Die Katze nach der Geburt: Das solltest Du wissen
Die Geburt süßer Kitten und die Zeit danach sind jedes Mal ein ganz besonderes Ereignis. Deine Katze hat Babys bekommen und Du fragst Dich, wie es nun weitergeht? In unserem Ratgeber haben wir Dir alles Wichtige für die Zeit danach gesammelt. Wie kannst Du Deine Katze nun unterstützen? Wie verhält sie sich in dieser Phase? Welches Futter fressen Katzen nach der Geburt? Und was gibt es bezüglich Nachgeburt oder Blutungen zu beachten?
Wie verhalten sich Katzen nach der Geburt?
Eine Geburt ist anstrengend: Sie kann bei Katzen zwischen zwei bis sechs Stunden dauern und die Wehen können teils sehr schmerzhaft sein. Trotzdem muss die Katzenmama nach der Geburt direkt für ihre Kleinen verfügbar sein und sich um sie kümmern. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn sich Katzen nach der Geburt etwas anders als sonst verhalten.
Eine Katzenmutter bleibt nach der Geburt immer sehr nah bei ihren Kitten. Schließlich sind die Kleinen auf Schutz und Futter angewiesen und kommen noch nicht allein zurecht.
Und ja, bevor Du fragst: Du kannst Deine Katze dabei unterstützen. Achte während des „Umzugs“ darauf, dass alle Kätzchen dabei sind und keines vergessen wird.
Erschrick nicht: Katzenmütter fressen den Kot und Urin ihrer Jungen so lange, bis die Kätzchen ihre Ausscheidungen selbst kontrollieren können. Das ist in der Regel etwa in der dritten Lebenswoche der Fall.
Wenn unklar ist, wieso Deine Katze unruhig ist oder miaut, solltest Du im Zweifel den Tierarzt oder die Tierärztin rufen. Auch wenn Du merkst, dass sich die Katzenmutter um eines der Katzenbabys nicht mehr richtig kümmert, solltest Du dort Bescheid geben.
Katzen sind sehr darauf bedacht, ihren Nachwuchs zu schützen. Ist Deine Katze nach der Geburt aggressiv, hat sie meist einen sehr stark ausgeprägten Mutterinstinkt. Um sowohl Mutter als auch Kitten nicht zu sehr zu stressen, solltest Du dafür sorgen, dass ihnen niemand zu nahekommt und sie viel Ruhe bekommen.
Das aggressive Verhalten kann sich neben Menschen auch auf andere Tiere beziehen. Ist das der Fall, achte darauf, dass die Katze nach der Geburt mit ihren Jungen in einem eigenen Raum untergebracht ist. So bekommt die junge Familie die nötige Ruhe.

Eine Katze kann bereits zwei bis drei Wochen nach der Geburt wieder rollig werden. Möchtest Du nicht, dass die Katze so kurz nach der Geburt wieder trächtig wird, solltest Du sie entsprechend von Katern fernhalten.
Aus diesem Grund solltest Du auch gut überlegen, ob Du die Katze nach der Geburt nach draußen lässt. Zwar entfernen sich Katzenmütter meist nur für kurze Zeit von ihrem Nachwuchs – trotzdem können ein paar Minuten reichen, um gedeckt zu werden. Zudem könnten durch den Freigang unerwünschte Keime an die Kätzchen gelangen oder der Katze etwas zustoßen.
Nachgeburt der Katze: Was gibt es zu beachten?
Wie bei den Menschen gibt es auch bei Katzen Nachgeburten. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es pro Neugeborenem eine Nachgeburt gibt. Sind es in dem Wurf sieben Kätzchen, sollten entsprechend auch sieben Nachgeburten kommen.
Die Nachgeburten scheidet die Katze in der Regel innerhalb von zwei Stunden nach der Geburt aus. Wichtig ist, dass Du das im Auge behältst und sowohl Kitten als auch Plazentas zählst. Achte außerdem auf die Farbe der Nachgeburt. Sie sollte Rot oder Rosa sein.
Sollte es Komplikationen geben, kann es passieren, dass weniger Nachgeburten ausgeschieden werden als Kätzchen. Ist dies der Fall, sollten Sie den Tierarzt oder die Tierärztin informieren. Denn kann die Katzenmutter eine Plazenta nicht ausscheiden, ist dies nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu gefährlichen Entzündungen führen.
Katzen fressen die Nachgeburt in der Regel instinktiv auf. Dieser Vorgang ist vollkommen normal und nötig. Denn dadurch wird das Hormon Oxytocin freigesetzt und die Produktion der Muttermilch unterstützt.

Haben Katzen Blutungen nach der Geburt?
Nach der Geburt befinden sich in der Gebärmutter noch Schleimreste und Blut. Damit die Gebärmutter sich wieder regenerieren kann, müssen diese Reste ausgeschieden werden. Aus diesem Grund ist eine Nachblutung der Katze nach der Geburt vollkommen normal.
Wichtig ist jedoch, dass Du darauf achtest, ob die Nachblutung aus altem oder frischem Blut besteht. Denn frisches Blut könnte auf eine Verletzung hinweisen.
Auch die Menge und die Dauer der Nachblutung spielen eine Rolle. Solange die Nachblutung der Katze nach der Geburt lediglich aus einigen Tropfen besteht und nur für ein paar Tage anhält, ist alles im grünen Bereich.
Den Tierarzt oder die Tierärztin solltest Du rufen, wenn die Katze nach der Geburt Ausfluss hat und
- sie dabei größere Mengen Blut verliert oder
- die Nachblutung mehr als drei, vier Tage anhält oder
- der Ausfluss eine komische Farbe hat oder
- der Ausfluss übel riecht.
Kann man die Katze nach der Geburt baden?
Katzen säubern sich in der Regel selbst – auch nach der Geburt. Da das Tier nach der Entbindung jedoch meist etwas geschwächt ist, kann es sein, dass auch ein paar Tage später noch Blutreste oder ähnliches im Fell hängen.
Was sollte eine Katze nach der Geburt fressen?
Eine Katzenmama hat nach der Geburt einen ähnlich hohen Energie- und Nährstoffbedarf wie während ihrer Trächtigkeit. Sie sollte also auch nach der Geburt zunächst spezielles Futter für Kitten wie beispielsweise Josera Kitten oder Josera Kitten grainfree bekommen.
Eine Katzenmutter, die mehr als vier Kitten säugen muss, benötigt in der Regel mindestens 2,5-mal mehr Energie und Nährstoffe, als normalerweise. Welche Menge speziell für Deine Katzen sinnvoll ist, kannst Du auch Deinen Tierarzt oder Tierärztin fragen.
Es kann sich auch anbieten, dass Du Deine Katze während der Säugezeit ad libitum fütterst. Das heißt, dass der Napf zu jeder Zeit gut mit Futter gefüllt ist. So kann die Katzenmama so viel fressen, wie sie möchte. Das ist gerade dann sinnvoll, wenn die Katze nach der Geburt abgemagert ist.
Um sicherzugehen, dass das Tier weder zu viel noch zu wenig frisst, solltest Du die sie regelmäßig wiegen. Eine Katze verliert nach der Geburt maximal die Hälfte des Gewichts, das sie während der Schwangerschaft zugelegt hat. Diese Reserven braucht sie in der Regel während des Säugens auf, sodass sie am Tag des Absetzens meist wieder ihr Idealgewicht erreicht hat.
So stellst Du das Futter der Katze nach der Geburt um
Spätestens wenn die Kätzchen nicht mehr von der Mutter gesäugt werden, kannst Du das Futter der Katze wieder umstellen. Etwa drei bis vier Wochen nach der Geburt fangen die Kitten an, sich für festes Futter zu interessieren. Es ist jedoch ratsam, die Futterumstellung der Mutter schrittweise vorzunehmen, um sie wieder an die neue Zusammensetzung zu gewöhnen.
Ob Du Deiner Katze das gleiche Futter wie vor der Trächtigkeit fütterst oder auf ein spezielles Erwachsenenfutter umstellst, kannst Du selbst entscheiden. Wichtig ist, dass Dein Tier die Ernährung verträgt.
Fazit: Darauf ist bei Katzen nach der Geburt zu achten
Jede Geburt ist einmalig. Doch auf was Du bei Deiner Katze nach der Geburt achten solltest, ist immer gleich. Wichtig ist, dass Du ein Auge auf sie hast und sofort den Tierarzt oder die Tierärztin zu Rate ziehst, wenn die Katze sehr unruhig ist, zu wenig frisst oder frisches Blut ausscheidet. So bist Du auf der sicheren Seite, dass die neuen Kätzchen gut aufwachsen und die Katzenmama sich nach der Geburt wieder vollständig erholt.





