Die mittelgroßen Weißen Schäferhunde sehen nicht nur elegant aus, sie sind auch die perfekten Familienhunde und Begleiter für aktive Menschen. Diese Rasse ist sehr lernwillig und arbeitet gern mit ihren Menschen zusammen. Wie Sie Ihren Schweizer Schäferhund Welpen am besten erziehen, beschäftigen und gesund halten, erfahren Sie in unserem Rasseportrait zum Berger Blanc Suisse.


Rasseportrait

  • Herkunft: Schweiz
  • Körpergröße: Rüden ca. 58 bis 66 cm, Hündinnen ca. 53 bis 61 cm
  • Gewicht: Rüden ca. 30 bis 40 kg, Hündinnen ca. 25 bis 35 kg
  • Farbe: weiß
  • Lebenserwartung: ca. 12 Jahre
  • Charakter: intelligent, lernfreudig, aktiv, wachsam, hohe Sozialkompetenz
  • Erziehung und Haltung: pflegeleicht, leicht erziehbar, Arbeitshund


Die Herkunft des Schweizer Schäferhundes

Wie sein Name schon verrät, ist der Weiße Schweizer Schäferhund ursprünglich in der Schweiz zu Hause. Er ist ein direkter Abkömmling des Deutschen Schäferhundes und hat daher seine Wurzeln in derselben Herkunft wie sein deutscher Verwandter. Bei diesem kam es häufiger zu weißen Welpen, was durch die Abstammung von Herdenschutzhunden zu erklären ist.

Ab 1933 wurde die weiße Fellfarbe jedoch aus dem Rassestandard des Deutschen Schäferhundes gestrichen.  Sie wurde irrtümlich mit dem Auftreten von Erbkrankheiten verbunden, wie es bei vielen Hunde- und Katzenrassen der Fall ist. Im Falle des Schweizer Schäferhundes ist es jedoch eine gesunde weiße Farbe, die auch bei seinem deutschen Vertreter immer wieder auftrat.

Die Schweizerische Kynologische Gesellschaft beschäftige sich ab Ende der 1960er Jahre mit der Entwicklung einer eigenen Zuchtlinie. Es wurden weiße Schäferhunde aus Amerika und Kanada importiert, um einen gesunden Zuchtstamm zu erhalten. Und so wurde im Juni 1991 der Berger Blanc Suisse offiziell in das schweizerische Hundestammbuch aufgenommen und zu einer eigenen Rasse erklärt. Anfang 2003 wurde die Rasse vorläufig vom FCI international anerkannt und die endgültige Eintragung erfolgte am 4. Juli 2011.

Weißer Schäferhund rennt über eine Wiese
Der Weiße Schweizer Schäferhund ist ein hoch sozialer und freundlicher Hund, der viel Bewegung braucht.


Aussehen und Merkmale eines Weißen Schweizer Schäferhundes

Als Abkömmling des Deutschen Schäferhundes sieht man dem Berger Blanc Suisse seine Abstammung sofort an. Er besitzt die typische mittelgroße, kräftige Statur eines Schäferhundes und auch die stehenden Ohren sind ein Markenzeichen.

Das Fell kann stock- oder langhaarig sein, die Farbe ist jedoch immer weiß. Die Augenfarbe ist braun bis dunkelbraun mit schwarzen Lidrändern und einer schwarzen Nase. Es handelt sich also nicht um einen Albino. Das Fell liegt dicht an und besitzt viel Unterwolle, sowie lange Deckhaare. Beide Varianten sind im Rassestandard so festgehalten. Um einen gesunden Genpool der Rasse zu gewährleisten, dürfen stock- und langhaarige Weiße Schäferhunde auch miteinander verpaart werden.

Im Gegensatz zu seinem deutschen Verwandten hat der Schweizer Schäferhund keine steil abfallende Rückenlinie. Diese ist im Rassestandard sogar als eindeutiger Makel aufgeführt. Demnach sind die Schweizer Schäferhunde auch seltener von Rassekrankheiten wie z.B. Hüftdysplasie betroffen. Auftreten kann sie jedoch trotzdem.

 


Charakter und Wesen

Weiße Schweizer Schäferhunde sind aktive und sehr aufmerksame Begleit-, Arbeits- und Familienhunde, die gern mit ihren Menschen zusammenarbeiten. Ähnlich wie ihre deutschen Verwandten sind auch die Schweizer robust, leistungsfähig und vielseitig. Sie lernen schnell, sind anpassungsfähig und verfügen über eine hohe soziale Kompetenz. Vorausgesetzt sie werden als Welpe und Junghund ordentlich sozialisiert.

An ihre Menschen binden sich Schweizer Schäferhunde stark. Sie sind in der Regel sehr mutige Hunde, wachsam, aber nicht generell aggressiv. Die hohe Arbeitsmotivation und die enorme Leistungsfähigkeit setzen voraus, dass der Schweizer Schäferhund eine artgerechte Auslastung braucht. Er fühlt sich in verschiedenen Hundesportarten, als Rettungshund oder ähnlichen professionellen oder sportlichen Aufgaben am wohlsten.

Auch für Familien mit Kindern eignet sich der Weiße Schäferhund sehr gut, vorausgesetzt er wird als Ausgleich artgerecht beschäftigt. Auch anspruchsvolle Aufgaben meistert er mit Begeisterung. Dabei ist sein Temperament sehr ausgeglichen, er lässt sich gut führen und hat eine hohe Reizschwelle.

Weißer schweizer Schäferhund liegt auf einer Wiese
Der Weiße Schweizer Schäferhund ähnelt dem Deutschen Schäferhund sehr.


Erziehung, Beschäftigung und Auslastung

Bevor Sie einen Schweizer Schäferhund adoptieren sollten Sie sich Gedanken darüber machen, ob Sie ihn geistig und körperlich auslasten können. Auch wenn er ein sehr gelehriger und freundlicher Hund ist, kann ein wenig Hundeerfahrung nicht schaden. Aber auch Anfänger können in ihm einen wundervollen Begleiter finden, wenn sie Hundeverstand und ein Gespür für seine Bedürfnisse mitbringen.

Der Weiße Schäferhund ist nichts für Couch Potatoes. Wenn Sie ein aktiver Mensch sind, der sich gern körperlich betätigt und viel in der Natur unterwegs ist, eignet sich diese Rasse für Sie sehr gut. Bei ausreichender Auslastung ist er auch ein perfekter Familienhund, der sich sehr gut in das Familienleben einfügt.

Die Rasse ist sehr intelligent, lernt schnell und arbeitet gern. Mit der passenden Motivation und einem ruhigen, freundlichen Umgangston können Sie eine einmalige Bindung zu Ihrem Hund aufbauen. Er wird dann alles daransetzen, Ihnen die Wünsche von den Augen abzulesen.


Gesunde Ernährung

Generell stellt der Schweizer Schäferhund keine besonderen Bedürfnisse an seine Ernährung. Natürlich sollten Sie, wie bei jeder anderen Rasse auch, auf hochwertiges Futter achten. Es kann bei älteren Hunden ratsam sein, ein Futter zu wählen, das besonders Knochen und Gelenke unterstützt. Führen Sie Ihren Hund sportlich sollten Sie darauf achten, dass er einen erhöhten Energiebedarf hat, der über das Futter gedeckt werden muss.


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Pflege, Gesundheit & Erbkrankheiten dieser Hunderasse

Das Fell des Schweizer Schäferhundes ist sehr pflegeleicht. Bis auf die Zeit des Fellwechsels muss man es nur bei Bedarf kmmen. Im Fellwechsel sollten Sie Ihren Vierbeiner jedoch regelmäßig bürsten, da durch die Fülle an Unterwolle auch viel Fell ausgebürstet werden muss. Darüber hinaus ist es eine sehr pflegeleichte und robuste Hunderasse.

Doch auch bei dieser Rasse können einige Erbkrankheiten überdurchschnittlich häufig auftreten. Dazu gehören:

  • Hüftdysplasie
  • Augenerkrankungen
  • MDR1 Gendeffekt
  • Magaline Hyperthermie

Suchen Sie sich einen seriösen Züchter, der auf einen gesunden Körperbau achtet und nur Elterntiere miteinander verpaart, die keine rassespezifischen Erbkrankheiten weitergeben. Bei einer stark abfallenden Rückenlinie und einer extrem angewinkelten Hinterhand sollten Sie vom Kauf eines Welpen absehen. 


Fazit

Der Weiße Schweizer Schäferhund ist der perfekte Begleiter für aktive Familien und Menschen, die sich gern Hundesport machen möchten. Sie sollten über etwas Hundeverstand verfügen, werden es aber in der Regel einfach haben, Ihren Berger Blanc Suisse gut zu erziehen und zu sozialisieren. Mit einem Welpen einer verantwortungsvollen Zucht werden Sie lange Freude haben.