Ihre Katze gehört der Ordnung der Raubtiere, der Karnivoren, an und ist damit ein Fleischfresser. In der Natur würde sie sich ihr Futter selbst fangen. Bevorzugt wären das Vögel, Mäuse und andere kleine Nagetiere. Ihre Nahrung würde daher primär aus Fleisch bestehen.

Da die Samtpfote bei Ihnen lebt, kümmern Sie sich hauptsächlich um ihr Fressen. Möchten Sie Ihren vierbeinigen Liebling artgerecht ernähren, kann ein Katzenfutter mit hohem Fleischanteil die richtige Wahl sein.

Hoher Anteil an Fleisch - Katze artgerecht ernähren

Die Bezeichnung Karnivoren setzt sich aus den lateinischen Wörtern „carnis“ und „vorare“ zusammen, die auf Deutsch „Fleisch“ und „fressen“ bedeuten. Da die Katzen dieser Ordnung angehören, ist naheliegend, aus was ihre Nahrung in erster Linie besteht.

In der Natur würde Ihre Samtpfote durch ihre Beutetiere zum Großteil tierische Proteine sowie Fett, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zu sich nehmen. Katzenfutter mit hohem Fleischanteil besteht zum größten Teil aus Fleisch und kommt daher einer artgerechten Ernährung ziemlich nahe.

katzenfutter-hoher-fleischanteil
Die Katze ist auf eine fleischhaltige Ernährung angewiesen

Warum ist tierisches Eiweiß für Katzen so wichtig?

Enthält Katzenfutter einen hohen Fleischanteil ist auch der Anteil an Proteinen hoch, da Fleisch ein typischer Eiweißlieferant ist. Eiweiß ist eine der wichtigsten Grundbausteine der Natur.

Es ist für das Wachstum der Körperzellen und Muskulatur verantwortlich. Bestimmte Körperteile wie Haare, Haut und Muskeln bestehen fast nur aus Eiweißen.

Ein weiterer entscheidender Punkt sind die Aminosäuren. Aus diesen sind die Proteine ihrerseits gebaut. Katzen benötigen 10 sogenannte essentielle Aminosäuren, die ausschließlich in tierischen Quellen enthalten sind. Den Bedarf an diesen kann ein Katzenfutter mit hohem Fleischanteil decken.

Was ist für hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil wichtig?

  • Weil Eiweiß ein essentieller Futtermittelbestandteil für Katzen ist, sollte es in ausreichender Menge darin enthalten sein.

    Experten empfehlen einen Anteil von wenigstens 30 bis 40 Prozent. Zudem sollte das Eiweiß hochwertig sein, damit die Tiere es optimal verwerten können.
  • „Hochwertig“ bedeutet, dass das Katzenfutter mit hohem Fleischanteil aus Zutaten besteht, die für den menschlichen Verzehr ebenfalls geeignet wären. Achten Sie daher bei den Packungsangaben auf die Zusammensetzung.

    „Tierische Nebenerzeugnisse“ weisen darauf hin, dass es sich primär um Schlachtabfälle wie minderwertiges Fleisch und Fell handelt.
  • Eiweißquellen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung. Tierische Nebenerzeugnisse, manche Innereien und Bindegewebe sind so beschaffen, dass Katzen diese nur sehr schlecht verwerten können.

    Um die Tiere mit den lebenswichtigen Proteinen und Aminosäuren zu versorgen, sollte das Katzenfutter mit hohem Fleischanteil aus Muskelfleisch und anderen hochverdaulichen Eiweißlieferanten bestehen
  • Taurin ist für Katzen eine der wichtigsten Aminosäuren, weil diese an wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist. Die Tiere müssen diese mit der Nahrung aufnehmen, weil sie selbst nur geringe Mengen selbst herstellen können.

    Ein Mangel kann unter anderem zu einer Netzhautablösung, einem gestörten Immunsystem und zu Unfruchtbarkeit führen. Die Aminosäure ist vor allem in Skelett- und Herzmuskelfleisch sowie in Leber und Hirn enthalten.

    Tendenziell kommt sie in dunklem Fleisch in größerer Menge als in hellem vor. Wenn Sie ein fertiges Nass- oder Trocken-Katzenfutter mit hohem Fleischanteil kaufen möchten, sollten Sie dies bei der Auswahl berücksichtigen.
  • Künstliche Zusatzstoffe wie Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker sollten in einem hochwertigen Katzenfutter nicht enthalten sein. Das gilt ebenfalls für Zucker, weil dieser zu Übergewicht und Zahnproblemen führen kann.
katzenfutter welches fleisch
Die Katze kann nahezu alle Fleisch- und Fischsorten vertragen

Welches Fleisch eignet sich?

Geflügel, Rind, Hirsch oder Ente. Generell kommt jedes Fleisch als Nahrung für Ihre Katze infrage. Dieses können Sie entweder in Form von hochwertigem Nass- oder Trockenfutter oder in rohem Zustand frisch füttern.

Dies ist bei allen Fleischsorten bis auf Schweinefleisch möglich. Dieses kann den Aujeszky-Virus übertragen, der ein Erreger für die Pseudowut ist. Diese Krankheit kann für Katzen tödlich enden. Darüber hinaus ist Schweinefleisch oft sehr fett und daher nicht ratsam, wenn Ihre Samtpfote etwas mehr Gewicht auf die Waage bringt.

Wenn sie sich wenig bewegt oder schon älter ist, ist mageres Fleisch vom Rind oder Geflügel empfehlenswert.

Hinweis: Das Futter kann neben Muskelfleisch auch aus leicht verwertbaren Innereien wie Herz, Leber und Magen sowie Knochen bestehen.

Geben Sie Ihrer Samtpfote aber keine gekochten Knochen, weil diese leichter zersplittern können.
Neben Fleisch können Sie auch Fisch für eine gesunde Katzenernährung verwenden.

Besonders geeignet sind Salzwasserfische wie Lachs, weil diese über einen hohen Anteil an wertvollen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren verfügen

Braucht eine Katze auch anderes Futter außer Fleisch?

Würde sich Ihr Stubentiger selbst versorgen, würde er bevorzugt kleine Wirbeltiere wie Mäuse fressen. Mit ihnen würde er nicht nur einen großen Anteil an tierischen Eiweißen zu sich nehmen, sondern ebenfalls eine gewisse Menge an pflanzlichen Stoffen, die sich als unverdauter Mageninhalt im Beutetier befinden.

Um dieser natürlichen Ernährung möglichst zu entsprechen, ist das Katzenfutter mit hohem Fleischanteil auch mit pflanzlichen Zutaten versehen.

Das Fleisch liefert den Tieren wichtige Proteine sowie darin enthaltene Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien. Die pflanzlichen Bestandteile dienen weiterhin dazu, den Bedarf an Energie sowie an Nährstoffen optimal zu decken.

Hochwertiges Katzenfutter mit hohem Fleischanteil ist daher mit Kohlenhydratquellen, Gemüse und anderen Zutaten versehen, welche eine artgerechte Ernährung ermöglichen. Am einfachsten erreichen Sie das mit einem Nass- oder Trockenfutter. Beide stellen Alleinfuttermittel dar, weil ihre Rezepturen mit allen lebenswichtigen Nährstoffen versehen sind.

Wenn Sie beim Katzenfutter mit hohem Fleischanteil auf eine ausgewogene Zusammenstellung der Inhaltsstoffe achten, können Sie Mangelerscheinungen vorbeugen. Berücksichtigen Sie in diesem Zusammenhang auch, dass Ihre Samtpfote in bestimmten Lebensphasen besondere Ansprüche an ihre Nahrung stellt.

Dies gilt für Kitten und ältere Tiere ebenso wie für tragende und säugende Katzen. Diesen Ansprüchen kommt zum Beispiel Senior- und Kittenfutter nach.

anderes futter als fleisch für die katze
Die Katze hat je nach Lebensphase unterschiedliche Anforderungen an die Ernährung

Warum ist Futter ohne Getreide sinnvoll?

Grundsätzlich brauchen Katzen kaum Kohlenhydrate für eine naturverbundene Ernährung, weil sie diese durch ihre Beutetiere nur in geringen Mengen aufnehmen.

Pflanzliche Bestandteile wie Getreide können im Futter dennoch sinnvoll sein, weil sie wichtige Nährstoffe liefern. Ein anderer Aspekt ist jedoch, dass eine Glutenunverträglichkeit nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren vorkommen kann.

Das Klebereiweiß Gluten ist unter anderem in Weizen, Roggen, Gerste und Dinkel enthalten.

Die Unverträglichkeit macht sich meistens durch Blähungen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit und chronischen Durchfall bemerkbar. Die Beschwerden kommen daher, dass im Verdauungstrakt ein Enzym fehlt, das eigentlich für die Aufspaltung des Klebereiweißes verantwortlich wäre.

Da dies nicht möglich ist, kommt es zu einer dauerhaften Entzündung der Dünndarmschleimhaut.

Ein getreidefreies Katzenfutter ist empfehlenswert, weil es auf Weizen, Roggen und andere Getreidearten verzichtet und sie durch sinnvolle Alternativen wie Kartoffeln ersetzt. Wichtig ist außerdem, dass gentechnisch veränderte Zutaten wie Soja oder Mais ebenfalls nicht in der Nahrung enthalten sind.

Diese sind dafür bekannt, dass sie häufig Allergien auslösen können.

Charakteristische Symptome für eine Allergie bei Katzen

  • Häufiges Kratzen
  • Entzündungen der Haut
  • Übermäßiger Fellverlust
  • Störungen der Verdauung
  • Putzzwang
  • Auffälliges Atmen