Die genaue Herkunft des Rottweilers ist nicht eindeutig. Teilweise heißt es, dass diese Hunderasse schon früher in Rom eingesetzt wurde, um die Viehherden zusammen zu halten. Anschließend kamen sie mit den Römern über die Alpen in die Stadt Rottweil. In Rottweil wurde der Vierbeiner vor allem als intelligenter und ausdauernder Begleithund eingesetzt, um die Tiere auf dem Weg zur Weide in Schach zu halten. Deshalb wird er auch als „Metzgerhund“ bezeichnet. Aufgrund seiner kräftigen und muskulösen Statur und seiner Unerschrockenheit wurde der Rottweiler 1910 offiziell als Polizeihund anerkannt und eingesetzt.


Rassenprofil:

  • Körpergröße: Hündinnen 56-63 cm und Rüden 61-69 cm
  • Gewicht: Hündinnen 35-48 kg und Rüden 50-60 kg
  • Charakter: furchtlos, tapfer, konzentriert
  • Erziehung und Haltung: hingebungsvoll, gehorsam
  • Krankheiten: Herzverengung, HD (Hüftgelenkdysplasie)
  • Lebenserwartung: 8 - 10 Jahre


Rottweiler steht im Wald
Der muskulöse Vierbeiner begeistert seine Besitzer durch Anhänglichkeit und Gelassenheit.

Der stämmige Rottweiler: Schwarzes anliegendes Stockhaar

Mit seinem stämmigen und kräftigen Körperbau ist der Rottweiler ein bewundernswerter Begleithund. Mit einer Widerristhöhe von bis zu 69 cm und einem Gewicht bis zu 60 kg zählt diese Hunderasse zu den großen Hunderassen und somit auch zu den Schwergewichten.

Sie sind robuste und stämmige Hunde, die sehr kräftig sind und eine temperamentvolle Erscheinung haben.


Rottweiler Widerrist


Die Fellfarbe des Rottweilers ist schwarz mit rotbraunen oder mahagonifarbenen Abzeichen an der Halsunterseite, Brust, an den Läufen, unter der Rutenwurzel und über den Augen. Diese Abzeichen dürfen nur 10% der Körperfläche bedecken, das heißt, die Grundfarbe ist immer schwarz.

Der Vierbeiner besitzt ein dichtes, eng anliegendes Stockhaar, welches aus dem Deckhaar und der Unterwolle besteht, die ihn „wetterfest“ macht. Die Rute des Rottweilers ist natürlich, das bedeutet sie ist waagerecht und dient als Verlängerung der Rückenlinie.

Sein Charakter: Er ist anhänglich und menschenbezogen

Der Rottweiler ist ein sehr kräftiger und starker Gebrauchshund, der eingesetzt wurde, um die Viehherden auf dem Weg zur Weide zusammen zu halten und die Menschen zu bewachen und zu schützen. Aus diesem Grund benötigt dieser Vierbeiner regelmäßig viel Auslauf und Beschäftigung, denn diese Hunderasse hat Power, die sie auch nutzen will. Der Bewegungsdrang des Hundes und der Zeitaufwand als Besitzer wird dementsprechend als hoch eingestuft. Am besten ist es, wenn er eine Aufgabe bekommt.

Dennoch ist der Rottweiler ein gutmütiger Hund, der sich auch ruhig präsentieren kann. Er strotzt aber nun mal vor Kraft und manchmal merkt er gar nicht, wie stark er eigentlich ist. Er ist im Grunde kein aggressiver, sondern ein sehr anhänglicher und menschenbezogener Hund. Seine Gutmütigkeit und Gelassenheit können ihn auch zu einem guten Spielkameraden für Kinder machen, dennoch sollte man als Elternteil immer ein Auge darauf haben. Außerdem ist er nervenfest, selbstsicher, unerschrocken und reagiert mit hoher Aufmerksamkeit auf seine Umwelt. Dieser Hund bewacht Haus und Hof und wird seine Familie bis zum Äußersten verteidigen.

Die rassetypischen Eigenschaften eines Rottweilers sind also:

  • konzentriert
  • selbstbewusst
  • selbstsicher
  • gehorsam
  • tapfer
  • freundlich
  • anhänglich

Er wirkt aggressiv: Doch sein Erscheinungsbild täuscht Durch sein muskulöses Aussehen und sein kurzes schwarzes Fell wirkt diese Rasse für viele Menschen als ein Kampfhund. Doch ganz im Gegenteil, er ist sehr anhänglich, liebenswert und möchte sich gerne nah beim Menschen aufhalten. Ein weiterer Grund ist das Halten von Rottweilern als Schutz- oder Begleithund. Diese sind aber speziell dafür ausgebildet und greifen trotzdem keine Menschen an. Sie sollen eher abschreckend wirken.

Richtige Erziehung ab dem Welpenalter wichtig

Der Rottweiler ist ein Gebrauchshund. Durch seine Eigenschaften als selbstsicher, furchtlos und tapfer neigt er bei zögerlichen oder unsicheren Hundehaltern dazu, das Rudel zu übernehmen. Deshalb ist es umso wichtiger, diesen kräftigen Hund ab dem Welpenalter richtig zu erziehen, denn es liegt in der Hand des Besitzers die positiven Eigenschaften des Rottweilers durch eine gute Erziehung zu fördern.

Wegen seines muskulösen Körpers, aber auch seiner Instinkte, die er nicht ablegen kann, ist es wichtig, dass er auf das Wort seines Besitzers hört und auch dementsprechend reagiert. Ist dies nicht der Fall, hat man später gegen so viel Kraft kaum eine Chance. Die Erziehung liegt also in der Verantwortung des Halters – dann wird auch der kräftigste Rottweiler zu einem treuen, verschmusten und anhänglichen Familienhund.

Auf Grund der natürlichen Wachsamkeit und vielmehr noch auf Grund der Haltung als Wach- und Schutzhunde, gelten Rottweiler häufig als aggressiv. In einigen Bundesländern kann wegen der Bestimmungen über Kampfhunde ein Wesenstest erforderlich sein, auch wenn Rottweiler pauschal keine Kampfhunde sind, da sie nicht extra für den Kampf gezüchtet wurden. Dennoch wird dieser Vierbeiner in manchen Bundesländern als sogenannter Listenhund geführt, was bedeutet, dass rassenspezifische Sonderregelungen beachtet werden müssen.

Beispiele von Sonderregelungen:

  • Leinenzwang
  • Maulkorbpflicht
  • Chippflicht
  • Versicherungspflicht
  • Haltungsverbot
  • Genehmigungspflicht
  • usw.

Durch das Bestehen eines Wesenstests kann der Hund jedoch von Maßnahmen befreit werden, die für Listenhunde vorgeschrieben sind.

Ernährung: Begleithunde brauchen eine höhere Energiezufuhr

Da Rottweiler teilweise zu Übergewicht neigen, sollte man das Futter richtig rationieren und auch Bettelattacken widerstehen können. Wichtig bei der Futterwahl des Vierbeiners ist ein moderater Energie- und Fettgehalt. Je nachdem, für was der Hund eingesetzt und wie er beansprucht wird, müssen die Futterrationen variieren. Rottweiler, die als Begleit- oder Polizeihund eingesetzt werden, brauchen somit eine höhere Energie-, also auch eine höhere Futterzufuhr als Rottweiler, die „nur“ Familienhunde sind und ihre täglichen Gassirunden gehen. Generell sollte man aber individuell auf die einzelnen Bedürfnisse des Hundes eingehen.

Eine Auswahl an Futter für Ihren Rottweiler:

Maßnahmen
Fütterung Begleit- und Polizeihunde benötigen einen höheren Energiebedarf
Für Familienhunde reicht ein weniger energietisches Futter aus
Aktivität Als Arbeitshund kann er beschützend oder bewachend eingesetzt werden
Fährtensuche, Unterordnung und Schutzdienst


Den Rottweiler regelmäßig pflegen

Der Rottweiler ist durch sein kurzes Stockhaar sehr pflegeleicht. Ein gelegentliches Bürsten des Fells reicht schon aus. Dafür ist bei ihm der Erziehungsaufwand umso höher, denn bei solch einem starken Hund ist es natürlich Voraussetzung, dass er gut erzogen ist und auf seinen Besitzer hört. Generell sollte er aber, wie jeder Hund, regelmäßig nach Auffälligkeiten abgetastet werden, zum Beispiel Zecken, Hauterkrankungen, usw. Die hängenden Ohren des Rottweilers müssen aus Sicherheitsgründen regelmäßig gesäubert werden, um Entzündungen vorzubeugen.

Rottweiler steht im Wasser
Diese Rasse ist nicht Wasserscheu und geht auch mal gerne Schwimmen.

Häufig auftretende Krankheiten dieser Rasse

HD: Wie bei allen großen und schwereren Hunderassen, kann es auch beim Rottweiler zu HD, also Hüftdysplasie, kommen. Erkennbar ist diese Krankheit an Missbildungen von Gelenkkugeln oder Gelenkpfannen im Hüftbereich des Hundes. Die Hüftgelenkdysplasie wird durch starke Belastung beziehungsweise starke Beanspruchung verstärkt. Durch einen bestimmten Test kann ein Tierarzt frühzeitig Gewissheit über diese Krankheit geben.

Herzverengung: Leider können Rottweiler im Laufe ihres Lebens an einer Herzschwäche erkranken. Bei der sogenannten Herzverengung funktionieren die Venen rund um das Herz nicht mehr vollständig, sodass der Vierbeiner schnell ermüdet, Atemnot bekommt und unter Herzrhythmusstörungen leiden kann. Grund hierfür ist, dass das Herzblut nicht mehr ordentlich zurückfließen kann. Diese Krankheit ist bei Rottweilern erblich bedingt.

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* Pflichtfeld

Das sollten Sie alles über diese Rasse wissen

  • Rottweiler werden oft wegen ihres selbstsicheren, draufgängerischen und furchtlosen Charakters als Polizei- oder Rettungshunde eingesetzt
  • Der Rotti (Abkürzung von Rottweiler) wird auf Personenschutz trainiert und arbeitet dann sehr selbstständig
  • Rottweiler wurden schon früher von den Römern zum Zusammentreiben der Viehherden genutzt
  • Er ist sehr wachsam und beschützt seine Familie bis aufs Äußerste