Eine Futterumstellung bei Hunden kann aus verschiedenen Gründen erfolgen und notwendig sein: Der Eintritt in eine neue Lebensphase, gesundheitliche Gründe oder Verdauungsprobleme können sie erforderlich machen. Um dies für den Hund schonend und verträglich zu gestalten, sollten Sie einige wichtige Dinge berücksichtigen. In unserem Ratgeber erhalten Sie alle benötigten Informationen für eine erfolgreiche Futterumstellung bei Ihrem Hund. 


Wann ist eine Futterumstellung beim Hund sinnvoll?

Viele Hundeliebhaber neigen dazu, von sich auf Ihren Vierbeiner zu schließen und wollen ihm daher auch einmal Abwechslung im Napf bieten. Die Meinung der Experten variiert bei dieser Frage zwar, aber grundsätzlich ist beim Hund kein wöchentlicher Wechsel der Speisekarte notwendig. Es gibt allerdings einige Gründe, die eine Futterumstellung Ihres Hundes notwendig machen:


Notwendige Futterumstellung zwischen den Altersstufen

Das erste Mal, dass Ihr Hund einen altersbedingten Futterwechsel erlebt, ist im jüngsten Welpenalter. In aller Regel stellt der Züchter schon kurz vor der Abgabe der Welpen das Futter vom Saugwelpenfutter auf ein Welpenfutter um, das dann bis zum Erwachsenenalter weiter gefüttert wird. Dies hat den Vorteil, dass die erste Futterumstellung des Welpen in einer gewohnten Umgebung passiert und so leichter vonstatten geht.

Futterumstellung Hund sinnvoll
Eine Futterumstellung kann in gewissen Fällen nötig sein, z.B. zum Ende der Wachstumsphase.


Futterumstellung beim Hund: Gesundheitliche Probleme

Unabhängig von den Lebensphasen können aber auch bekannte Hundekrankheiten und Unverträglichkeiten einen Futterwechsel bei Ihrem Hund erforderlich machen. Es gibt verschiedene Spezialfutter, mit denen Sie bei Ihrem Vierbeiner bestimmte gesundheitliche Aspekte gut unterstützen können. Aber auch Gewichtsprobleme können ein Grund dafür sein, den Hund auf ein anderes Futter umzustellen, in diesem Fall zum Beispiel ein bestimmtes Diätfutter. Sollte ein Hund unklare Beschwerden oder Anzeichen von Unverträglichkeiten haben, kann es sinnvoll sein, dass Sie mittels einer Futterumstellung auf Spurensuche zu gehen, um das passende Futter und im besten Fall auch den Grund der Beschwerden zu finden.

Geht es Ihrem Vierbeiner über einen längeren Zeitraum schlechter als sonst und Sie können keine sonstigen veränderten Einflüsse auf Ihren Vierbeiner ausmachen, liegt es nahe, dass er sein Futter schlecht oder gar nicht verträgt. Dann sollten Sie in Erwägung ziehen, bei Ihrem Hund das Futter umzustellen, um ihm so eine Besserung seines Zustandes zu ermöglichen. Eine Futterumstellung Ihres Hundes ist aus gesundheitlicher Sicht vor allem dann begründet, wenn eines oder mehrere dieser Symptome über einen längeren Zeitraum auftreten:

  • häufiger Durchfall
  • starke Blähungen
  • häufiges Erbrechen
  • schuppiges, stumpfes Fell
  • vermehrte oder gänzliche Nahrungsverweigerung.

Am besten klären Sie dies mit dem Tierarzt ab – ebenso, wenn bei Ihrem Vierbeiner deutliche Anzeichen für eine Futtermittelallergie wie beispielsweise Jucken und Kratzen, Hautentzündungen sowie Fellverlust auftreten!

Achtung! Bringt eine Futterumstellung bei Ihrem Hund keine Linderung der Probleme, könnten auch andere ernst zu nehmende Krankheiten der Grund für den schlechten Zustand Ihres Vierbeiners sein. Suchen Sie in diesem Fall unbedingt Ihren Tierarzt auf!


Das geeignete Futter finden

Sie haben sich aus einem der oben genannten Gründe entschieden, bei Ihrem Hund das Futter umzustellen. Nun gilt es, das passende Futter für ihren vierbeinigen Liebling zu finden. Es gibt für die verschiedensten Ansprüche und Voraussetzungen entsprechendes Hundefutter, so zum Beispiel für große sowie kleine Hunde, aktive und weniger aktive Tiere oder Spezialfutter für besondere gesundheitliche Bedürfnisse. Je nach Hund und Veranlagung werden auch einzelne Inhaltsstoffe unterschiedlich gut vertragen. Wichtig ist eine altersentsprechende und gut verträgliche Hundeernährung, mit der Ihr Vierbeiner und Sie als Hundehalter gut klarkommen.

 

Es gibt jedoch Hundefutterkomponenten, die zwar häufig verwendet, aber nicht von jedem Hund vertragen werden: Getreide wie Weizen oder Soja führen immer öfter zu Unverträglichkeiten. Bei Verdacht auf Verdauungsprobleme sollte überprüft werden, ob eine diese Getreidesorten möglicherweise die Ursache ist. Und auch manche Fleischsorten verträgt nicht jeder Hund. Schonende Eiweiß- und Kohlenhydratquellen sind Geflügel, Fisch, Reis sowie Kartoffeln, die oft in Futter für empfindliche Hunde verwendet werden. Wenn ein Futter für einen Hund gut verträglich ist, kann er die Nährstoffe optimal verwerten. Dies fördert außerdem auch den gesunden Stoffwechsel Ihres Hundes, der im Optimalfall dazu beiträgt, dass Ihr vierbeiniger Liebling von Verdauungsproblemen weitestgehend verschont bleibt.


Worauf Sie bei der Futterumstellung Ihres Hundes achten sollten

Futterumstellung Hund Zeitplan
So führen Sie eine Futterumstellung bei Ihrem Hund gesund und schonend durch.

Eine abrupte Umstellung auf ein anderes Futter sollten Sie dringend vermeiden, da die Darmflora zunächst überfordert ist und dadurch bei empfindlichen Hunden mitunter erhebliche Verdauungsschwierigkeiten auftreten können. Zwar sind diese meist nur vorübergehend, jedoch können solche Irritationen durch eine langsame Gewöhnung an das neue Futter reduziert oder ganz umgangen werden.

Im Normalfall empfiehlt sich bei der Futterumstellung Ihres Hundes eine Dauer von mindestens einer Woche, in der Sie Schritt für Schritt die Futtersorten austauschen. In den ersten beiden Tagen können Sie einen Anteil des bisherigen Futters durch etwa ein Viertel des neuen Futters ersetzen. In den darauffolgenden Tagen erhöhen Sie in der Mischung den Anteil des zukünftigen Futters schrittweise, bis eine komplette Mahlzeit mit diesem erreicht ist. Sollte Ihr Hund damit Schwierigkeiten haben, verlängern Sie einfach die Umstellungsphase, sodass Sie die kleineren Anteile des neuen Futters erst über einen längeren Zeitraum steigern und Ihr Vierbeiner mehr Zeit hat, sich an das neue Futter zu gewöhnen. 


Futterumstellung des Hundes: Mögliche Nebenwirkungen

Hochwertige Hundefutter sind meist gut verträglich. Dennoch können durch die Futterumstellung bei Ihrem Hund kurzzeitige Verdauungsirritationen wie Blähungen oder leichter Durchfall auftreten. Diese verschwinden meistens nach kurzer Zeit von ganz alleine. Wenn diese allerdings massiv sind oder länger anhalten, sollten Sie den Tierarzt hinzuziehen und vorsorglich bei Ihrem Hund die Futterumstellung abbrechen. Ruft das neue Futter ebenfalls weitere Probleme hervor, sollten Sie über einen erneuten Futterwechsel bei Ihrem Hund nachdenken. Nicht jeder Hund verträgt jedes Futter, aber es gibt eine breite Auswahl an Produkten für individuelle Bedürfnisse, die es selbst Vierbeinern mit Verdauungsproblemen ermöglichen eine vollwertige Nahrung aufzunehmen. Zusätzlich haben Sie außerdem die Möglichkeit mit einigen Mitteln aus der Homöopathie für Hunde solche Nebenwirkungen der Futterumstellung zu kurieren.


Futterumstellung bei Welpen

Futterumstellung Welpe
Auch Welpen können von einer Futterumstellung betroffen sein.

Für Welpen gibt es spezielles Juniorfutter, das genau auf die Bedürfnisse sowie den Futterbedarf von jungen Hunden im Wachstum ausgelegt ist. Es versorgt sie nicht nur mit allen wichtigen Nährstoffen, sondern begünstigt im Idealfall auch eine angemessene Wachstumsgeschwindigkeit – vorausgesetzt es wird auch die richtige Menge davon in der Fütterungspraxis berücksichtigt. Denn zu schnelles Wachsen kann zu Problemen am Knochen- und Gelenkapparat führen, die den jungen Hund dann das ganze Leben begleiten.

Je nach Rasse und Größe kann ab einem bestimmten Alter des Welpen auf ein Futter für ausgewachsene Hunde umgestellt werden. Da das Wachstum beendet ist, bestehen nun andere Anforderungen an die Ernährung. Es gibt jedoch auch Welpenfutter, das für eine dauerhafte Fütterung konzipiert und bei dem keine Umstellung im Erwachsenenalter notwendig ist.

Sollte eine Hundefutterumstellung bei Ihrem Welpen anstehen und dieser vielleicht gerade in der “Flegelphase” sein, können Sie Ihren Hund spielerisch mit dem neuen Futter vertraut machen. Setzen Sie das neue Futter zwischendurch immer wieder als Leckerli und Belohnung ein. So gewöhnen Sie Ihren Vierbeiner nicht nur daran, sondern schaffen auch gleich eine positive Verbindung zum neuen Hundefutter. 

 


Umstellung auf Seniorenfutter

Für ältere Hunde gibt es ebenfalls spezielles Futter, da sich Aktivität, Energiebedarf und körperliche Bedürfnisse auch bei Hunden im Alter verändern. Eine Umstellung auf ein Seniorfutter heißt natürlich nicht, dass der Hund ab sofort “alt” ist – im Gegenteil: Ein gutes Seniorfutter kann dabei helfen, Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten, da es auf die konkreten Bedürfnisse in der Lebensphase des Hundes eingeht. Ältere Hunde haben meist einen niedrigeren Energiebedarf. Mit der richtigen Menge an hochwertigen Eiweißen in einem qualitativen Hundefutter können Sie zukünftigen Nierenproblemen sowie Bauchspeicheldrüsenerkrankungen des Hundes vorbeugen.

Unsere Futterempfehlung für Ihren Senioren auf vier Pfoten:

Wann genau eine Umstellung auf ein solches Futter in Betracht gezogen werden sollte, hängt von Konstitution und Rasse Ihres Hundes ab. Bei manchen Hunden kann eine Futterumstellung auf Seniorenfutter schon ab dem sechsten, bei anderen ab dem achten oder neunten Lebensjahr ratsam sein. Bei der Umstellung des Futters sollte ebenfalls schrittweise vorgegangen werden. Ist Ihr Hund empfindlich oder neigt zu Verdauungsproblemen, können Sie die Umstellungsphase entsprechend verlängern und noch sanfter gestalten. Da Seniorenfutter eine andere Zusammensetzung hat und möglicherweise weniger Energie liefert, müssen Sie die Futtermenge entsprechend der Aktivität Ihres Hundes anpassen, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden.

TIPP Die passende Menge des Seniorenfutters für Ihren Hund können Sie durch Futtermittelrechner im Internet herausfinden, durch Rücksprache mit Ihrem Tierarzt oder bei einer Futterberatung. Gleiches gilt ebenfalls für alle anderen notwendigen Neu-Berechnungen der Futtermenge Ihres Hundes.


Fazit

Die Futterumstellung eines Hundes ist außerhalb der verschiedenen Altersstufen nur aufgrund von Erkrankungen sinnvoll. Zu häufiges Wechseln des Futters sorgt für Irritationen des Magens und der Darmflora. Suchen Sie Ihrem Hund daher ein hochwertiges Futter, dass er gut verträgt und bleiben Sie solange wie möglich bei dieser Futtersorte. So sind Hund, Herrchen sowie Frauchen glücklich und Verdauungsstörungen sind hoffentlich für lange Zeit kein Thema.