gesunde Zähne so wichtig?

Das Gebiss des Hundes stammt vom Wolf ab und ist darauf ausgelegt, als Waffe und Fresswerkzeug zu dienen.
Gesunde Zähne sind nahezu lebenswichtig für Ihren Vierbeiner. Wenn Ihr Hund Zahnschmerzen oder ein entzündetes Zahnfleisch hat, kann er sein Fressen nur eingeschränkt kauen. Das unzerkaute Hundefutter hat zur Folge, dass es kaum Nährstoffe freisetzen kann. Des Weiteren
führen große Futterbrocken unter anderem zu Magen-Darm-Beschwerden.

 

Ursachen von Mundgeruch, Zahnstein und Zahnverlust

Das kennen Sie doch bestimmt auch?
Sicherlich haben Sie schon einmal folgende unangenehme Situation erlebt: Ihr eigener Hund oder der eines Bekannten begrüßt Sie voller Freude und Überschwung. Doch leider teilen Sie diese Freude nicht - der Hund riecht so sehr aus dem Maul, dass Ihnen der Atem stockt.


Mundgeruch bei Ihrem Hund, ist nicht nur unangenehm für Sie selbst und Ihre Mitmenschen. Mundgeruch ist ein Indiz, dass Ihr Vierbeiner zu viele Bakterien im Mund hat.
Fütterungsarten wie das Barfen (Biologisch artgerechte Rohfleischfütterung), Speisereste und Nassfutter begünstigen Mundgeruch. Aufgrund der weichen Konsistenz des Futters, erfolgt keine Förderung des Zahnabriebs. Wenn die Förderung des Zahnabriebs ausbleibt, entsteht leicht weißer Zahnbelag namens Plaque. Durch die Ansammlung von Futterresten und Bakterien, hat Plaque einen sehr guten Nährboden. Wird der Plaque nicht entfernt, entsteht zusammen mit den Mineralien aus dem Speichel Ihres Hundes Zahnstein. Weißen Plaque können Sie einfach selbst mit einer speziellen Hundezahnbürste entfernen. Ist dieser Plaque weiter fortgeschritten und hat sich bereits zu gelb- bräunlichen Zahnstein entwickelt, müssen Sie diesen vom Tierarzt entfernen lassen. Wir empfehlen Ihnen eine regelmäßige Gebisskontrolle beim Tierarzt. Zähne, die einmal durch Zahnstein befallen waren, sind in der Regel anfällig für neuen Belag. Im schlimmsten Fall kann sich das Zahnfleisch rund um den befallenen Zahn entzünden. Anschließend kann bei starkem Befall der Rückgang von Zahnfleisch und Knochen die Folge sein. Dieser Rückgang heißt Parodontitis. Diese Erkrankung entsteht durch zu viel Zahnstein und stetige Entzündungen des Zahnfleischs. Zahnstein und Plaque bilden sich bevorzugt an den hinteren Backenzähnen sowie an den Fangzähnen des Hundes.

 

Zahnfleischentzündung eine häufige Hundekrankheit

Etliche Hunde leiden im Laufe ihres Lebens an einer Zahnfleischentzündung.
Bei einigen Fellnasen ist nur ein Teil des Zahnfleischs entzündet. Die Zahnfleischentzündung wird durch mangelnde Mundhygiene, Zahnbeläge und Zahnstein begünstigt. Auch Fremdkörper können eine Zahnfleischentzündung hervorrufen. Wenn Ihr Vierbeiner gerne auf Steine, Stöcke und weiteren spitzen Gegenständen herumkaut, ist das Risiko erhöht, dabei das Zahnfleisch zu verletzen.

Vorsicht bei Zahnfleischentzündungen:
Viele Hunde sind hart im nehmen und fressen Ihre Mahlzeit ganz normal. Andere wiederum fressen weniger oder nur noch sehr vorsichtig. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund unter einer Zahnfleischentzündung leidet, planen Sie bitte einen Tierarztbesuch ein.

 

Ihr Tierarzt untersucht das Gebiss und das Zahnfleisch Ihres Vierbeiners gründlich und erkennt eine Zahnfleischentzündung sofort. Daraufhin wird er eine gründliche Zahnreinigung durchführen. Diese findet meist unter Narkose statt. Zusätzlich kann es sein, dass Sie ein Antibiotikum für Ihren Vierbeiner erhalten. Ist die Zahnfleischentzündung schon sehr weit fortgeschritten, können Folgekrankheiten wie Parodontitis (Entzündung des Zahnhalte-Apparats) und Parodontose (Zahnfleisch-Schwund) entstehen. Wie Sie eine Zahnfleischentzündung vermeiden können, entnehmen Sie bitte dem Abschnitt „Prävention durch die richtige Zahnpflege“.

 

Der Zahnwechsel Ihres Welpen

Genau wie Kinder, erlebt auch Ihr geliebter Welpe einen Zahnwechsel.
Zwischen dem 3. und 5. Lebensmonat findet ein Wechsel zwischen Milchzahngebiss und bleibenden Zähnen statt.
Je nach Hunderasse, kann der Zahnwechsel zeitlich variieren. Bei einigen Welpen führt der Zahnwechsel zu starken Zahnschmerzen.

Unser Rat:
Damit die bleibenden Beißerchen durchbrechen können, bieten Sie Ihrem Welpen Spielzeug an. Somit kaut Ihr Welpe und lenkt sich von seinen Zahnschmerzen ab.

 

Karies – eine hausgemachte Krankheit

Zahnpflege beim Hund - PräventionBei Hunden kommt Karies zwar nicht so häufig wie bei Menschen vor, jedoch kommt Karies nach wie vor von zuckerhaltiger Kost und Plaque. Sie sollten aus diesem Grund auf Hundefuttersorten verzichten, die Zucker oder Zuckerzusätze enthalten. Des Weiteren hilft die richtige Zahnpflege, Karies keine Chance zu geben.

 

Prävention durch die richtige Zahnpflege

Sie können Mundgeruch und Zahnstein gut vorbeugen, damit die Beißerchen und das Gebiss Ihres Vierbeiners schön und gesund bleiben.
Qualitativ hochwertiges Trockenfutter regt Ihren Vierbeiner zum Kauen an, fördert den Zahnabrieb und stärkt das Gebiss. Das Kauen ist auch von besonderer Bedeutung für den Verdauungstrakt. Das Kauen setzt wichtige Enzyme frei, welche die Verdauung anregen.

Unser Tipp:
Einige Hundefuttersorten bieten Ihrem Vierbeiner eine Zahnsteinprophylaxe an. Diese kann Ihren Hund bei der Zahnpflege aktiv unterstützen.

 

Das Risiko zur Zahnsteinbildung wird durch die verstärkte Bindung von Calcium im Speichel reduziert. Daher sollten Sie Ihrer Fellnase ständig frisches Trinkwasser zu Verfügung stellen. Das Trinken spült die Mundhöhle und sorgt dafür, dass der Speichel des Hundes nicht zu zähflüssig ist. Des Weiteren helfen spezielle Kauartikel und sogar ausgewählte Spielsachen den Zahnabrieb zu fördern. Die Kauartikel helfen die Zähne und das Zahnfleisch Ihres Hundes zu säubern und die zusätzliche Speichelbildung schützt beides.

Sehr effektiv ist Zähne putzen! Genau wie bei kleinen Kindern, können Sie Ihrem Welpen spielerisch das Zähneputzen beibringen. Fangen Sie wenn möglich bereits im Welpenalter mit dem Zähneputzen an. Somit ist es im Alter bereits Routine.
Beginnen Sie mit einfachen Übungen wie zum Beispiel das Maul öffnen. Anschließend können Sie mit Ihren Fingern das Zahnfleisch berühren. Ganz wichtig, loben Sie Ihren Vierbeiner ausgiebig! Wenn Ihr Vierbeiner die Berührung zulässt, können Sie das Zahnfleisch in kreisenden Bewegungen massieren. Steigern Sie die Übungen Schritt für Schritt, bis Sie Ihrem Hund die Zähne richtig putzen können. Genau wie bei Kindern sollten Sie die Zähne in kreißenden Bewegungen vorsichtig bürsten und dabei das Zahnfleisch massieren.

Wenn Sie Ihren Welpen an das Zähneputzen gewöhnen...
...vergessen Sie bitte nicht, mit ausreichend Geduld zu arbeiten und ihren Welpen ausgiebig zu loben! Denn nicht nur für Sie, auch für Ihren Welpen ist dies eine neue Erfahrung!

 

Diese Übung hat weitere Vorteile hinsichtlich der Gewöhnung an einen Tierarztbesuch. Somit ist Ihr Vierbeiner von Zuhause gewohnt, sein Gebiss und seine Zähne zu zeigen. Folglich hat der Tierarzt im Ernstfall ein leichteres Spiel. Im Fachhandel oder bei Ihrem Tierarzt erhalten Sie spezielle Zahnbürsten und Zahnpasta für Hunde.


Warum haben besonders kleine Hunderassen Zahnprobleme?

Kleine Hunderassen leiden häufiger an Zahnproblemen
Besonders kleine Rassen leiden häufig an Zahnproblemen

Viele kleine Hunderassen, vor allem Toy- und kurzköpfige Rassen haben weniger Zähne, als andere Hunderassen. Manchmal kommt es vor, dass die Zähne zwar angelegt sind, jedoch nicht in der Maulhöhle durchbrechen können. Benachbarte Zähne liegen zu eng beieinander, sodass der benachbarte Zahn kein Platz hat durchzubrechen. Bei solch kleinen sogenannten Toy Rassen ist es besonders empfehlenswert auf ein Hundefutter mit Zahnsteinprophylaxe zurückzugreifen.


Fazit


Wichtig ist, dass Sie auf gesunde Zähne bei Ihrem Vierbeiner achten. Durch die richtige Fütterungsart wie zum Beispiel Trockenfutter sorgen Sie für einen guten Zahnabrieb bei Ihrer Fellnase. Des Weiteren helfen Kauartikel, Spielsachen und Zähne putzen, gegen Mundgeruch und Zahnstein. Eine regelmäßige Zahnkontrolle bei Ihrem Tierarzt sollte ebenfalls dazu gehören.

Tipp:
Sollte sich Ihr Vierbeiner aufgrund einer anderen Krankheit oder Verletzung in Narkose befinden, empfehlen wir Ihnen den Zahnstein gleich mit entfernen zu lassen.

Weitere Beiträge aus dem Ratgeber Hunde:

Diese Trockenfutter können bei der Zahnpflege Ihre Hundes helfen

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