Ihre Katze ist sonst stubenrein, doch plötzlich pinkelt sie ins Bett? Es gibt dafür sicherlich eine plausible Erklärung. Denn obwohl unsere lieben Stubentiger ihren eigenen Kopf haben und diesen durchsetzen möchten, sind sie sehr sensible Tiere. Psychische Probleme durch Veränderungen in der Umgebung oder anders ausgelöster Stress können dazu führen, dass die Samtpfoten Ihr Verhalten ändern. Die eine Katze macht ins Bett, eine andere pinkelt auf den Teppich. Auch körperliche Erkrankungen bedingen manchmal dieses Verhalten. Welche Ursachen gibt es und was können Sie dagegen tun?


Katze pinkelt ins Bett – körperliche Ursachen
Wenn Ihre Katze ins Bett pinkelt, kann das Nierenprobleme, Demenz oder andere Erkrankungen bedeuten.

Wieso pinkelt die Katze ins Bett oder auf die Decke?

Wenn Ihre Katze ins Bett macht, statt auf ihr Katzenklo zu gehen, sollten Sie genauer hinsehen. Hat sich in letzter Zeit etwas im Leben des Stubentigers verändert? Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Pullert die Katze nur ins Bett oder auch an andere Stellen?
  • Ist das Katzenklo immer sauber?
  • Verhält sich das Tier in letzter Zeit anders?
  • Zeigt es Schmerz-Symptome?


Ursachen für das Pinkelproblem mit dem Tierarzt besprechen

Das auffällige Verhalten kann sehr vielfältige Ursachen haben. Körperliche oder psychische Probleme können Auslöser dafür sein, dass Ihre Katze ins Bett pinkelt. Welche das genau sind, klärt spätestens ein Besuch in der Tierarztpraxis. Der Tierarzt untersucht das Tier gründlich und hilft Ihnen dabei, die Situation zu analysieren. Sicher ist aber: Es gibt immer einen Grund für die Unsauberkeit bei Katzen. Das Tier will Sie weder ärgern noch hat es verlernt, auf die Katzentoilette zu gehen.

 


Urinieren im Bett kann körperliche Ursachen haben

Wenn es Ihrer Katze gesundheitlich nicht gut geht, ist sie möglicherweise verunsichert. Oft zieht sie sich an einen vertrauten Ort zurück. Das ist in vielen Fällen Ihr Bett, da es stark nach Ihnen riecht. Vielleicht schafft es Ihre Katze aber auch nicht rechtzeitig auf die Toilette, weil sie aufgrund einer Erkrankung viel trinkt.

Mögliche körperliche Gründe sind:

  • erhöhte Flüssigkeitsaufnahme
  • Inkontinenz aufgrund von Alter, Demenz oder Krankheiten
  • Blasenentzündung
  • Harnkristalle
  • Nierenprobleme

Ein Tierarzt kann die genauen Hintergründe ermitteln und Ihren Liebling medikamentös behandeln, wenn die Erkrankung das erfordert. Leidet das Tier unter Harnkristallen, empfiehlt er vielleicht eine Futterumstellung. Geht es der Katze gesundheitlich besser, wird sie bald nicht mehr ins Bett machen.


Katze macht ins Bett – psychische Ursachen
Auf psychische Probleme und Stress reagieren Katzen oft ungewöhnlich und pinkeln ins Bett, auf die Couch oder Decke .

Psychische Gründe bei Bettpinklern

Ihre Katze ist völlig gesund und normalerweise stubenrein, pinkelt aber trotzdem ins Bett? Dann ist sie vielleicht gestresst, hat Angst oder ist mit einigen Veränderungen in ihrem Leben nicht einverstanden. Sie könnte beispielsweise eifersüchtig auf ein weiteres tierisches oder menschliches Familienmitglied sein. Umzüge oder neue Möbel sind ebenfalls mögliche Auslöser, denn eine Katze reagiert darauf sensibel. Meist ist die Ursache in solchen Fällen schnell gefunden. Zwar können Sie nicht Ihr ganzes Leben nach dem Tier ausrichten, aber Sie können mit ein paar Dingen dessen Stress reduzieren. Dann wird Ihre Katze hoffentlich bald nicht mehr auf die Bettdecke pinkeln.


Protestpinkeln bei unsauberer Katzentoilette

Manchmal sind die Gründe für das Pinkeln im Bett einer trivialen Natur. Da die Katzen äußerst reinliche Tiere sind, brauchen sie eine hygienisch einwandfreie Katzentoilette. Es gibt unter den Stubentigern auch solche Ästheten, die das Klo nur einmal aufsuchen. Nach ihrem erledigten Geschäft erwarten, dass die Einstreu ausgetauscht wird. Oder sie mögen nicht das neue Katzenstreu nicht, das Sie seit kurzem verwenden. Achten Sie bei einem solchen Feingeist, dass die Katzentoilette immer sauber ist oder stellen Sie eine zusätzliche dazu.

Ursache Beschreibung Handlungsempfehlungen
Neue Einrichtung Eine Katze ist ein Gewohnheitstier. Sie ist oft nicht mit umgestellten Möbeln, einem neuen Sofa oder einem Kratzbaum einverstanden, der plötzlich in der anderen Zimmerecke steht. In der Folge macht sie ins Bett, da sie sich Ihnen dort am nächsten fühlt Nicht alle Katzen reagieren so drastisch, wenn Sie Ihre Inneneinrichtung ändern. Zudem können Sie einiges tun, um dem Tier die Veränderungen  leichter zu machen: Legen Sie bekannte Decken oder Kissen auf die neuen Möbel. Die Katze fühlt sich wohler, wenn sie von vertrauten Gerüchen umgeben ist. Einen Kratzbaum können Sie mit Catnip-Duft besprühen. Das regt Ihren Liebling zum Spielen an und macht das Gerät interessant.
Katzentoilette Wenn die Katze unzufrieden mit ihrem Klo ist, sucht sie sich möglicherweise eine Alternative, wo sie sich wohler fühlt. Haben Sie ein neues Katzenklo gekauft, es umgestellt oder das Einstreu gewechselt? Eine Katze möchte meist in gewohnter Umgebung und mit den üblichen Gerüchen aufs Klo gehen. Entfernen Sie außerdem regelmäßig den Kot, denn eine Katze legt Wert auf Reinlichkeit.
Ein neuer tierischer Mitbewohner Sie haben sich eine weitere Katze, einen Hund oder ein anderes Haustier zugelegt, das Ihre Samtpfote noch nicht kennt? Dann kann es sein, dass sie aufs Bett pinkelt, weil es dort nach Ihnen riecht. Sie möchte sich bemerkbar machen oder ihr Revier markieren. Ihre Katze braucht Zeit, um sich an den neuen Mitbewohner zu gewöhnen und ihn kennenzulernen. Wird sie aggressiv und treten in dieser Zeit vermehrt Konflikte auf, können Sie einen fachkundigen Tiertrainer um Hilfe bitten.
Veränderungen in Ihrem Leben Dem hochsensiblen Tier fällt auf, wenn sich in Ihrem Leben etwas verändert. Haben Sie einen neuen Lebenspartner oder einen zeitintensiven Job? Solche und ähnliche Gegebenheiten können dazu führen, dass Sie weniger Zeit mit Ihrer Katze verbringen können. Das merkt sie schnell und reagiert darauf. Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihrer Katze zu schmusen und zu spielen. Auch wenn Sie gerade geschäftlich eingespannt oder gestresst sind. Das tut nicht nur Ihrem Stubentiger, sondern auch Ihnen gut.
Umzug Stress kann beispielsweise durch einen Umzug ausgelöst werden: Viel Aufruhr, Änderungen in der Wohnung und schließlich eine ganz neue Umgebung. Versuchen Sie trotzdem genügend Zeit mit Ihrem tierischen Liebling zu verbringen. Außerdem sollte sich die Katze im neuen Heim in Ruhe umschauen können.


Katze uriniert ins Bett – wie abgewöhnen?
Es gibt eine Reihe von Tipps und Tricks, wie Sie Ihrer Katzen abgewöhnen, ins Bett zu urinieren.

Sieben Tipps, wie Sie Ihrer Katze das Pinkeln ins Bett abgewöhnen

Wenn Sie eine körperliche Ursache ausgeschlossen haben, gibt es einige Tipps, um Ihrer Katze das Pinkeln ins Bett abgewöhnen zu können.

  1. Bachblüten oder ätherische Öle
    Ist Ihre Katze besonders nervös oder ängstlich? Dann helfen möglicherweise Bachblüten oder ätherische Öle. Diese naturheilkundlichen Mittel können Sie anwenden, wenn Ihre Samtpfote stressbedingt unsauber ist. Obwohl keine Wechselwirkungen mit Medikamenten bekannt sind, sollten Sie das im Vorfeld am besten mit einem Veterinär absprechen.
  2. Gemeinsame Zeit
    Selbst wenn es manchmal nicht so scheint, Sie sind eine wesentliche Bezugsperson für Ihre Katze. Sie braucht Liebe, Zuneigung und Streicheleinheiten. Nehmen Sie sich Zeit für Ihren Stubentiger, selbst – oder besonders dann – wenn sich Ihre Lebensumstände ändern.
  3. Sauberkeit
    Halten Sie das Katzenklo sauber.
  4. Kastration
    Lassen Sie Ihren Kater kastrieren. Dann markiert er in der Regel nicht mehr.
  5. Futternapf umziehen
    Sie können versuchen, den Futternapf in die Nähe Ihres Bettes zu stellen. Eine Katze möchte in der Regel nicht dort urinieren, wo sie isst, und umgekehrt.
  6. Schutzdecke
    Sie sollten Ihrer Katze nicht plötzlich den Zugang zum Schlafzimmer verwehren. Eventuell miaut sie dann laut oder kratzt an der Tür. Allerdings können Sie Ihr Bett mit einem Überwurf schützen. Eine Rettungsdecke knistert besonders, was viele Tiere abschreckt.
  7. Katzenflüsterer
    Wenn Ihre Samtpfote trotz aller Mühen weiterhin unsauber ist, können Sie sich an einen Experten wenden. Ein Tiertrainer oder ein Katzenpsychologe können in vielen Fällen weiterhelfen.

ACHTUNG! Wenn Ihre Katze ins Bett pinkelt, sollten Sie weder mit ihr schimpfen noch sie körperlich bestrafen oder ihre Nase in die Pfütze stecken. Ein solches Verhalten kann die Situation sogar verschlimmern!


Katze hat ins Bett gemacht – was tun mit dem Malheur?

Katzenurin stinkt penetrant und hartnäckig. Zudem pinkeln Katzen gerne wieder an die gleiche Stelle, wenn Sie den Fleck nicht vollständig entfernen.

Wie gehen Sie am besten vor?

  1. Zunächst sollten Sie alle Flecken identifizieren. Eingetrocknete kleine Mengen Urin kann oft nur die Katze selbst wahrnehmen, da der Geruch für menschliche Nasen zu schwach ist. Eine Schwarzlichtlampe verschafft Ihnen bei Bedarf Klarheit.
  2. Waschen Sie Bettwäsche und Laken gründlich in der Maschine.
  3. Flecken auf der Matratze können Sie mit Essigwasser ausspülen, trocknen lassen und anschließend Desinfektionsmittel darauf geben.

 


Fazit

Wenn Ihre Katze ins Bett pinkelt – oder auf die Couch, die Decke oder sonst einen ungewöhnlichen Ort -, müssen Sie handeln. Neben ernsthaften Nierenerkrankungen, Stress oder Schmerzen, unter denen das Tier leiden kann, ist auch Ihr persönlicher Wohlfühlfaktor wichtig: Katzenurin riecht sehr unangenehm. Schließen Sie erst eine gesundheitliche Ursache des Pinkelproblems aus, bevor Sie nach anderen Gründen suchen. Erst wenn kein körperliches Gebrechen vorliegt, können Sie verschiedene Methoden einsetzen und Ihrer Katze so das Pinkeln abgewöhnen.