Hatschi, hatschi, hatschi! Genau wie bei uns Menschen ist das Niesen bei einer Katze ein Schutzreflex. Staub und Fremdkörper werden aus der Nase regelrecht hinausgeschleudert. Das ist eine natürliche Reaktion, die nicht weiter besorgniserregend ist. Allerdings können auch Allergien oder eine Krankheit wie Katzenschnupfen mögliche Ursachen sein. Dann sollten Sie mit Ihrer Samtpfote einen Tierarzt aufsuchen. Im folgenden Artikel lesen Sie, warum eine Katze niest und wie Sie ihr helfen können.


Nicht immer besteht Grund zur Sorge

Eine Katze riecht dreimal so gut wie wir Menschen. Sie besitzt etwa 60 Millionen Riechzellen in ihrem Näschen, welches sehr empfindlich ist und sensibel auf Gerüche reagiert. Es kann also schnell einmal passieren, dass Ihre Katze niest. Das muss nicht immer sofort auf eine Erkältung oder eine andere Krankheit hindeuten. Manchmal ist die Ursache ganz harmlos.

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Das Katzennäschen ist ein sehr empfindliches Organ

Es ist zum Beispiel möglich, dass sich in der Nase ein Staubkorn, ein Fussel oder ein anderer Fremdkörper befindet. Es juckt und schon niest die Katze oft hintereinander. Das kann auch passieren, während Sie staubsaugen. Die aufgewirbelten Partikel sind zwar sehr klein, können aber durchaus in der Nase kitzeln. Was hilft? Wischen Sie Oberflächen regelmäßig feucht ab und sorgen Sie dafür, dass das Tier nicht im Raum ist, wenn Sie saugen. Ihre Katze niest beim Putzen? Dann kitzeln sie möglicherweise einige ihrer eigenen Haare in der Nase. Besonders wenn sie leicht erkältet ist, ist sie dafür empfindlich.

Kitten erlernen in jungen Jahren ein gewisses Geruchsrepertoire. Vielleicht niest die Fellnase, weil sie einen neuen unbekannten Duft entdeckt hat? 

Was für uns Menschen meist angenehm riecht, kann ein sensibles Katzennäschen reizen:

  • Raumsprays
  • Weichspüler
  • Putzmittel
  • Parfüm
  • Deodorants
  • und Ähnliches

Ist in Ihrer Wohnung die Luft sehr trocken? Dann reagiert Ihr Stubentiger vielleicht darauf, indem seine Nase Feuchtigkeit produziert. In der Folge muss er niesen. Wenn die Heizung im Winter die Luft austrocknet, sollten Sie regelmäßig Stoßlüften. Ein Luftbefeuchter oder ein Brunnen können ebenfalls helfen.

Niesen als Krankheitssymptom

Erkältungen können auch bei Katzen auftreten

Die Nase juckt und läuft. Manchmal atmet Ihr Liebling lauter als gewöhnlich. Die Katze niest zudem, hustet und ihre Augen tränen. Besonders ein Freigänger kann sich bei kühlen Temperaturen schon einmal eine Erkältung einfangen. Ist Ihre Katze krank, zieht sie sich oft an einen warmen Ort zurück, um sich auszuruhen. Gehen Sie am besten zum Tierarzt, wenn Ihre Katze stark erkältet ist. Denn halten diese Symptome über einen längeren Zeitraum hinweg an, steckt möglicherweise eine schwerwiegendere Erkrankung dahinter.

Katzenschnupfen

Diese Krankheit hört sich harmloser an, als sie in vielen Fällen ist. Sie beschreibt einen Symptomkomplex, der durch verschiedene Erreger ausgelöst werden kann: Bakterien oder Viren. Ihre Katze niest dann oft und würgt manchmal, hat weniger Appetit oder leidet unter Entzündungen der Schleimhäute. Ausfluss aus Nase und Augen kommt ebenfalls oft vor. Besonders bei chronischem Schnupfen kann es sein, dass Ihre Katze Blut niest oder Zungengeschwüre auftreten.

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Bei einem Katzenschnupfen sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen

Gehen Sie unbedingt zum Tierarzt oder in eine Tierklinik, wenn Ihre Katze Schnupfen hat. Diesen kann ein Veterinär mit einem Antibiotikum behandeln oder dem Tier etwas zur Stärkung des Immunsystems verabreichen. Besonders Jungtiere sind gesundheitlich noch sehr anfällig, sodass die Erkrankung im schlimmsten Fall sogar tödlich enden kann. Je früher Sie sie erkennen, desto größer sind aber die Chancen, dass Ihr Liebling wieder vollständig gesund wird. Ein erfolgversprechendes Mittel gegen Katzenschupfen sind regelmäßige Impfungen. Beachten Sie: In einigen Fällen treten danach milde Symptome der Krankheit auf.

Nasenpolypen

Möglicherweise niest Ihre Katze, weil sie Wucherungen in der Nase oder den Nebenhöhlen hat. Diese sogenannten Polypen fühlen sich an wie ein Fremdkörper und erschweren das Atmen. Entzündungen in der Nase können folgen. Es ist ebenfalls nicht ungewöhnlich, dass Ihre Fellnase dann schnarcht. Ein Tierarzt kann die Polypen operativ entfernen.

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Allergien gegen Pollen oder Ähnliches

Möglicherweise steckt eine Allergie hinter vermehrten Niesattacken. Diese kann nicht nur Menschen, sondern auch ihre tierischen Mitbewohner betreffen. Beobachten Sie Ihre Katze genau: Tritt das Verhalten in einer bestimmten Jahreszeit oder Situation besonders häufig auf? Allergien gegen Pollen, Schimmel, Hausstaub oder Reinigungsmittel sind bei Katzen nicht so verbreitet wie bei uns Menschen. Sie sind aber durchaus mögliche Ursachen für das Niesen.

Hinweis: Für Allergien bei Katzen gibt es viele weitere Auslöser, die nicht zwangsläufig mit Niesen einhergehen. Zudem können es wie bei uns Menschen mehrere Stoffe gleichzeitig sein; zum Beispiel Flohspeichel, Mückenstiche, Medikamente, Shampoos, Hautschuppen anderer Tiere, Katzenstreu mit Duftstoffen oder Ähnliches.

Was sollten Sie tun?

  • Bringen Sie in Erfahrung, wann Ihre Katze oft niest oder andere Symptome zeigt. Treten allergische Reaktionen beispielsweise auf, nachdem sie draußen gewesen ist?
  • Sie haben den allergieauslösenden Stoff gefunden? Gut, dann können Sie von nun an versuchen, ihn zu meiden. Lassen Sie das Tier in der Wohnung, wenn draußen starker Pollenflug herrscht. Ein hochwertiges hypoallergenes Katzenfutter ist frei von allergieauslösenden Inhaltsstoffen und kann in manchen Fällen ebenfalls helfen.
  • Stellen Sie Ihren Liebling außerdem beim Tierarzt vor. Er gibt Tipps, wie Sie die Ursache finden und eine Allergie behandeln oder vermeiden können. Er kann das Tier hyposensibilisieren oder Ihnen ein Notfallmedikament für Asthmaanfälle mitgeben. Manchmal helfen außerdem kortisonhaltige oder juckreizstillende Medikamente.

Hatschi! Was bei Krankheit hilft

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze genug trinkt. Wie das geht? Laufendes Wasser aus dem Hahn oder ein Katzenbrunnen wirken meist sehr interessant und anziehend auf Ihren Stubentiger.

Wer sich nicht wohlfühlt, braucht Ruhe. Das gilt für Menschen wie für Katzen. Richten Sie Ihrem Haustier daher am besten ein abgelegenes Plätzchen ein, wohin es sich zurückziehen kann, wenn ihm danach ist.

Wann sollten Sie zum Tierarzt gehen?

Generell gilt: Wenn Sie sich unsicher sind, stellen Sie Ihren Liebling vorsichtshalber beim Veterinär vor. Können Sie folgende Fragen mit „Ja“ beantworten?

Dann sollten Sie diesen ebenfalls aufsuchen.

  • Niest Ihre Katze ungewöhnlich oft?
  • Gehen andere Krankheitssymptome damit einher?
  • Verhält sie sich anders, ist sie beispielsweise antriebslos oder möchte sie nicht fressen?

Ein Tierarzt-Besuch ist dagegen nicht zwingend nötig, wenn Sie kurzweiliges Niesen auf Staub oder bestimmte Gerüche zurückführen können. Zum Abschluss des Artikels können Sie Ursachen, Symptome und Handlungsempfehlungen noch einmal in einer Übersicht nachlesen:

Ursache Weitere Symptome außer Niesen Was ist zu tun?
Gerüche, Staub, Fremdkörper, trockene Luft Einmaliges Niesen oder kurze Anfälle
Nervosität
Nicht Staubsaugen oder Sprays verwenden, wenn eine Katze im Raum ist
Erkältung Augen- oder Nasenausfluss
Husten
Atemgeräusche
Appetitlosigkeit
Schaffung eines warmen ruhigen Plätzchens zum Erholen
Ggf. Therapie durch Tierarzt
Katzenschnupfen Starke Erkältungssymptome
Verklebte oder verkrustete Augen
Fieber
Atembeschwerden
Bindehaut- oder Schleimhautentzündungen
Grundimmunisierung
Jährliche Folgeimpfung
Therapie durch Tierarzt
Nasenpolypen Schnarchen
Entzündungen der Nase
Operation
Allergien Juckreiz
Hautreizungen
Allergisches Asthma
Atemnot
Atmen mit offenem Maul
Vermeidung allergieauslösender Stoffe
Hyposensibilisierung
Notfallmedikamente