Für Hundehalter ist die Verdauung ihres vierbeinigen Freundes ein wichtiges Thema, weil sie ein Indikator für seine Gesundheit ist. Daher führt nicht nur Durchfall dazu, dass Herrchen oder Frauchen beunruhigt sind, sondern auch das Gegenteil. Wenn Ihr Hund Verstopfung hat, ist dies zwar nicht generell ein Grund zum Tierarzt zu gehen, trotzdem sollten Sie dies in jedem Fall beobachten.

Wichtig Hat Ihr Hund über einen längeren Zeitraum hinweg Verstopfung, sollten Sie medizinischen Rat einholen. Wird ein chronisches Verdauungsproblem nicht behandelt, kann es zu bleibenden Schäden wie beispielsweise einer Überdehnung des Dickdarms (Megakolon) kommen.


Ab wann spricht man von einer Verstopfung beim Hund?

Wenn Sie beim Spaziergang beobachten, dass sich Ihr vierbeiniger Freund mehrfach in die typische Hockstellung begibt, ohne dass er Kot absetzt, hat er eine Verstopfung. Möglich ist mitunter, dass eine kleine Menge herauskommt, diese ist aber sehr trocken und hart. Manchmal zeigt sich auch ein sogenannter Pseudodurchfall, über den Schleim und Blut ausgeschieden werden.

Solange die Verdauungsstörung nur vorübergehend ist und von selbst wieder verschwindet, ist kein Tierarztbesuch notwendig. Bleiben die Verdauungsschwierigkeiten bestehen, kann dies jedoch zu bleibenden Schäden führen. Suchen Sie also im Zweifel immer einen Tierarzt auf.

Info - gesunder Stuhlgang beim Hund Als Faustregel können Sie sich merken, dass ein Hund durchschnittlich ein- bis zweimal täglich Kot absetzt. Wenn Sie Ihren Hund drei Tage genau beobachten, sollte der Hund in den drei Tagen mind. drei Mal Kot abgesetzt haben.


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Eine Verstopfung kann auch durch dauerhafte Schmerzen verursacht sein, die der Hund beim Absetzen des Kots hat. Daraus kann sich wiederum ein ungünstiger Kreislauf ergeben: Je länger der Kotabgang hinausgezögert wird, desto schmerzhafter wird er. Dies liegt daran, dass dem Kot immer mehr Wasser entzogen und dieser daher immer trockener wird. Zudem sammelt sich weiterer Kot, der die Verstopfung weiter begünstigt. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund stets ausreichend Wasser zur Verfügung hat und ein gut verdauliches Futter bekommt.


Was sind mögliche Gründe für Verstopfungen?

Eine akute Verstopfung ist in der Regel darauf zurückzuführen, dass der Hund das Falsche gefressen hat. Darüber hinaus kann eine falsche Ernährung ebenso wie ein Bewegungsmangel dazu führen, dass der Hund Verstopfung hat. Ist der Hund wenig agil, wird auch sein Darm träge und die verdaute Nahrung kann nicht optimal weitertransportiert werden. Sie staut sich daraufhin im Dickdarm an und wird dort immer fester. 

Hund rennt auf Weg
Es kann bereits ausreichen, wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner länger Gassi gehen oder ihm Zeit zum Herumtoben geben oder ihn dazu animieren.

Doch nicht immer ist die Verdauungsstörung auf einen harmloseren Grund zurückzuführen. Schwerwiegendere Krankheiten können dies ebenso verursachen.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Schilddrüsenerkrankung
  • Tumor am Darm
  • Tumor in der Afterregion
  • Prostatavergrößerung

Des Weiteren sind seelische Probleme und bestimmte Medikamente wie Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie Antiallergika mögliche Ursachen dafür, dass Ihr Hund unter Verstopfung leidet. Ebenfalls ist es sehr ernst, wenn Ihre Fellnase einen größeren Fremdkörper verschluckt hat. Dies kann zu einem Darmverschluss führen, der in den meisten Fällen eine Operation unumgänglich macht.

 

Da verschiedenste Ursachen in Frage kommen können, ist es wichtig, dass Sie im Auge behalten, ob sich Ihr vierbeingier Freund anders oder komisch verhält. Dies ist in der Regel ein Hinweis darauf, dass er sich nicht wohlfühlt oder sogar Schmerzen hat. Achten Sie außerdem unbedingt auf weitere Krankheitssymptome

Dazu gehören:

  • Blähungen
  • Teilweise Koliken
  • Bauchschmerzen
  • „Schlittenfahren“ (mit dem Hinterteil über den Boden rutschen; ein typisches Anzeichen für eine Analdrüsenentzündung)
  • Appetitlosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Erbrechen

Werden schwerwiegende Ursachen rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die erforderlichen Behandlungsmethoden umso erfolgreicher.


Tipps, wie Sie die Verdauung Ihres Hundes unterstützen können

  • Hunde brauchen Ruhe, wenn sie ihr Geschäft verrichten. 
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung hat.
Hund der trinkt
Sorgen Sie dafür, dass Ihre Fellnase immer ausreichend trinkt und stellen Sie ihr genug frisches Wasser bereit. Dies ist extrem wichtig, wenn sie primär Trockenfutter frisst.

  • Allgemein besteht bei der Verfütterung von Knochen die Gefahr von Verstopfung und sogenannter Knochenkot. 
  • Leidet Ihr Hund unter akuter Verstopfung, können Sie ihm etwas Milch unters Futter mischen. Leinsamen und Kleie sind ebenfalls geeignet, weil diese dazu dienen, den Kot im Darm aufzuweichen. Dadurch kann er leichter ausgeschieden werden. 
  • Möchten Sie etwas gegen die Verstopfung bei Ihrem Hund tun, können Sie auch milde Abführmittel wie Laktose oder Flohsamenschalen einsetzen. Sind Sie sich unsicher, empfiehlt es sich immer, dass Sie sich zuvor mit einem Tierarzt besprechen. 
  • Eine ballaststoffreiche Ernährung, die über einen hohen Rohfasergehalt verfügt, ist ebenfalls wichtig. Hintergrund ist, dass Ballaststoffe Wasser binden und so den Kot weicher und gleitfähiger machen. Zudem vergrößern sie den Darminhalt und sorgen für eine bessere Darmtätigkeit. Kaufen Sie daher ein hochwertiges Hundefutter, das auf die Bedürfnisse von Hunden optimal abgestimmt ist.
 

Leicht verdauliches Futter für Ihren sensiblen Vierbeiner:

 
  • Achten Sie auf ausreichend Bewegung. Lange Spaziergänge bieten Ihrer Fellnase genügend Möglichkeiten, um in Ruhe Kot abzusetzen.
  • Artgerechter Hundesport kann ebenfalls die Verdauungstätigkeit fördern. 
  • Leidet Ihr vierbeiniger Freund unter Übergewicht, tut es nicht nur seiner Verdauung gut, wenn er Gewicht verliert. Eine Unterstützung kann neben mehr Bewegung ein Diätfutter für Hunde sein. Dieses Spezialfutter ist energiereduziert und verfügt gleichzeitig über eine optimale Nährstoffabstimmung, sodass Ihr Hund trotz Diät perfekt versorgt ist. 
  • Sind gesundheitliche Probleme (z.B. Rheuma, Arthrose, Hüftprobleme) für den Bewegungsmangel verantwortlich, sollten Sie mit Ihrem Hund ein spezielles Training absolvieren, um eine Verstopfung vorzubeugen. 
  • Ist Ihr vierbeiniger Freund sensibel, kann sich Ihre Gemütslage auf ihn auswirken. Gehen Sie daher nicht unter Zeitdruck nur eine kurze Runde mit ihm spazieren. Dies kann dazu führen, dass er sich nicht in Ruhe lösen kann.
  • Schlagen Ihrem Hund Veränderungen (z.B. ein anderer Tagesablauf, fremde Umgebung) auf den Magen und auf seine Verdauung, sollten Sie ihn langsam und vorsichtig an diese gewöhnen. 
  • Sorgen Sie für eine ausreichende Fellpflege. Vor allem bei langhaarigen Hunden kann es ansonsten passieren, dass der After nicht sauber ist und die Tiere es schwerer haben, Kot abzusetzen.

Bewegung, Fellpflege und ein hochwertiges Hundefutter bilden die Basis, um Verstopfung bei Hunden vorzubeugen. Sollte trotzdem eine Verdauungsstörung auftreten, ist es ratsam von einem Tierarzt die Ursache abklären zu lassen. Dies kann die Gesundheit Ihres vierbeinigen Freundes erhalten.