Die täglichen Gassirunden gehören zum Alltag und zu den wichtigsten Aufgaben jedes Hundebesitzers. Der Hund bekommt beim Gassi gehen seinen Auslauf und kann in Ruhe sein Geschäft erledigen. Klingt doch ganz einfach, oder?

Beschäftigt man sich jedoch näher, birgt das Gassigehen einige wichtige Fragen. Ab wann dürfen Welpen eigentlich Gassi gehen? Wie lange sollte ein Spaziergang mit dem Hund dauern? Und wie oft muss der Hund denn am Tag nach draußen? Wie beantworten diese und weitere Fragen in unserem Ratgeber.

Viszlaim Wald  gibt Pfote
Gemeinsame Zeit draußen zu verbringen macht Hund und Halter Spaß.


Sommer Special: Was muss man beim Gassigehen mit dem Hund im Sommer beachten?

Das müssen Sie beachten:

  1. Gassi-Zeit klug auswählen: Im Sommer sollten Sie die Tageszeit, zu der Sie mit Ihrem Vierbeiner Gassi gehen, klug auswählen. Nutzen Sie die kühleren Morgen- und Abendstunden mit Ihrem Vierbeiner und vermeiden Sie lange Spaziergänge in der Mittagshitze.
  2. Achten Sie auf den Untergrund: Im Sommer sollten Sie Ihre Gassi-Strecke so auswählen, dass Ihr Hund keine langen Strecken auf heißem Asphalt-, Sand- oder Betonboden zurücklegen muss. Die Pfoten Ihres Vierbeiners sind sehr empfindlich und sie schützen ihn so vor Verbrennungen.
  3. Sorgen Sie für eine Abkühlung: Denken Sie daran, dass auch Ihr Vierbeiner im Sommer mehr trinken möchte. Deshalb sollten Sie auch immer eine Flasche mit Leitungswasser für Ihren Hund unterwegs dabei haben.



Gassi gehen im Welpenalter?

Hunde im Welpenalter sollten noch keine weiten Strecken laufen. Welpen befinden sich im Wachstum und sind einer solchen Belastung noch nicht gewachsen. Es ist trotzdem wichtig, dass kleine neugierige Welpen die Möglichkeit haben die Welt zu entdecken. Sie müssen mehrmals am Tag nach draußen, um ihr Geschäft zu verrichten und können so Stück für Stück die Welt entdecken.

Der Auslauf und die Länge einer kleinen Gassirunde mit einem Welpen richtet sich nach seinem Alter. So sollte ein Welpe höchstens fünf Minuten pro Lebensmonat am Stück laufen. Eine Überlastung des kleinen Vierbeiners sollte unbedingt vermieden werden.


Wie oft muss der Hund raus?

Leider lässt sich diese Frage nicht einfach pauschal für alle Hunde beantworten. Es liegt ganz individuell an Ihrem Vierbeiner, seiner Rasse und ist auch davon abhängig wie oft er sein Geschäft verrichten muss.

Welpen und Senioren

Erfahrungsgemäß müssen Welpen mehrmals am Tag nach Draußen bis sie stubenrein sind. Wie empfehlen Ihren Welpen alle zwei Stunden nach Draußen zu bringen. Auf diese Weise lernt er auch, dass er nur im Freien sein Geschäft verrichten darf. Auch im Seniorenalter müssen Hunde öfter nach Draußen, da sie Ihren Drang im höheren Alter oftmals nicht mehr so gut kontrollieren können.

Erwachsene Hunde

Das Gassigehen mit einem erwachsenen Hund sollte neben der Möglichkeit sein Geschäft zu erledigen auch sein Bedürfnis nach Bewegung und Auslauf stillen.

Erwachsene Hunde müssen in der Regel 3-4 Mal am Tag Gassi gehen, um Ihr Geschäft zu verrichten und genügend Auslauf zu bekommen. Natürlich variiert diese Zahl auch in Abhängigkeit der Dauer Ihrer Spaziergänge. Dauern Ihre Gassirunden mit Ihrem Hund meist eine Stunde oder länger, so reichen Ihrem Vierbeiner unter Umständen auch 3 Gänge nach Draußen.

Der Bewegungsdrang des Hundes ist zu großen Teilen auch von der Hunderasse abhängig. Während ein Mops mit einer kurzen Gassirunde schon zufrieden ist, möchte ein Husky jeden Tag weite und ausgiebige Spaziergänge machen. Zusätzlich können lauffreudige Hunderassen mit Ballwerfen, Appotieren oder Hundesportarten ausgelastet werden.

Zu den lauffreudige Hunderassen zählen auch:

  • Deutsch Kurzhaar
  • Jack Russell Terrier
  • Magyar Vizsla
  • Rhodesian Ridgeback
  • Greyhound
  • Afghanischer Windhund
  • Dalmatiner
  • Weimaraner
  • Australian Shepherd
  • Border Collie

Wann wird es Zeit Gassi zu gehen?

Jeder Hund ist individuell und es liegt an Ihnen als Hundebesitzer die richtige Uhrzeit und die Abstände zwischen Ihren Gassirunden zu planen. Grundsätzlich gilt, dass Hunde es in der Regel 5-6 Stunden aushalten bevor sie ihr nächstes Geschäft erledigen müssen.

Die meisten Hunde machen sich bemerkbar, wenn der Abstand zwischen den Gassigängen zu lang wird: Winseln, Unruhe und Bellen können eine Folge davon sein. Sie als Hundebesitzer sollten es jedoch, wenn Sie den Rhythmus Ihres Hundes kennen, nicht so weit kommen lassen.

Der wohl wichtigste Gassigang für den Hund erfolgt nach dem Aufstehen. Die meisten Hunde möchten sich nach dem Aufstehen lösen. Dies sollten Sie unbedingt in Ihre Tagesplanung mit aufnehmen, dass auch Ihr Hund einen guten Start in den Tag hat.

 

Tipp Geben Sie ihrer Fellnase vor dem Schlafengehen die Möglichkeit sich noch einmal zu lösen. Dann hält sie es am Morgen auch etwas länger aus.
 

 

Snacks für die nächste Gassirunde

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Herausforderungen beim Gassi gehen mit Hund

Halsband und Leine – was ist das denn?

Halsband anlegen, Leine daran festhaken und los geht’s. Leider ist es nicht immer so einfach, wie es auf den ersten Blick klingt. Welpen und ehemalige Straßenhunde kennen oftmals weder Halsband, noch Leine und müssen erst daran gewöhnt werden.

Im besten Fall hat dies bereits der Züchter oder die Tierrettungsorganisation übernommen. Ist dem nicht so, erfordert es etwas Geduld, viel Lob und Belohnung den Hund an Leine und Halsband zu gewöhnen. Leinenführigkeit ohne Ziehen erfordert außerdem ein konsequentes Training und ganz viel Übung von Hund und Hundebesitzer. Hier kann eine Hundeschule oder ein Hundetrainer zur Unterstützung helfen.

Tipp Trainieren Sie nicht, wenn Ihre Fellnase unkonzentriert ist. Dann ist es schwierig, dass sie sich aufs Üben wirklich einlässt. Beginnen Sie daher erst, wenn Ihr Hund sich gelöst und schon ein wenig herumgeschnüffelt bzw. sich ausgepowert hat. Wenn Sie eine größere Runde gehen, können Sie die Leinenführigkeit immer wieder zwischendurch trainieren.

Das Laufen an der Leine ist Übungssache.

Hilfe, mein Hund will nicht Gassi gehen

Es kann vorkommen, dass Hunde sich weigern Gassi zu gehen. Hierfür kann es verschiedene Ursachen geben:

  1. Es regnet und es ist kalt: Dies betrifft vor allem Hunde mit kurzem Fell. Bei kaltem oder nassem Wetter fangen diese oftmals an zu frieren und weigern sich deshalb das Haus zu verlassen. Ein Mantel oder Pullover kann Abhilfe schaffen und den Gassigang für Ihren Vierbeiner angenehmer machen.
  2. Es ist heiß: Ist es draußen zu heiß, möchten auch viele Hunde nicht nach Draußen. Im Sommer ist es deshalb sinnvoll die Gassirunden auf früh morgens und Abends zu legen. So verhindern Sie außerdem, dass Ihr Vierbeiner sich die Pfoten verbrennt oder einen Hitzschlag bekommt.
  3. Es ist dunkel: Hat Ihr Hund Angst im Dunkeln? Dann vermitteln Sie ihm ein Gefühl der Sicherheit. An der Seite eines selbstbewussten, mutigen Hundeführers kann er sich sicherer fühlen. Eine Taschenlampe kann ebenfalls helfen, wenn Ihr Vierbeiner ängstlich ist, weil er nicht gut in der Dunkelheit sieht.
  4. Der Vierbeiner fühlt sich unwohl oder ist sogar krank: Möchte Ihr Hund von einem Tag auf den anderen nicht mehr Gassi gehen, können gesundheitliche Probleme dahinterstecken. Achten Sie auf weiteres ungewöhnliches Verhalten und ziehen Sie vorsichtshalber einen Tierarzt zu Rate. Dieser kann abklären, ob ein physischer Grund vorliegt.


Gassi gehen an der Leine - eine Pflicht?

Vielerorts müssen Sie Ihren Hund beim Gassi gehen anleinen. Diese Pflicht gilt oftmals im Stadtgebiet, auf Liegewiesen, in Parks oder Wäldern und variiert je nach Bundesland. In einigen Bundesländern besteht eine generelle Leinenpflicht: z.B. Schleswig-Holstein, Hamburg und Saarland.

An folgenden Orten ist typischerweise oftmals eine Leinenpflicht:

  • Öffentliche Grünanlagen
  • Fußgängerzonen
  • Menschenansammlungen, z. B. Volksfeste, Umzüge
  • Haltestellen
  • Sportplätze

Am besten informieren Sie sich in Ihrer Stadt oder Ihrer Gemeinde über die geltenden Vorschriften. Oftmals ist auch in Wäldern und Naturschutzgebieten das Anleinen vorgeschrieben. Insbesondere gilt dies zur Brut- und Setzzeit von Wildtieren, die sich von Mitte März bis Mitte Juli zieht.

Sie planen Urlaub mit Ihrem Vierbeiner? Machen Sie sich in diesem Fall schlau, welche Vorschriften in Ihrem Urlaubsort oder Land gelten und halten Sie sich an die Vorschriften. Im Falle eines Verstoßes drohen Ihnen Verwarnungen und Bußgelder. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie insbesondere jagdfreudige Vierbeiner an die Leine nehmen, denn nach der bayerischen Jagdverordnung beispielsweise ist es Jägern zudem erlaubt, jagende Hunde zu erschießen. Auch diese Bestimmungen variieren nach Bundesland.


Oftmals gibt es extra Hundestrände, an welchen unsere Vierbeiner frei laufen und toben dürfen.

Fazit

Gassi gehen ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die Ihren vierbeinigen Liebling gesund und fit hält. Zudem ist sie mit verschiedenen Pflichten verbunden, die ihn sowie andere schützen sollen.
Nehmen Sie Rücksicht auf Ihre Mitmenschen, andere Tiere sowie auf Ihre Fellnase, können Sie ganz entspannt gemeinsam Ihre Gassi-Runden drehen.