Die Nieren Ihres Hundes gehören zu seinen wichtigsten Ausscheidungsorganen. Wie auch beim Mensch, haben diese Organe für ihn eine überlebenswichtige Funktion.

Hunde besitzen wie wir Menschen, zwei Nieren. Diese befinden sich seitlich der Wirbelsäule im Lendenbereich und sorgen dafür, dass viele Gift- und Schadstoffe aus dem Körper gefiltert werden. Doch Nierenprobleme sind leider auch beim Hund keine Seltenheit. Es gibt eine akute und eine chronische Niereninsuffizienz beim Hund. Wir klären die wichtigsten Fragen rund um die Niereninsuffizienz beim Vierbeiner.


Symptome einer Niereninsuffizienz beim Hund

Die Anzeichen für eine chronische oder eine akute Nierenschwäche sind vielseitig. Gerade bei einer chronischen Niereninsuffizienz ist der Prozess oft schleichend, was das Erkennen eindeutiger Symptome erschwert. Bei einer akuten Niereninsuffizienz treten Symptome ganz plötzlich auf.Dann sollten Sie in jedem Fall schnell handeln, denn der Besuch beim Tierarzt kann Schlimmeres verhindern. Je nach Art und Stadium der Niereninsuffizienz beim Hund können folgende Symptome auftreten:

Symptome einer Niereninsuffizienz:

  • Unerklärliche Gewichtsabnahme beim Hund
  • Aktive und verspielte Hunde werden sehr ruhig
  • Hund trinkt sehr viel
  • Vermehrter Harnabsatz
  • Mangelnde Stubenreinheit Ihres Hundes
  • Hund frisst nicht mehr
  • Hund hat schlechten Maulgeruch
  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können beim Hund auftreten
  • Hund kann erhöhte Temperatur oder Fieber aufweisen
 

Haben Sie den Verdacht auf eine akute oder chronische Niereninsuffizienz bei Ihrem Hund, sollten Sie so schnell wie möglich einen Tierarzt hinzuziehen. Nur dieser kann eine eindeutige Diagnose feststellen und eine Therapie bei Ihrem Hund einleiten, die Erfolge erzielen kann.

 


Warum kommt es zu einer Niereninsuffizienz beim Hund?

Die Nieren befreien das Blut von tödlichen Giftstoffen

Um zu verstehen, wodurch eine Nierenerkrankung beim Hund ausgelöst wird, ist es wichtig zunächst die Funktion der Organe zu erläutern.

Um zu verstehen, wodurch eine Nierenerkrankung beim Hund ausgelöst wird, ist es wichtig zunächst die Funktion der Organe zu erläutern.

  • Hauptaufgabe der Nieren: Blut von Stoffwechselprodukten, Abfallstoffen und schädlichen Giftstoffen zu befreien
  • Regulierung der Elektrolyte im Körper
  • Kontrolle des Wasserhaushalts
  • Produktion von Hormonen, die zur Bildung des roten Blutfarbstoffes und zur Regulation des Blutdrucks benötigt werden

Experten-Info Die Nieren haben eine sehr wichtige Funktion im Körper Ihres Hundes. Sie reinigen das Blut von Giftstoffen, die den Organismus des Hundes stark belasten würden. Die Filterzellen der Niere nennen sich Nephrone. Sie filtern Giftstoffe aus dem Blut, damit diese über den Urin ausgeschieden werden können.
 

Während dieses Prozesses gewinnen die Nieren zusätzlich wichtige Salze und Wasser für den Körper zurück. Die Nieren regulieren den Säure-Basen-Haushalt beim Hund und sorgen dafür, dass der Wasser-Elektrolythaushalt im Gleichgewicht ist. Durch die Niere fließt ein Großteil des Blutes im Körper des Hundes. Die Niere nimmt durch die Abgabe von Hormonen sogar Einfluss auf den Blutdruck und die Bildung von roten Blutkörperchen.

Das passiert bei einer Niereninsuffizienz mit dem Organ

Die feinen Filterzellen der Niere sterben bei einer Nierenschwäche oder Niereninsuffizienz beim Hund kontinuierlich ab. So funktioniert das Organ nicht mehr vollständig und das Filtern der Giftstoffe aus dem Körper des Hundes ist eingeschränkt.

Da die Niere so wichtige Funktionen im Gesamtorganismus des Hundes übernimmt, sind die Symptome der Niereninsuffizienz so vielseitig. Es gibt viele Ursachen, die dazu führen können, dass die Niere des Hundes nicht mehr richtig arbeitet.

Ursachen einer chronischen Niereninsuffizienz

Die chronische Niereninsuffizienz kann beispielsweise durch eine Tumorerkrankung beim Hund verursacht werden. Bei älteren Hunden bleibt die Ursache einer chronischen Nierenschwäche oft ungeklärt. Bei jungen Hunden kann eine chronische Niereninsuffizienz teilweise genetisch bedingt sein. Zudem gibt es Fälle, bei welchen sich die chronische Nierenschwäche aus einer akuten Niereninsuffizienz entwickelte.

Ursachen einer akuten Niereninsuffizienz

Die akute Niereninsuffizienz kann durch die Aufnahme von giftigen Stoffen (Schwermetalle, Frostschutzmittel u. v. m.) beim Hund ausgelöst werden. Dies belastet den Organismus stark und kann große Schäden an der Niere des Hundes hinterlassen. Eine akute Niereninsuffizient kann auch durch Entzündungen, Viren oder Bakterien hervorgerufen werden. Auch Unterkühlung es Hundes, sowie Herz-Kreislauf-Störungen können akute Nierenprobleme auslösen.

Experten-Hinweis Die Giftstoffe, die normalerweise mit dem Urin ausgeschieden werden müssen, verbleiben im Körper und können eine lebensbedrohliche Harnvergiftung mit sich ziehen. Akute Nierenschwächen kommen relativ selten vor und gehen häufig aus anderen Erkrankungen hervor. Wenn Ihr Hund bereits seit Längerem krank ist, medikamentös behandelt wird oder die Folgen eines chirurgischen Eingriffes durchstehen muss, sollten Sie besonders wachsam sein.
 


Bei Verdacht auf Niereninsuffizienz beim Hund: Blutwerte und Harnanalyse verraten mehr

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund an einer Niereninsuffizienz leidet, dann ist der Besuch beim Tierarzt Ihres Vertrauens unumgänglich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten zur Untersuchung der Symptome Ihres Vierbeiners. Ihr Tierarzt wird zunächst einige Fragen zum Verhalten Ihres Hundes stellen. Um diese Fragen so gut wie möglich zu beantworten, hilft es den Hund im Vorfeld sehr genau zu beobachten.

Zusätzlich hilft es die Beobachtungen schriftlich festzuhalten:

  • Wie oft uriniert Ihr Hund am Tag?
  • Wann hat er die Aufnahme von Futter verweigert?
  • Hat Ihr Hund Durchfall oder erbrochen?
  • Hat Ihr Hund in der Wohnung sein Geschäft erledigt?

Urin, Blutwerte, Blutdruck & Ultraschall – der Gesundheitscheck beim Tierarzt

Bei Verdacht auf eine Nierenerkrankung nimmt der Tierarzt in den meisten Fällen zunächst eine Urinprobe. Eine Harnanalyse mit Bestimmung des spezifischen Harngewichts liefert bereits erste Ergebnisse zur Funktionsfähigkeit der Niere Ihres Hundes.

Stickstoffhaltige Substanzen, wie Harnstoff oder Kreatinin werden durch eine Blutanalyse untersucht. Erhöhte Konzentrationen dieser Stoffe im Blut könne auf eine mangelnde Reinigungsfunktion der Niere hinweisen.

 Der Tierarzt wird zusätzlich den Blutdruck Ihres Hundes messen. Dieser ist bei einer Niereninsuffizienz meist erhöht.

 Die Kombination aus den Analyseergebnissen gibt Aufschluss über den Zustand der Niere Ihres Hundes. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Erkrankung der Niere kann der Tierarzt mittels Ultraschall eine genaue Untersuchung des Organs durchführen.

 Mithilfe des Ultraschalls kann der Tierarzt die Niere Ihres Hundes genau untersuchen. So können Fragen zur Größe des Nierenschadens und zur Struktur des Gewebes beantwortet werden.

Was tun, wenn die Diagnose Niereninsuffizienz lautet?

Der Moment, in dem Ihr Tierarzt die Diagnose Niereninsuffizienz bei Ihrem Hund ausspricht, schockt Sie als Hundebesitzer. Bleiben Sie ruhig und verfallen Sie nicht in Panik. Nun ist es wichtig, Ihre Fellnase gesundheitlich zu unterstützen.

Die Unterscheidung von akuter zu chronischer Niereninsuffizienz ist hierbei sehr wichtig:

  • Die akute Niereninsuffizienz tritt plötzlich und mit starken Symptomen auf. In den meisten Fällen und bei rechtzeitiger Erkennung lässt sie sich jedoch leichter behandeln. Die Schäden an der Niere können im besten Fall reversibel behandelt werden.
  • Die chronische Niereninsuffizienz bringt meist irreversible Schäden und einen Abbau des Nierengewebes mit sich. Demnach ist die Behandlung sehr aufwendig.

Niereninsuffizienz beim Hund - zunächst ein Schock für den Besitzer.

Warum die Geweberettung bei chronischem Nierenleiden Ihres Hundes so wichtig ist?

Obwohl eine chronische Niereninsuffizienz das Leben mit Ihrem Hund verändern wird, kann Ihre Fellnase trotzdem noch jahrelang Ihr treuer Begleiter bleiben. Die Einhaltung einiger grundlegender Regeln ist essenziell, um unbeschädigtes und funktionierendes Nierengewebe weiterhin zu versorgen.

Checkliste im Umgang mit der Niereninsuffizienz Ihres Hundes

Die Diagnose der Nierenschwäche bei Ihrem Hund lässt Sie im ersten Moment sicherlich erstarren. Sie können Ihrem Hund allerdings helfen nachhaltig ein aktives, gesundes und langes Leben zu führen.

Wenn Ihr Vierbeiner an dieser Erkrankung leidet, können Sie folgende Dinge für ihn tun:

  • Bleiben Sie in permanenter Kommunikation mit Ihrem Tierarzt.
  • Achten Sie auf die korrekte Verabreichung der Medikamente.
  • Geben Sie andere Medikamente ausschließlich in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt.
  • Halten Sie die Termine für die Kontrolluntersuchungen der Nieren Ihres Hundes ein.
  • Haben Sie immer eine Notfallnummer parat, falls sich die Symptome plötzlich intensivieren.
  • Besprechen Sie eine nierenschonende Fütterung mit Ihrem Haustierarzt oder einem auf Ernährung spezialisierten Tierarzt
  • Take it easy: Vermeiden Sie, dass Ihr Hund in Stresssituationen gerät, um die Produktion von Stresshormonen zu reduzieren.
  • Halten Sie stets ausreichend Wasser für Ihren Hund bereit
  • Wenn Ihr Hund noch gesund ist, schützen Sie ihn durch jährliche Vorsorgeuntersuchungen.


Was sie bei der Ernährung eines Hundes mit Niereninsuffizienz beachten müssen?

Die Niereninsuffizienz Ihres Vierbeiners bringt einige wichtige Veränderungen mit sich. Auch bei erfolgreicher medikamentöser Behandlung sollten Sie die Nierenprobleme Ihres Hundes ernst nehmen. Das wichtigste für einen Hund mit dieser Erkrankung ist die ständige Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser. Hunde mit Nierenschwäche scheiden vermehrt Urin aus, weshalb eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme gesichert werden sollte.

Reduktion von Proteinen im Futter – oder doch nicht?

Das Reduzieren von Proteinen in der Ernährung des Hundes entlastet den Stoffwechsel. Dabei sollten Proteine nicht gänzlich wegfallen, sondern qualitativ hochwertige Proteine in nur bedarfsgerechter Menge geliefert werden. Proteine erhält der Hund aus dem Fleisch im Futter, das bei nierenkranken Hunden hochwertig sein sollte. So stellt man sicher, dass der Hund trotz Nierendiät keine Mangelerscheinungen aufweist.

Bei speziellen Nierenproblemen kann die Fütterung von Proteinen in einer reichhaltigeren Menge von Vorteil sein. Ihr Tierarzt hilft Ihnen, die richtige Ernährung für Ihren Hund mit Nierenproblemen zu finden. Dies ist maßgeblich abhängig von den aktuellen Nierenwerten und dem Gesundheitszustand Ihres Hundes.

Reduktion von Phosphor und Natrium

Das Futter eines Hundes mit Niereninsuffizienz sollte phosphor- und natriumarm sein. Bei der Auswahl des Futters sollte unbedingt auf den Phosphorgehalt geachtet werden. Das Reduzieren von Phosphor im Futter kann das Fortschreiten einer chronischen Niereninsuffizienz verlangsamen.

Josera Help Renal ist genau auf die Bedürfnisse nierenkranker Hunde zugeschnitten. Das glutenfreie Diät-Alleinfuttermittel hilft dank seiner Protein- und Phosphorreduzierung dabei, die Niere zu entlasten. B-Vitamine, die aufgrund der Erkrankung vermehrt verloren gehen, liefern die knackigen Kroketten ebenfalls. So wird der erhöhte Nährstoffbedarf auf leckere Art gedeckt. Die im Phytogen-Komplex enthaltene Brennnessel wird zudem traditionell zur Durchspülungstherapie der ableitenden Harnwege eingesetzt und wegen ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt.

So kann Josera Help Renal dabei helfen, den Prozess der Nierenerkrankung zu verlangsamen, das Wohlbefinden des Hundes zu steigern und die Lebensqualität so gut wie möglich zu erhalten. Die erkrankte Niere wird mit dieser diätetischen Therapie entlastet.



Das Endstadium einer Niereninsuffizienz beim Hund

Die Niereninsuffizienz beim Hund verläuft schleichend. Deshalb wird sie teilweise erst in späten Stadien diagnostiziert. Leider kommt es auch vor, dass Hunde mit Niereninsuffizienz erst Symptome zeigen, wenn bereits große Teile der Niere zerstört sind. In der Regel entwickelt sich die chronische Niereninsuffizienz über mehrere Monate und Tage. Als chronisches Nierenversagen wird das Endstadium des Nierenleidens bezeichnet. In diesem Stadium kann die Erkrankung aufgrund einer zu geringen Leistung der Nieren leider zum Tod des Hundes führen.

 

Fazit: Bei Niereninsuffizienz ist schnelles und konsequentes Handeln entscheidend

Niereninsuffizienz ist kein seltenes Problem bei Hunden. Egal ob es sich um eine akute oder chronische Niereninsuffizienz handelt: Die Krankheit ist bei rechtzeitiger Erkennung von einem Tierarzt behandelbar. Bei einer akuten Niereninsuffzienz ist schnelle Hilfe überlebensnotwendig, da die Symptome meist plötzlich in geballter Form auftreten. Die aktue Niereninsuffizienz kann unter Umständen reversibel behandelt werden. Währenddessen entwickelt sich die chronische Niereninsuffizienz beim Hund schleichend und wird oft erst im späten Stadium diagnostiziert. Mit der richtigen medikamentösen Einstellung und einer individuellen Ernährung kann ein Hund lange mit einer chronischen Niereninsuffizienz leben. Die Niere trägt jedoch irreversible Schäden davon. Wird eine Niereninsuffizienz nicht erkannt, kann es im Endstadium zum Nierenversagen kommen. Dies kann den Tod des Hundes zur Folge haben.