Hast Du eine neue Katze, ist das Wichtigste, ihr Vertrauen zu gewinnen. Denn eine gute Beziehung zwischen Mensch und Tier macht nicht nur das Zusammenleben schöner - sie beschert zudem Sicherheit und führt im besten Fall zu einer tierischen Freundschaft. In unserem Ratgeber erklären wir Dir, wie Du eine starke Bindung zu Deiner Samtpfote aufbaust und wie es Dir gelingt, auch das Vertrauen einer scheuen Katze zu gewinnen. 


Wie kann man das Vertrauen einer Katze gewinnen?

Die Beziehung zwischen Mensch und Katze ist enorm wichtig. Schließlich sollen sich sowohl Du als auch Dein Liebling zu Hause rundum wohlfühlen. Wie bei anderen sozialen Beziehungen basiert auch die Verbindung zu Deiner Katze auf Vertrauen. Um es zu gewinnen, brauchst Du Zeit, Geduld, Liebe und Aufmerksamkeit

Es ist zunächst wichtig, dass Du die Bedürfnisse Deines vierbeinigen Mitbewohners kennst. Gib Dir zudem Zeit, Euch gegenseitig aneinander zu gewöhnen.

Um die Katze beziehungsweise ihr Vertrauen zu gewinnen, helfen Dir die folgenden Verhaltensweisen:

  • Rede leise und ruhig mit ihr.
  • Lass deiner Katze viel Freiraum und dränge dich nicht auf.
  • Schaffe Rückzugsorte in deinem Zuhause, an denen dein neuer Mitbewohner seine Ruhe hat.
  • Streichle die Katze nur, wenn sie es fordert. Sei dabei behutsam.
  • Spiele mit ihr.
  • Hilf ihr bei der Fellpflege.
  • Gehe wertschätzend und respektvoll mit der Katze um.
  • Begegne ihr auf Augenhöhe, sprich: Setze dich ruhig auf den Boden, um mit ihr zu kommunizieren oder zu spielen.

Tipp: Tipp: Auch Leckerlis können helfen, das Vertrauen einer Katze zu gewinnen. Nutze sie als Belohnung, wenn Deine Mieze etwas besonders gut gemacht hat. Wenn sie Geflügel, Süßkartoffeln und Erbsen mag, könnte zum Beispiel Paulas Snack von Josera das Richtige für sie sein.

 

Um die Bindung zu Deiner Katze zu stärken, ist es zudem wichtig, dass Du zu Hause alles katzenfreundlich einrichtest

Demnach solltest Du für Deine Katze folgendes einrichten oder bereitstellen:

  • Spielmöglichkeiten
  • Versteckmöglichkeiten beziehungsweise Rückzugsorte
  • festen Schlafplatz
  • festen Ort für Napf und Trinkschale
  • eine Toilette mit Privatsphäre

Wenn Du die Möglichkeit für ein zweites Haustier hast, ist es zudem schön, wenn Deine Katze noch einen Spielgefährten oder eine Spielgefährtin hat. Somit kommt keine Langeweile auf und die Samtpfoten fühlen sich nicht einsam, wenn Du unterwegs bist. 

Tipp: Hast Du nicht ganz so viel Platz in Deinem zu Hause, kannst Du für Katzen auch in die Höhe bauen – z. B. mit einer Kletterwand. So kann auch mehreren Samtpfoten genug Platz geschaffen werden. 

Expertenwissen: Wie lange es dauert, bis eine Katze zutraulich wird? Das ist schwer zu sagen. Das ist sowohl von der Rasse als auch von der Mieze selbst und natürlich von Dir abhängig. In der Regel dauert es etwa ein bis zwei Wochen. Bei scheuen Katzen kann es noch länger dauern, bis Du ihr Vertrauen gewinnst.

 

Wie auch bei Kindern braucht es bei Katzen Zeit, bis sie sich sicher fühlen. Sei daher geduldig und verbringe viel Zeit mit Deinem neuen vierbeinigen Mitbewohner. Denn je mehr Du davon investierst, umso besser wirst Du Deine Katze kennenlernen und verstehen, was ihr gefällt oder nicht. 

Nahaufnahme der Vorderbeine einer grau getigerten Katze, die eine Hand umschließen.
Langsame Annäherung – Geduld ist sehr wichtig, um von Katzen Vertrauen zu gewinnen. Sie müssen die Menschen erst einmal in Ruhe kennenlernen.

Wenn Deine Katze partout kein Vertrauen gewinnt, kontaktiere ruhig Deinen Tierarzt oder Deine Tierärztin. Manchmal können es einfachste Dinge wie ein Geruch sein, der Katzen stört – und den Du selbst gar nicht als befremdlich empfindest. 


Ängstliche und scheue Katzen: So gelingt es, ihr Vertrauen zu gewinnen

Das Vertrauen einer scheuen Katze zu gewinnen, dauert länger als dies bei zutraulichen Artgenossen der Fall ist. Um der Samtpfote dabei zu helfen, die Angst vor der neuen Umgebung und vor Dir zu verlieren, musst Du daher noch mehr Zeit und Geduld für die Eingewöhnung aufbringen. 

Der Grund, wieso eine Katze scheu ist oder Angst hat, liegt in der Regel in ihrer Vergangenheit. Manche hat vielleicht der Aufenthalt in einem Tierheim gestresst, andere haben dieses Verhalten von ihrer Mutter übernommen und wieder andere wurden vielleicht sogar misshandelt. Auch fremde Gerüche können Katzen irritieren und es erschweren, ihr Vertrauen zu gewinnen. 

In jedem Fall gilt: Bedränge das Tier nicht und gib ihm viel Zeit, sein neues Zuhause allein kennenzulernen. Sobald der Katze die neue Umgebung vertraut ist und sie merkt, dass sie dort sicher ist, wird sie sich auch mit Dir beschäftigen. 

Expertenwissen: Direkten Blickkontakt vermeiden  Das kann bei scheuen Katzen helfen, Dein Vertrauen zu gewinnen. Denn wenn Du Deiner Samtpfote direkt in die Augen schaust, kann sie das als Drohgebärde auffassen – und Dich entsprechend als Gefahr ansehen. Indirekte Blicke und langsames Blinzeln dagegen signalisieren Katzen, dass Du freundschaftlich gesinnt bist.

 

Um ängstliche Katzen einzugewöhnen, greifst Du außerdem auf die Hilfe von Spielzeugen zurück. Mit Katzenangeln beispielsweise kannst Du Dich der Mieze behutsam nähern, ohne ihr auf die Pelle zu rücken. 

Traut sich die Katze schließlich näher an Dich heran, vermeidest Du ruckartige Bewegungen. Widerstehe zudem dem Drang, das Tier zu streicheln. Lass die Katze lediglich an Deiner Hand schnuppern. Nach einiger Zeit kannst Du es mit vorsichtigem Streicheln versuchen

Eine weitere Möglichkeit, um das Vertrauen von scheuen Katzen zu gewinnen, sind Duftstecker. Die Stecker versprühen ein Pheromon, dessen Geruch Katzen mögen. Das vermittelt ihnen, sich hier wohlfühlen und entspannen zu können. 

Tipp: Tipp: Lasse nachts die Türe zu Deinem Schlafzimmer offen. Dadurch gibst Du Deiner Katze die Möglichkeit, Dich stressfrei zu beschnuppern und kennenzulernen, während Du schläfst.

 

Auch bei ängstlichen Katzen gilt: Kontaktiere immer einen Tierarzt, wenn Du selbst nicht weiter weißt. Die Profis können oft noch mehr Tipps geben, die sich spezifisch auf die Katze und ihre Rasse beziehen.


Wie zeigt eine Katze ihr Vertrauen?

Ob Du das Vertrauen Deiner Katze gewonnen hast, kannst Du an ein paar charakteristischen Verhaltensweisen erkennen. 

Dazu zählen unter anderem:

  • Deine Katze nutzt Dich zum Schlafen und legt sich zum Beispiel auf Deine Beine; großer Vertrauensbeweis, weil sie nur an einem für sie sicheren Ort schläft
  • sie zeigt Dir ihren Bauch; Ausdruck dafür, dass sie glücklich ist und sich wohlfühlt
  • langsames Zwinkern; Katzen schließen nur ihre Augen, wenn sie sich sicher fühlen
  • sie stupst Dich mit dem Kopf an oder reibt sich an Dir
  • Treteln

Expertenwissen: Treteln ist ein Fachwort für den Milchtritt. Dabei handelt es sich um einen angeborenen Instinkt, mit dem Kitten die Abgabe der Muttermilch anregen. Er zeigt sich bei erwachsenen Katzen, wenn sie sich wohlfühlen: Sie treten mit den Vorderpfoten auf der Stelle und schnurren dabei. Manchmal fahren Stubentiger hierbei auch ihre Krallen aus.

 

Liebt Deine Katze Dich?

Vertrauen und Liebe gehen miteinander Hand in Hand. Ob Deine Katze Dich liebt, erkennst Du an bestimmten Verhaltensweisen. 

Dazu gehören unter anderem:

  • Miauen
  • Ablecken
  • Kopf reiben
  • Schnurren

Welche Liebesbeweise es außerdem gibt und wie Du Deiner Katze Deine Zuneigung zeigen kannst, erfährst Du in unserem Beitrag „Liebt mich meine Katze“. Dort gehen wir außerdem der Frage nach, ob die Tiere uns überhaupt lieben können. 

Getigerte Katze schmust mit Kopf eines Mannes.
Es kann etwas dauern, bis die Beziehung zwischen Mensch und Katze so eng ist. Wann es so weit ist, merkst Du an bestimmten Verhaltensweisen.


Die Katze verstehen und erziehen

Augen sagen mehr als tausend Worte. Diesen Spruch kennen wir alle. Bei Katzen trifft aber eher folgendes zu: Ohren und Schwanz sagen mehr als tausend Worte. 

Zu wissen, was eine Katze mir ihrer Körpersprache aussagt, kann es deutlich leichter machen, das Vertrauen der Fellnase zu gewinnen. In unserem kostenlosen E-Book zum Thema “Katzenerziehung” haben wir Dir alle wichtigen Infos rund um die Körpersprache der Katze zusammengetragen. Mit diesen Informationen kannst Du Deine Katze noch besser verstehen und auf sie eingehen. Hast Du Vertrauen und Liebe Deiner Katze gewonnen, kannst Du Dich mit den Tipps rund um die Katzenerziehung außerdem darum kümmern, Deiner Samptpfote gewisse Verhaltensweisen an- oder abzutrainieren. Denn wir alle wissen: Katzen haben ihren ganz eigenen Kopf. Lade Dir das E-Book gleich hier herunter!


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Vertrauen einer Katze verloren: Wie kann man es wiedergewinnen?

Wer schon einmal das Vertrauen eines guten Freundes oder einer guten Freundin verloren hat, weiß, wie schmerzhaft dies ist. Und genauso kann es sich anfühlen, wenn einem die eigene Katze nur noch den Rücken zudreht

Dass man das Vertrauen der Mieze verliert, hängt in der Regel mit falschem Verhalten zusammen. 

Dazu zählen zum Beispiel:

  • Laute Ansprache
  • Strafen
  • Aggression oder Misshandlung
  • Zu wenig Aufmerksamkeit

Auch das unabsichtliche Treten auf den Schwanz oder auf eine Pfote kann das mühevoll aufgebaute Vertrauensverhältnis innerhalb weniger Sekunden zerstören. Denn schließlich weiß die Katze nicht, dass Du dies aus Versehen getan hast.

Um die Katze und ihr Vertrauen wiederzugewinnen, benötigst Du nun vor allem Zeit und Geduld. Je nach Schwere des „Vergehens“ kann es einige Tage oder Wochen dauern, bis Dir Dein vierbeiniger Mitbewohner wieder vertraut. Was kannst Du dann tun, um das Vertrauen Deiner Katze wiederzugewinnen? Halte Dich an die Ratschläge, die allgemein helfen, ihr Vertrauen zu gewinnen – und die Du aus der Erfahrung der Anfangszeit bereits kennst. 

Das bedeutet:

  • Rede leise und ruhig mit Deiner Katze.
  • Dränge Dich nicht auf.
  • Respektiere die Rückzugsorte, den Schlafplatz, die Toilette und den Fressbereich Deiner Samtpfote.
  • Streichle die Katze nur, wenn sie es fordert.
  • Versuche, mit ihr zu spielen.
  • Hilf ihr bei der Fellpflege, wenn sie es erlaubt.
  • Gehe wertschätzend und respektvoll mit der Katze um.
  • Versuche es mit Leckerlis.

Und vor allem: Vermeide das Verhalten, das zum Vertrauensbruch geführt hat


Fazit: Katzen und ihr Vertrauen gewinnen – So gelingt es

Vertrauen und Freundschaft sind wundervolle Dinge. Nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Mensch und Katze. 

Das Vertrauen gewinnst Du mit den richtigen Verhaltensweisen:

  • Leises und ruhiges Reden
  • Viel Freiraum lassen
  • Rückzugsorte schaffen
  • Streicheln nur nach Aufforderung
  • Spielen
  • Hilfe bei der Fellpflege

Hinzu kommen Wertschätzung, Respekt und die Begegnung auf Augenhöhe. Auch Leckerlis können helfen, das Vertrauen einer Katze zu gewinnen. 

Beherzige zudem die gleichen Verhaltensweisen, wenn Du das Vertrauen einer Katze verloren hast und es zurückgewinnen möchtest. In jedem Fall gilt: Sei geduldig und passe Dich an das Tempo Deines Stubentigers an. Willst Du zu schnell zu viel, kann das eher schaden als nützen. Hast Du es aber dann geschafft, warten auf Dich wunderbare Belohnungen: Kuscheln auf dem Sofa, gemeinsames Spielen und weitere intime Momente, in denen Dir Deine Katze zeigt, dass sie Dir vertraut.