Die schönste Zeit des Jahres gemeinsam mit dem geliebten Vierbeiner zu verbringen, ist für viele Hundehalter der größte Traum. Ein Urlaub mit Hund sollte jedoch gut vorbereitet sein, damit es am Urlaubsort nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt. Worauf Sie achten sollten und wie Sie die Reise gut planen, erfahren Sie in diesem Artikel. 


+++News+++

15.01.2021 - Aktuell ist das Reisen aufgrund der Pandemie durch COVID-19 nicht möglich. Aber: die nächste Reise mit Ihrem Vierbeiner kommt bestimmt!

Reiseplanung mit Hund

Wenn Sie mit Ihrem Hund in den Urlaub fahren wollen, sollten Sie rechtzeitig mit der Reiseplanung beginnen. Haben Sie bereits ein Reiseziel im Kopf? Dann informieren Sie sich über die Einreisebestimmungen für Ihren Vierbeiner, mögliche Transportbedingungen und natürlich die Bestimmungen vor Ort. Besonders bei Reisen ins Ausland sollten Sie mit Ihrem Tierarzt sprechen und rechtzeitig die nötigen Impfungen einplanen. 

Nicht vergessen! Informieren Sie sich frühzeitig über die Transportbedingungen, wenn Sie mit Ihrem Hund verreisen möchten. Auch Einreisebestimmungen in oder durch verschiedene Länder sind wichtig, damit die Reise kein abruptes Ende nimmt. Wichtig ist auch eine gültige Haftpflichtversicherung für Ihren Vierbeiner. Diese sichert nicht nur im Schadensfall gegen Sach-, Personen- und Vermögensschäden ab, sondern bietet Ihnen ggf. auch im Ausland oder bei Betreuung Ihres Hundes durch Dritte Schutz. Informieren Sie sich vorab bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft.


Hundefreundliche Unterkünfte 

Egal ob Ferienhaus, Hotel oder Campingplatz - Sie sollten vorab klären, ob in Ihrer Unterkunft Haustiere erlaubt sind. Mit einem Hund ist das meist kein Problem, Sie müssen nur einen Zuschlag zahlen. Wenn Sie zwei oder mehr Hunde haben, sollten Sie das Hotel oder den Vermieter darauf hinweisen. 

Im Internet gibt es Anbieter von Ferienhäusern und Ferienwohnung, in denen Hunde ausdrücklich erlaubt sind. Am besten sollte das Grundstück eingezäunt sein. Oft liegen diese Angebote am See, am Meer oder sehr naturnah, so dass auch für die Gassirunden genügend Alternativen vorhanden sind. Einige Reiseanbieter haben sich auch direkt auch Urlauber mit Hund spezialisiert und bieten organisierte Reisen an. 

Wenn Sie in Hotels übernachten wollen, sollten Sie vorab klären, ob eine Übernachtung mit Hund dort möglich ist. Nicht jedes Hotel erlaubt Hunde, in anderen müssen Sie einen Zuschlag für Ihren Hund zahlen, wieder andere freuen sich, vierbeinige Gäste begrüßen zu dürfen. 

 


Transport des Hundes zum Urlaubsort

Auch die An- und Abreise vom Urlaubsort will gut geplant sein. Das einfachste Transportmittel für Hundehalter ist sicherlich das eigene Auto. Dieses kennt Ihr Vierbeiner bereits, hat dort seinen angestammten Platz und kann während der Reise gut entspannen. Auch das mitunter umfangreiche Gepäck Ihrer Fellnase lässt sich damit am leichtesten transportieren. 

Hund im Auto transportieren

Wenn Ihr Hund bereits an das Autofahren gewöhnt ist, kann er sich hier auch auf einer längeren Reise am besten entspannen. Dennoch macht es einen Unterschied, ob Sie nur eine kurze Strecke zum Hundeplatz oder einer Gassirunde fahren oder mehrere Stunden im Auto unterwegs sind. Bei längeren Fahrten empfiehlt sich daher:

  • Sichern Sie Ihren Hund entsprechend der Straßenverkehrsordnung, indem Sie ihn mit einem Geschirr und Anschnallgurt auf dem Rücksitz anschnallen oder in einer Transportbox im Kofferraum unterbringen.
  • Füttern Sie Ihren Hund nicht direkt vor der langen Reise. Mit vollem Magen besteht Gefahr von Übelkeit und Erbrechen.
  • Nehmen Sie genug frisches Wasser und einen Reisenapf mit. Bieten Sie Ihrem Hund zwischendurch immer wieder eine Erfrischung an.
  • Planen Sie ausreichend Pausen ein (alle 2-3 Stunden) und nutzen Sie diese für einen kleinen Spaziergang. Das tut Hund und Mensch gut.
  • Besonders bei Hitze gilt: Lassen Sie Ihren Hund niemals allein im Auto. Nur wenige Minuten reichen aus, dass sich das Auto zu einer lebensgefährlichen Hitzefalle entwickelt.

Hund im Auto
Das Auto ist das komfortabelste Transportmittel bei der Fahrt in den Urlaub mit Ihrem Hund.

Hund mit der Bahn mitnehmen

Bei Reisen mit Hund mit der Deutschen Bahn sind Sie wesentlich weniger flexibel als mit dem Auto. Der Transport von Reisegepäck und Hund ist umständlicher und es ist nicht möglich, Pausen für Spaziergänge einzuplanen. Die Frage ist also, ob Ihr Vierbeiner für die Dauer der Reise einhalten kann. Eventuell ist es möglich, Umstiege einzuplanen, aber auch hier sind Sie davon abhängig, dass alles entsprechend dem Zeitplan läuft. 

Darüber hinaus sollten Sie sich über die Beförderungsbedingungen genau informieren:

  • In der Regel müssen Sie ein Ticket für Ihren vierbeinigen Reisebegleiter lösen.
  • In den Zügen der Deutschen Bahn gilt generell eine Maulkorb- und Leinenpflicht.
  • Für kleinere Hunde empfiehlt sich eine Transportbox, da diese im Gedränge oft übersehen werden.

Eine Bahnreise kann für Ihren Vierbeiner sehr stressig sein, besonders wenn der Zug oder der Bahnsteig sehr voll ist. Nach Möglichkeit sollten Sie das Bahnfahren also vorher mit Ihrem Hund üben, damit er sich an die Situation gewöhnen kann. Für längere Zugreisen bietet es sich an, dass Sie gleich bei der Buchung ein separates Abteil reservieren. So ersparen Sie Ihrer Fellnase das Gedränge während der Fahrt. 

Vergessen Sie nicht, eine Decke und ausreichend Trinkwasser mitzunehmen. Es hilft Ihrem Hund enorm, wenn er sich unterwegs auf einen bekannten Ort zurückziehen kann. 

Flugreise mit Hund

Wenn Sie einen Urlaub in einer weiter entfernten Urlaubsregion planen, sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie Ihrem Hund den Stress einer Flugreise wirklich antun möchten. Kleine Hunde dürfen meist in einer Transportbox im Passagierraum mitfliegen, diese aber während des Fluges nicht verlassen. Große Hunde werden im Flugzeug meist in speziellen Boxen im Frachtraum transportiert und müssen als Sondergepäck aufgegeben werden. Sie haben also während des Fluges keine Möglichkeit, nach Ihrem Vierbeiner zu schauen. Der Lärm und die ungewohnte Situation sind für die meisten Hunde sehr stressig, so dass Sie sich die Frage stellen sollten, ob es wirklich nötig ist. 

Bestimmte Hunderassen eignen sich nur bedingt für einen Transport im Flugzeug. Kurznasige Hunde, z. B. Möpse, Französische Bulldoggen, Boxer oder Pekinesen sind besonders temperaturempfindlich und neigen in Stresssituationen zu Atemnot. Dies kann gesundheitliche Schäden oder sogar den Tod Ihres Tieres nach sich ziehen. 

Entscheiden Sie sich für eine Flugreise mit Hund, sollten Sie zunächst mit der entsprechenden Fluggesellschaft Kontakt aufnehmen und sich über die Transportbedingungen informieren. Besondere Bedingungen gelten für Hunde, die zu den sogenannten Listenhunden gehören. Für diese benötigen Sie nicht nur einen speziellen Käfig, sondern können auch bei der Einreise ins Urlaubsland Probleme bekommen. 

Hund auf eine Flugreise vorbereiten Im Vorfeld der Flugreise sollten Sie Ihren Hund an die Transportbox gewöhnen. Richten Sie ihm diese so gemütlich wie möglich ein und lassen Sie ihn bereits einige Tage oder Wochen darin schlafen. Es lohnt sich daher, eine eigene Transportbox zu kaufen und auf die Leihbox zu verzichten. Informieren Sie sich vorab nach den Bestimmungen, wie diese Transportbox beschaffen sein muss.

Mit dem Hund aufs Schiff

Auch bei Reisen, bei denen Sie die Fähre nutzen müssen, sollten Sie sich vorab beim Transportunternehmen informieren, ob und wie Sie Ihren Hund mitnehmen können. Es gibt einige Schiffe, auf denen Hundebesitzer spezielle Kabinen buchen können. Andere wiederum verlangen, dass der Hund für die Zeit der Überfahrt im Auto verbleibt. Teilweise ist es möglich, zwischendurch nach dem Hund zu schauen, auf anderen Routen ist der Besuch im Transportraum generell untersagt. Sprechen Sie dazu am besten direkt mit dem jeweiligen Anbieter. 

Bei Reisen nach Großbritannien wird es ab dem 1. Januar 2021 zu möglichen Änderungen kommen, da das Vereinigte Königreich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr Teil der EU ist. Derzeit steht noch nicht fest, welche Voraussetzungen für die Einreise von Hunden gelten werden. Sprechen Sie diesbezüglich am besten mit Ihrem Tierarzt oder der britischen Botschaft. 

Achtung! Es gibt die Möglichkeit, Ihren Hund für die Reise mit Medikamenten zu beruhigen. Hier sollten Sie allerdings unbedingt Rücksprache mit Ihrem Tierarzt halten. Generell sollten Sie nach Möglichkeit davon absehen, da viele Medikamente den Hund nur äußerlich ruhig stellen, er aber trotzdem Angst und Stress haben kann, dann aber nicht mehr in der Lage ist, es zu zeigen.


Einreisebestimmungen für den Hund - Wichtige Dokumente & Nachweise

Grundsätzlich sollten Sie sich vor der Urlaubsplanung über die Ein- und Ausfuhrbestimmungen, sowie die Tierschutzgesetze informieren, die im Urlaubsland gültig sind. Bei Reisen innerhalb der Europäischen Union benötigen Sie den EU-Heimtierausweis zur Identifikation Ihres Vierbeiners. Wichtig sind auch die nötigen Impfungen. Informieren Sie sich rechtzeitig, welche nötig sind und wann Sie diese auffrischen lassen müssen. 

Generell sollte Ihr Vierbeiner einen Mikrochip haben, damit er eindeutig identifiziert werden kann. Dieser enthält außerdem alle wichtigen Informationen über Sie als Besitzer. Darüber hinaus ist es nötig, dass die gängigen Impfungen auf dem aktuellen Stand sind:

  • Tollwut: mindestens 21 Tage vor der Einreise ins jeweilige Land
  • außerdem empfohlen: Impfungen gegen Bandwürmer, Borreliose ggf. Mittelmeerkrankheiten
  • in manchen Urlaubsländern: Bluttests und Hepatitisimpfungen.

Bei Reisen ins Ausland, besonders in Nicht-EU-Staaten, gibt es sehr unterschiedliche Regelungen. So kann beispielsweise die Einfuhr bestimmter Rassen, die vom Gesetzgeber als gefährlich eingestuft werden, komplett untersagt sein. Erfragen können Sie diese Bestimmungen bei der Botschaft Ihres Urlaubslandes. Bei Missachtung der Vorschriften droht Ihnen eine Einreiseverweigerung oder Ihrem Hund die Unterbringung in Quarantäne. 

Hund liegt neben großen Rücksäcken
Unsere Checkliste hilft, dass Sie alles Wichtige im Reisegepäck haben.


Checkliste für das Reisegepäck Ihres Hundes

Damit Ihr Hund sich auch auf Reisen wie zu Hause fühlt und es ihm an nichts fehlt, hilft Ihnen unsere kleine Checkliste für das Reisegepäck, damit Sie nichts Wichtiges vergessen:

  • Halsband & Leine
  • Namensschild mit Kontakt- und Adressdaten während des Urlaubs und von Zuhause
  • Futter- und Wassernapf
  • Hundedecke oder Hundekorb (am besten den, den Ihr Hund auch zu Hause benutzt)
  • Bürste, Handtuch, Zeckenzange
  • Spielzeug, Kuscheltier
  • Kotbeutel
  • Maulkorb
  • Reiseapotheke, Erste Hilfe Set
  • EU-Heimtierausweis
  • Futter und Leckerlis in ausreichender Menge (Trockenfutter lässt sich am leichtesten transportieren)
  • eventuell benötigte Medikamente in ausreichender Menge

Achten Sie bei Flugreisen darauf, dass Ihr Gepäck die zulässige Anzahl und das Gewicht nicht überschreitet. Im Zweifelsfall müssen Sie weitere Gepäckstücke hinzu buchen. Bei Reisen mit dem Auto sollten Sie das Gepäck so verstauen, dass es keine Gefahr für Sie oder Ihren Hund darstellt. 

Tipp! Suchen Sie sich Adressen und Kontaktdaten von Tierarzt, Tierklinik, Hundeladen usw. am besten vor Reiseantritt heraus und notieren Sie sich diese. So haben Sie im Notfall schnell eine Lösung parat und müssen nicht erst verzweifelt suchen. Bei Reisen ins Ausland empfiehlt es sich, vorab zu klären welche Sprache beim Tierarzt gesprochen wird und ggf. Adressen zu notieren, wo man deutsch bzw. englisch spricht.

Tipps für einen guten Start in den Urlaub mit Hund

Mit dem Hund zu verreisen kann Stress für Ihren Vierbeiner bedeuten, der sich in Durchfall oder Erbrechen äußern kann. Am Urlaubsort angekommen sollten Sie daher einige Punkte beachten, damit sich Ihre Fellnase entspannen und sich ein wenig eingewöhnen kann.

  • Gehen Sie nach der langen Anreise eine Runde mit Ihrem Hund spazieren. So kann er die neue Umgebung erkunden und schon einmal seine Markierungen setzen.
  • Richten Sie im Ferienhaus eine gemütliche Ecke für Ihren Hund ein. Am besten mit seinem Hundebett, Futter- und Wassernapf, die er auch von Zuhause kennt.
  • Vertraute Gegenstände helfen Ihrem Hund, sich am Urlaubsort schneller einzugewöhnen.
  • Behalten Sie nach Möglichkeit Abläufe und Rituale bei, die Ihr Hund schon von Zuhause kennt. Feste Strukturen helfen auch unsicheren Hunden, schnell in Urlaubsstimmung zu kommen.
  • Vermeiden Sie Futterumstellungen, indem Sie sein normales Futter von Zuhause mitnehmen. In den ersten Tagen sollten Sie die Verdauung Ihres Hundes im Auge behalten.

Hund am Wasser
Ihr Hund braucht ein wenig Zeit, um sich am Urlaubsort einzugewöhnen. Viele Gassirunden helfen ihm dabei.


Urlaub mit Hund in Corona Zeiten

Da sich während der Corona-Krise der Urlaub im Ausland als sehr unsicher heraus gestellt hat, bevorzugen viele Hundehalter den Urlaub in Deutschland. Auch im eigenen Land lassen sich viele wundervolle Urlaubsregionen entdecken. Gerade für Hundehalter ist ein Urlaub in Deutschland noch mit vielen weiteren positiven Aspekten verbunden:

  • die Anreise ist kürzer und bedarf weniger Planungsaufwand
  • es sind keine zusätzlichen Dokumente oder Impfungen erforderlich
  • die tierärztliche Versorgung ist relativ konstant und es bestehen keine Sprachbarrieren.

Der Urlaub im Heimatland hat außerdem den Vorteil, dass sich auch Kurzurlaube leichter realisieren lassen. Und eine kleine Flucht aus dem Alltag tut Mensch und Hund gleichermaßen gut. 


Fazit

Ein Urlaub mit Hund will gut geplant und vorbereitet sein. Sie wissen am besten, was Ihre Fellnase braucht und wie sie mit den veränderten Umständen und dem Reisestress umgehen kann. Wenn Sie sich frühzeitig mit den Transport- und Einreisebedingungen befassen, mit Ihrem Tierarzt Rücksprache halten und unsere kleine Checkliste beachten, steht einer wundervollen Zeit mit Ihrem vierbeinigen Reisebegleiter nichts mehr im Weg. 

sich, vierbeinige Gäste begrüßen zu dürfen.