Stand: 26.05.2021

Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Regelungen in den verschiedenen Bundesländern. Diese können Sie HIER auf der Website der Bundesregierung finden. In diesem Ratgeber werden allgemeine Informationen und Tipps aufgezeigt.

Das Corona-Virus beeinflusst nach wie vor unser tägliches Leben. Die durch die Bundesregierung aufgestellten intensiveren Sicherheitsvorkehrungen zur Eindämmung des Virus zeigen ihre Wirkung - vielerorts sinken die Infektionszahlen. Deshalb lockern immer mehr Bundesländer die Corona-Regeln. Was das für Sie und Ihren Vierbeiner bedeuten kann, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Doch was sollten Sie als Hundebesitzer in Zeiten des Coronavirus beachten? Das Wichtigste ist, nicht in Panik zu verfallen und sich auf den Fall einer häuslichen Quarantäne vorzubereiten. Wir klären über die wichtigsten Fakten für Hundebesitzer rund um das Coronavirus auf:

  1. Kann ich meinen Hund mit dem Coronavirus anstecken oder er mich?
  2. Was mache ich mit meinem Hund, wenn ich mich in häusliche Quarantäne begeben muss?
  3. Wie kann ich meinen Hund zu Hause beschäftigen?
  4. Darf ich den Tierarzt aufsuchen, wenn mein Hund krank wird?
  5. Darf ich im Fall einer Ausgangssperre noch mit meinem Hund Gassi gehen?
  6. Das Canine Coronavirus beim Hund


1. Kann ich meinen Hund mit dem Coronavirus anstecken oder er mich?

Aktuell wird das Coronavirus erforscht. Wir halten Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden:

Das Friedrich-Loeffler-Institut berichtet nun auch in Deutschland bei einem Hund und einer Katze von einer nachgewiesenen COVID-19-Infektion. Weltweit sind rund 70 bestätigte Fälle bei Haustieren bekannt. 

Wie Sie Ihren Vierbeiner schützen können Haben Sie Sich mit COVID-19 infiziert, sollten Sie laut der Empfehlung des Friedrich-Loeffler-Instituts beim Kontakt mit Ihren Haustieren auf bestimmte Hygienemaßnahmen achten. Vermeiden Sie wenn möglich engen Kontakt, lassen Sie sich von Ihrem Haustier nicht über das Gesicht lecken und husten und niesen Sie Ihren Vierbeiner nicht direkt an.

 

Derzeit gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass Haustiere Menschen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Sie als Hundebesitzer sollten versuchen, sich selbst vor einer Ansteckung mit CoVid-19 schützen. Aktuell ist bekannt, dass das Virus hauptsächlich von Mensch zu Mensch übertragen wird. Dies erfolgt per Tröpfcheninfektion direkt oder indirekt über kontaminierte Oberflächen und Gegenstände.

Bei Hunden gibt es die bereits bekannten Caninen Coronaviren. Diese sind vor allem für Welpen und immunschwache Hunde ein Risiko. Sie als Hundebesitzer können sich nicht mit Caninen Coronaviren infizieren.


2. Coronavirus Meldepflicht bei Haustieren: Muss ich meinen Hund testen lassen?

Nach aktuellen Erkenntnissen aus der Forschung, gelten Hunde grundsätzlich als weniger empfänglich für COVID-19. Dennoch besteht eine Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren.  Für Sie als Haustierbesitzer sind die Tests von Hunden auf COVID-19 keine Pflicht. Dies macht nur Sinn, wenn einen Vierbeiner auch klinische Symptome zeigt. Nur wenn ein Hund positiv auf COVID-19 getestet wurde, muss dies den Behörden gemeldet werden.
Die Meldepflicht soll die Forschung hinsichtlich des Vorkommens und der Ausbreitung des Virus durch Tiere unterstützen.

 


3. Was mache ich mit meinem Hund, wenn ich mich in häusliche Quarantäne begeben muss?

Die Angst davor, als Hundebesitzer in häusliche Quarantäne zu kommen, existiert derzeit bei vielen. Das wichtigste ist Ruhe zu bewahren und sich auf diese mögliche Situation richtig vorzubereiten.

Schreiben Sie eine Liste mit Personen, die im Notfall als Hundesitter infrage kommen. Klären Sie die Möglichkeiten ab, ob das Gassigehen oder auch die komplette Pflege für den Hund während Ihrer Quarantäne übernommen werden kann. Am besten ist es, wenn Sie 2 - 3 Personen haben, die notfalls einspringen können.

 

Das sollten Sie und Ihr Hundesitter bei der Übergabe Ihres Hundes beachten, wenn er ihn täglich zum Gassigehen abholt:

  • Der Hundesitter sollte nicht mit dem Hund kuscheln.
  • Der Hundesitter sollte beim Anziehen des Halsbandes Einweghandschuhe tragen und wenn möglich Leine und Halsband desinfizieren.
  • Hundesitter und Hundebesitzer müssen Abstand voneinander halten.
  • Am besten findet die Übergabe im Garten oder einem Flur statt, sodass Hundebesitzer und -Halter sich nicht begegnen.

Am besten verbleiben Halsband und Leine dann beim Hundesitter, sodass Sie diese nicht mehr anfassen müssen. So schützen Sie Ihren Hundesitter vor einer möglichen indirekten Infektion mit CoVid-19.

Im Falle, dass niemand für Sie einkaufen gehen kann: Legen Sie einen Futtervorrat für Ihren Hund an, der 2 Wochen reicht. Vermeiden Sie bitte unnötige Hamsterkäufe. Sie können jederzeit bei Bedarf auch online das Futter nachbestellen. Sichern Sie die Versorgung mit Medikamenten für diesen Zeitraum ab, falls Ihr Hund regelmäßig Medikamente einnehmen muss.


4. Darf ich den Tierarzt aufsuchen, wenn mein Hund krank wird?

Eine Tierarztpraxis dürfen Sie nicht aufsuchen, wenn Sie sich in häuslicher Quarantäne befinden oder den Verdacht haben an CoVid-19 erkrankt zu sein. Damit würden sie das Risiko einer Ansteckung Ihrer Mitmenschen in Kauf nehmen. Routinemäßige Untersuchungen, wie beispielsweise der Zähne, oder Impfungen des Hundes sollten Sie in diesem Fall verschieben.

In einem Notfall bitten Sie Ihren Hundesitter mit Ihrem Hund einen Tierarzt aufzusuchen. Im Falle, dass der Hund für die Zeit Ihrer Quarantäne bei Ihrem Hundesitter wohnt, sollten Sie ihm den Impfpass des Hundes mitgeben.


5. Wie kann ich meinen Hund zu Hause beschäftigen?

Zwei Wochen Quarantäne zu Hause können ganz schön lange sein. Hier kommen Tipps, wie Sie sich auch zu Hause mit Ihrem Hund beschäftigen können. Es gibt viele Möglichkeiten zur Beschäftigung, dass Ihnen und Ihrem Vierbeiner nicht langweilig wird. Kurze Trainingseinheiten über den Tag verteilt bringen Abwechslung für Sie und Ihren Hund.

  1. Trainieren statt Faulenzen
    Sie können die Zeit nutzen und alle bereits erlernten Kommandos mit Ihrem Hund trainieren. Das geht im Alltagsstress manchmal unter. Ob Sitz, Platz, Bleib, Rolle oder Pfötchen: viele Kommandos lassen sich auch im Haus gut trainieren.
  2. Kroketten suchen
    Schnüffeln und Riechen ist für die meisten Hunde eine sehr beliebte Beschäftigung. Zusätzlich fordert es die Konzentration Ihres Hundes. Sie können die Mahlzeit des Hundes an einem anderen Platz in der Wohnung verstecken und eine Spur aus Kroketten legen. Den Schwierigkeitsgrad können Sie von Mal zu Mal steigern. Hier können Sie kreativ werden und die Schnüffelnase Ihres Vierbeiners trainieren.
    Aus einem leeren Karton können Sie eine Schnüffelbox für Ihren Vierbeiner bauen. Füllen Sie den Karton mit einfachem Zeitungspapier. Verstecken Sie Kroketten darin und lassen Sie Ihren Hund diese einzeln heraussuchen.
  3. Das bisschen Haushalt...
    Überlegen Sie sich wie Sie Ihren Hund als praktische Haushaltshilfe einsetzen können. Das Apportieren kann auch im Haus so super eingesetzt werden. Überlegen Sie sich, welche Gegenstände, neben dem Spielzeug oder der Apportiertasche, zum Apportieren im Haus geeignet sind.

Kalkulieren Sie unbedingt die Leckerlis und das Futter der Spiel- und Trainingseinheiten in die Tagesration Ihres Vierbeiners ein.

hund-hilft-im-haushalt
Hunde können super beim Aufräumen helfen


6. Darf ich im Fall einer Ausgangssperre noch mit meinem Hund Gassi gehen?

Wegen der sinkenden Infektionszahlen hat die Bundesregierung beschlossen, die Corona-Regeln für Geimpfte und Genesene zu lockern. Einige Bundesländer haben diese Regeln bereits umgesetzt. Dennoch kann eine sogenannte Notbremse dazu führen, dass wieder Ausgangssperren in bestimmten Gebieten verhängt werden. Die Einführung der Notbremse ist abhängig vom Inzidenzwert einer Region. Informieren Sie sich deshalb regelmäßig.

Laut Tierschutzbund haben Tiere in Deutschland eine Sonderstellung. Demnach muss die Erfüllung der Grundbedürfnisse, wie beispielsweise auch der Auslauf zu jederzeit zum Wohle des Hundes sichergestellt werden.

Sie müssen keine Angst davor haben, dass Ihr Hund mit Inkrafttreten einer Ausgangssperre keinen Auslauf mehr bekommt. 

Verbindliche Informationen und Regelungen werden bei der Anordnung einer Ausgangssperre von dem zuständigen Gesundheitsamt bekanntgegeben.

Hund-Gassigehen
Täglicher Auslauf gehört zu den Grundbedürfnissen des Hundes


 

7. Das Canine Coronavirus beim Hund

Eine Infektion mit dem Caninen Coronavirus ist eine hochansteckende Erkrankung im Darm des Hundes. Die Krankheit ist auf der ganzen Welt verbreitet und betrifft ganz speziell nur Hunde. Oftmals verläuft die Krankheit sehr mild. Tritt die Infektion in Verbindung mit einer Parvovirus-Infektion auf oder trifft es immunschwache Hunde, kann die Krankheit schwerere Verläufe nehmen. Vor allem betroffen sind hier Hunde im Welpenalter.

Das Canine Coronavirus kann über den Kot eines infizierten Hundes auf Ihren Hund übertragen werden. Die Krankheitssymptome bei erwachsenen Hunden sind Durchfall und Erbrechen. Welpen sind durch langwierigen Durchfall oft dehydriert. Letztendlich können darauffolgende Dünndarm-Entzündungen bei infizierten Welpen zum Tod führen.

Das Canine Coronavirus unterscheidet sich zum Coronavirus CoVid-19.