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Der Deutsche Schäferhund

Deutscher Schäferhund von vorne.


Rassenprofil:



  • Körpergröße: Hündinnen 55 - 60 cm und Rüden 60 - 65 cm

  • Gewicht: Hündinnen 22 - 32 kg und Rüden 30 - 40 kg

  • Charakter: Intelligent, arbeitsbereit, nevernstark, kinderfreundlich, wachsam

  • Erziehung und Haltung: konsequente Erziehung notwendig, will Alphatier sein

  • Krankheiten: Ellenbogen- oder Hüftgelenksdysplasie

  • Lebenserwartung: 9 - 13 Jahre

Ein Deutscher Schäferhund wird oft mit einem Arbeits- und Rettungshund in Verbindung gebracht. Aufgrund seiner Eigenschaften eignet er sich für diese und weitere Aufgaben sehr gut. Wie sein Name bereits erwähnt, hütet er bereitwillig und zuverlässig Schafe und weitere Tiere. Das war früher seine hauptsächliche Aufgabe. Sind diese Hunde gut sozialisiert und erzogen, sind sie ebenfalls geeignete Familienhunde und Spielkameraden für Kinder. Erfahren Sie mehr über die beliebte Rasse aus Deutschland.

Verschiedene Farben, mittlere Größe und weitere Fakten zum Aussehen

Bei dieser Hunderasse gibt es zwei Fellvarianten:

StockhaarLangstockhaar

dicht

lang

gerade

weich

fest anliegend

nicht fest anliegend

mit mäßigen Hosen und Unterwolle

mit Fahnen, Hosen, buschiger Rute und Unterwolle

Deutscher Schäferhund Widerristhöhe

Die beiden Fellvarianten können in Schwarz mit braunen, rotbraunen, gelben bis hellbrauen Abzeichen vorkommen. Nach dem Rassestandard ist weiterhin Grau mit dunkler Wolkung, schwarzem Sattel und Maske erlaubt.

Ein Deutscher Schäferhund kann auch in den Farbvariationen Schwarz und Weiß vorkommen. Weiße Exemplare sind 1933 aus dem Standard gestrichen worden.

Sie kommen in einer Zucht aber immer wieder einmal vor und sind kaum von der Rasse „Schweizer Schäferhund“ oder Berger Blanc Suisse zu unterscheiden, die durch ein weißes Fell gekennzeichnet ist.

Gewicht und Größe – was ist typisch für Deutsche Schäferhunde?

HündinRüde

Gewicht

22 - 32 kg

30 - 40 kg

Größe

55 - 60 cm

60 - 65 cm

Arbeitsfreudig, wachsam, kinderfreundlich und weitere Charaktereigenschaften

Das Wesen eines Hundes ist eines der Entscheidungskriterien bei der Wahl des passenden vierbeinigen Begleiters. Während der eine lieber einen gemütlichen Hund möchte, sucht der nächste eher nach einem aktiven Tier. Obgleich jedes Individuum unterschiedlich ist, gibt es für jede Rasse bestimmte typische Merkmale. Beim Deutschen Schäferhund sind das die Folgenden:

  • Intelligent
  • Arbeitsbereit
  • Nervenstark
  • Ausgeglichen
  • Kinderfreundlich
  • Selbstsicher
  • Treu
  • Sportlich
  • Bewegungsfreudig
  • Leichtführig
  • Wachsam
  • Beschützerinstinkt

Wie der Name schon verrät, ist diese Rasse ein Hütehund

1891 wurde die erste Einteilung für den Rassenstandard des deutschen Schäferhundes von „Max von Stephanitz“ notiert. Der Urahne aller deutschen Schäferhunde ist ein Hütehund und hatte den Namen „Horand von Grafrath“. Die Rasse war als ein starker und zuverlässiger Hüter für die Schafsherden angedacht.

Besonders geeignet ist diese Hunderasse für:

  • Familien
  • Sportler
  • Menschen, die sich für Rettungs- und Suchhundeausbildung interessieren
  • Menschen, die einen aufmerksamen und mutigen Wachhund suchen

Wie keine andere Rasse haben diese Hunde einen extrem starken „will to please“. Damit ist der Wunsch gemeint, seinem Herrchen oder Frauchen unbedingt zu gefallen.

Schutz- oder Familienhund: Grundlagen und Wissenswertes zur Erziehung und Haltung

Im Deutschen Schäferhund schlagen zwei Herzen: ein freundliches, verspieltes und ein beschützendes, kämpferisches. Aus diesem Grund braucht er eine konsequente Erziehung. Ansonsten kann es passieren, dass sich dieser Hund durchaus aggressiv zeigen kann. Wenn Sie ihm allerdings Gehorsam beibringen und ihn artgerecht beschäftigen, ist er ein treuer Begleiter und idealer Familienhund. Er wird gerne mit Ihren Kindern spielen und an diversen Familienaktivitäten teilnehmen. Aufgrund seiner Sportlichkeit können Sie den Deutschen Schäferhund zum Radfahren, Wandern und Joggen mitnehmen. Im Sommer begleitet er Sie sicherlich gerne zum Badesee, wo er schwimmen und Spielzeug aus dem Wasser holen kann.

Beschäftigen Sie Ihren vierbeinigen Freund unbedingt abwechslungsreich, da er aufgrund seiner Intelligenz sowohl körperlich als auch geistig gefordert werden möchte. Das erhält seine Ausgeglichenheit und ist eine Voraussetzung dafür, dass Sie mit Ihrem Hund harmonisch zusammenleben können. Sie können ihn durchaus in der Stadt in einer Wohnung halten, wenn Sie ihn ausreichend auslasten und mit ihm viel im Freien unternehmen. Allerdings bevorzugt er ein Leben auf dem Land, am besten in einem Haus mit großem Grundstück, das er bewachen darf.

Ein Deutscher Schäferhund ist durch seinen will to please recht einfach zu erziehen. Dies funktioniert jedoch nur, wenn er weiß, wer der Alphawolf ist. Ansonsten kann es passieren, dass er sich selbst als solcher sieht und dementsprechend auch benimmt. Erziehen Sie Ihren vierbeinigen Freund deshalb konsequent. Kommt ein Deutscher Schäferhund-Welpe zu Ihnen ins Haus, sollten Sie bereits in den ersten Wochen mit der Erziehung und Sozialisierung beginnen. Dies ist umso wichtiger, wenn er in einer Familie mit Kindern leben soll.

Natürlich, artgerecht und weitere wichtige Informationen zur Ernährung

Deutsche Schäferhunde gehören wie Berner Sennenhunde und Rottweiler zu den größeren Hunderassen. Deshalb ist ein gesundes Wachstum wichtig, um gesundheitliche Probleme an den Knochen und Gelenken zu vermeiden. Bereits bei Welpen ist eine ausgewogene Ernährung mit lebenswichtigen Nährstoffen empfehlenswert. Sobald Ihr vierbeiniger Liebling ausgewachsen ist, sorgt ein hochwertiges Futter dafür, dass er leistungsstark, gesund ist und ein schön glänzendes Fell hat.

Das Futter für eine optimale Ernährung beim Schäferhund

Deutscher Schäferhund im Wald.

Ist Ihr Deutscher Schäferhund besonders aktiv und vielleicht sogar als Arbeits-, oder Rettungshund tätig, ist eine Ernährung mit einem hohen Energiegehalt ratsam. Über ein Alleinfuttermittel versorgen Sie ihn mit allem, was er braucht. So müssen Sie sich über die richtige Zusammensetzung von tierischen und pflanzlichen Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen und weiteren wichtigen Inhaltsstoffen keine Gedanken machen.

Ein geeignetes Hundefutter besteht ausschließlich aus hochwertigen, natürlichen Zutaten und ist frei von künstlichen Zusatzstoffen wie Farb-, Aroma- und Geschmacksstoffen. Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Ratgeberartikel „Das richtige Futter für Ihren Schäferhund“.

Regelmäßige Fellpflege und andere Pflegehinweise

Das Fell bei dieser Hunderasse ist robust und braucht wenig Pflege. Sie müssen es lediglich immer wieder bürsten, was bei einem Deutschen Schäferhund mit langem Fell häufiger notwendig ist als bei einem kurzhaarigen Vertreter. Das Bürsten ist zudem deswegen ratsam, weil diese Hunderasse das ganze Jahr über Haare verliert. Besonders viele sind es in der Zeit des Fellwechsels im Frühjahr und Herbst.

Pflegen Sie das Fell Ihres Deutschen Schäferhundes nicht zu sehr, weil Sie dadurch den pH-Haushalt seiner Haut schädigen können. Ein ausgiebiges Bad sollten Sie ihm selten gönnen und dafür ausschließlich geeignetes Hundeshampoo verwenden. Ist er im Freien extrem dreckig geworden, können Sie sein Fell in der Dusche mit lauwarmem Wasser säubern.

Ohren, Augen, Zähne und Pfoten sollten Sie wie bei allen Hunden regelmäßig kontrollieren, um Verletzungen oder einen Befall mit Parasiten rechtzeitig zu entdecken.

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Häufige Krankheiten bei dieser Rasse

Ist ein Deutscher Schäferhund gesund, kann er 9 bis 13 Jahre alt werden. Allerdings leiden viele Tiere unter einer Ellenbogen- oder Hüftgelenksdysplasie, bei welcher das betroffene Gelenk nicht richtig ausgebildet ist. Dies kann zu Behinderungen beim Laufen, vorzeitiger Abnutzung und Schmerzen führen. Wenn Sie von einem Züchter einen Welpen kaufen, sollten Sie sich die Papiere der Elterntiere zeigen lassen. Sind diese ED und HD frei, tritt es bei den Nachkommen in der Regel ebenfalls nicht auf. Wichtig ist weiterhin, dass Sie gerade Ihren jungen Hund körperlich nicht überfordern und nur geringen bis mäßigen Belastungen aussetzen.

Interessantes über die Vorfahren, Verwandten und mehr

  • Der Deutsche Schäferhund ist ein Nachkomme des württembergischen und thüringischen Hütehundes und besitzt dadurch genetisch bedingt einen großen Bewacher- und Beschützerinstinkt.
  • Bei den Schäferhunden gibt es verschiedene Rassen, zu denen unter anderem der Malinois gehört. Er ist einer von vier Belgischen Schäferhundrassen und durch ein kurzes falbfarbenes Fell mit schwarzer Maske und einen schlanken Körper gekennzeichnet. Der Malinois hat genauso wie der Deutsche Schäferhund ausgeprägte Hüte- und Wachhundeeigenschaften. Anders als dieser ist der belgische Verwandte extrem temperamentvoll und braucht viel Beschäftigung. Sie können ihn somit weniger gut alleine lassen als seinen deutschen Cousin.
  • Der Rittmeister Max von Stephanitz legte mit dem berühmten Rüden „Horand von Grafrath“ den Grundstein für den Deutschen Schäferhund wie wir ihn heute kennen. Er hat außerdem den „Verein für Deutsche Schäferhunde“ 1899 mitbegründet.
    Die Mutter von Horand, dem ersten Zuchtrüden, ist ein Wolf-Mischling gewesen. Früher nutzten Züchter Wölfe, um vermutlich den stockhaarigen Typ beim Deutschen Schäferhund zu fördern. Der Nachteil war jedoch, dass dadurch die Nachkommen oftmals aggressiv gewesen sind. Deshalb sahen die Züchter irgendwann davon ab.

Weitere Schäferhundrassen:

  • Altdeutscher Schäferhund
  • Weißer Schweizer Schäferhund
  • Französischer Schäferhund (Beauceron)

Fast jedes europäische Land hat seinen eigenen Schäferhund. Die verschiedenen Rassen können sich jedoch in ihrem Aussehen und Wesen stark vom deutschen Vertreter unterscheiden. Der aus Ungarn stammende Puli zum Beispiel gehört ebenfalls zu den Schäferhunden und sieht mit seinem langen, zottigen Fell ganz anders aus.

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