Die Tage werden wieder länger, alles blüht und sprießt. Die Koppelsaison steht in den Startlöchern – Sie und Ihr Pferd können es kaum noch erwarten.  Aber Vorsicht: Falsches Anweiden kann zu schwerwiegenden Problem führen. Ohne langsame Umgewöhnung drohen Koliken, Durchfälle oder sogar Hufrehe. Wir haben daher einen kleinen Ratgeber für Sie erstellt mit Tipps fürs richtige Anweiden. So steht einem gelungenen Start in die schönste Zeit des Jahres nichts mehr im Wege.

Warum kann falsches Anweiden gefährlich für mein Pferd sein?

Durch die Wintermonate hindurch haben sich die Darmbakterien Ihres Pferdes an die rohfaserreiche und eiweißarme Fütterung gewöhnt. Erfolgt nun eine plötzliche Umstellung auf eine rohfaserarme und eiweißreiche Fütterung, wie z. B. Gras, sterben die Darmbakterien ab und die Darmflora kann kippen. Durch das Ungleichgewicht der Darmflora kann es zu Verdauungsstörung kommen, wie z. B. Durchfall und Koliken. Im schlimmen Fall kommt es zu Vergiftungen des Organismus Ihres Pferdes und dies führt zu einer Hufrehe.
Daher ist es besonders wichtig, dass sie Ihr Pferd über zwei bis vier Wochen kontrolliert anweiden.

Pferd im Fellwechsel richtig anweiden
Die Freude ist groß, wenn das Pferd im Frühling das erste Mal auf die Koppel darf.


Wie kann ich mein Pferd richtig anweiden?

Sie sollten sich Zeit lassen, auch wenn das Wetter noch so schön ist und Ihr Pferd nichts lieber als raus auf die Koppel will. Rechnen Sie für das Anweiden zwei bis vier Wochen ein. Beginnen Sie in der ersten Woche mit täglich 10 bis 15 Minuten. Am Besten lassen Sie Ihr Pferd an der Hand grasen, somit können Sie die Futteraufnahme besser kontrollieren. In der zweiten Woche können Sie das Grasen auf 30 Minuten täglich erhöhen. Ab der dritten Woche darf Ihr Pferd schon eine Stunde pro Tag auf die Koppel. Die Weidezeit können Sie dann kontinuierlich steigern, bis sich Ihr Pferd vollständig an das junge Weidegras gewöhnt hat.

Wichtig Achten Sie darauf, dass Ihr Pferd vor dem Weidegang immer mit genügend Heu versorgt ist. Somit können Sie den Rohfasergehalt Ihres Lieblings decken und zusätzlich ist der Heißhunger auf Gras gebremst.



Was ist bei einer zusätzlichen Fütterung zur Weidehaltung zu beachten?

Junges Weidegras ist reich an Energie und Nährstoffen daher ist die Fütterung Ihres Pferdes darauf anzupassen. Bei einer zusätzlichen Fütterung zur Weidehaltung sollten sie daher auf ein energiereduziertes Kraftfutter achten. Pferdefutter mit viel Rohfaser, Apfeltrester und Kleie wie z. B. JOSERA Leichter Mix, wirken zudem verdauungsfördernd und unterstützen Ihr Pferd bei der Umstellung auf die Weidehaltung.

Bei der Weidehaltung müssen Sie auf den Mineralstoffhaushalt Ihres Pferdes achten. Viele Böden weisen je nach Regionen einen Mangel an Spurenelementen, wie z. B. Selen, auf. Durch einen Mangel an wichtigen Mineralstoffen kann es zu gesundheitlichen Problemen bei Ihrem Pferd kommen. Daher ist es wichtig, dass Ihr Pferd sich selbst jeder Zeit mit Salz, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen versorgen kann. Dies können Sie mit Salz- und Minerallecksteinen, Mineralfutter oder mineralisierten Leckmassen gewährleisten.

Tipp Bei einer zusätzlichen Fütterung zur Weidehaltung ist auf ein energiereduziertes Kraftfutter zu achten.

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Wie kann ich meinem Pferd beim Fellwechsel und bei der Umstellung auf die Weide zusätzlich helfen?

Die Umstellung von Boxenhaltung auf Weidehaltung stellt für den Organismus Ihres Pferdes eine Belastung dar. Die Darmbakterien werden besonders beansprucht und sterben zum Teil bei der Umstellung ab. Daher ist es wichtig die Darmflora bei der Anweidung zu unterstützen und nicht zusätzlich zu belasten. Sie sollten bei der Fütterung auf ein leicht verdauliches Futter zurückgreifen, wie z. B. Mash. Zusätzlich können Sie Ihrem Pferd Lebendhefen füttern, da sich diese positiv auf die Darmflora auswirken und sie stabilisieren.

Tipp Futtermittel mit Lebendhefen helfen, die Darmflora zu stabilisieren. Mash ist leicht verdaulich und schützt Ihr Pferd beim Anweiden vor Darmstörungen.

Zusammenfassung der optimalen Vorbereitung auf die Weidesaison

  • Zwei bis vier Wochen zum Anweiden einplanen
  • Vor dem täglichen Anweiden ausreichend Raufutter füttern
  • Energiereduziertes Kraftfutter füttern, bei zusätzlicher Fütterung zur Weidehaltung
  • Eine ausreichende Mineralstoffversorgung gewährleisten
  • Mash und Lebendhefen als Unterstützung zur Stabilisierung der Darmflora füttern

Fazit Kalkulieren Sie mit zwei bis vier Wochen für das Anweiden. Wenn Sie Ihr Pferd anfangs an der Hand grasen lassen, haben Sie eine gute Kontrolle. Steigern Sie das Pensum nach und nach. Mash unterstützt die Darmflora Ihres Pferdes und ist gerade während des Fellwechsels und der Zeit des Anweidens zu empfehlen.