Freude, Anstrengung, Angst oder doch eine Krankheit? Es kann viele unterschiedliche Gründe geben, warum Ihr Hund zittert. Nicht immer müssen Sie gleich mit ihm zum Tierarzt gehen, denn manche Rassen tun das beispielsweise von Natur aus. Auch das Alter oder Unsicherheit können ein Auslöser sein. In jedem Fall sollten Sie den Vierbeiner genau beobachten. In welchen Situationen tritt das Zittern auf? Hält es an oder ist es nur temporär? Welche unbedenklichen Ursachen es gibt und wann Sie einen Tierarzt aufsuchen sollten, lesen Sie in diesem Beitrag.


Unbedenkliche Ursachen für temporäres Zittern

In vielen Fällen gilt: Ruhe bewahren. Denn alltägliche körperliche Gegebenheiten und Emotionen können das Zittern bei Hunden auslösen. Übrigens gibt es dabei viele Parallelen zu uns Menschen und anderen Säugetieren.

Körperliche Aspekte

Es besteht nicht immer Grund zur Sorge, wenn Ihr Hund zittert. Manche Rassen neigen nämlich von Natur aus dazu. Einem Terrier beispielsweise liegt die Jagd im Blut, er steht konstant unter Strom. Indem er zittert, kompensiert er diese innere Anspannung. Auch bei vielen kleinen Hunderassen kann dieser Spannungsabbau eine mögliche Ursache sein. Hinzu kommt, dass sie leichter frieren. Bei Chihuahuas liegt das an ihrer mexikanischen Herkunft und ihrem zierlichen Körperbau. Nackthunde oder Tiere ohne Unterwolle frieren ebenfalls verhältnismäßig schnell. Viele Hunderassen lieben es, herumzutollen, aktiv zu sein und sich körperlich anzustrengen. Da kann es schon einmal passieren, dass Ihr vierbeiniger Freund nach einer intensiven Laufrunde am ganzen Körper zittert. Schließlich müssen sich seine Muskeln nach der körperlichen Anstrengung wieder erholen. Achten Sie in solchen Fällen darauf, dass der Hund nicht unterzuckert.

Jack Russell Terrier
Bei manchen Hunderassen liegt Nervosität in der Natur - so zum Beispiel bei Jack Russell Terriern.

Ihr Liebling hat bereits ein stattliches Alter erreicht? Dann ist es nicht verwunderlich, wenn er von Zeit zu Zeit zuckt oder etwas zittrig auf den Beinen ist. Ähnlich wie bei uns Menschen können solche Muskelbewegungen spontan beginnen und sind in vielen Fällen gesundheitlich unbedenklich.

Emotionale Gründe

Wenn Ihr Hund zittert, kann das ganz ähnliche Gründe wie bei uns Menschen haben. Auch wir reagieren körperlich auf Stress, Aufregung oder Angst. Auslöser können beispielsweise ungewohnte Situationen, andere Hunde oder fremde Menschen sein: In der Silvesternacht krachen die Feuerwerkskörper besonders laut oder ein ungleich größerer Vierbeiner verhält sich aggressiv. Wenn die Fellnase beim Autofahren zittert oder gar nicht erst einsteigen will, hat sie möglicherweise Angst davor. In der Regel können Sie sie aber Schritt für Schritt daran gewöhnen.

Ängstliche Vierbeiner zeigen oft weitere Symptome:

  • Angelegte Ohren
  • Knurrende Geräusche
  • Zähnefletschen
  • Kauernde Haltung
  • Zwischen die Beine geklemmte Rute

Ängstlicher Hund
Oftmals neigen Hunde, die in der Vergangenheit traumatisches erlebt haben, zu ängstlichem Verhalten.

Positive Emotionen können bei Hunden ebenfalls ein Zittern auslösen. Pure Freude geht zudem meist mit Schwanzwedeln, Bellen oder Tänzeln einher.

Muskelzuckungen in der Traumphase

Ist es Ihnen bei Ihrem Liebling auch schon aufgefallen? Manche Hunde zittern im Schlaf. Nachts verarbeiten sie das, was sie am Tag erlebt haben. Manchmal führt dies zu sehr lebhaften Träumen, die mit Muskelbewegungen einhergehen. Es signalisiert nicht unbedingt, dass Ihr Hund einen Albtraum hat, auch wenn es auf den ersten Blick so scheint. Meist ist es ein Zeichen von tiefer Entspannung und hilft ihm, Stress abzubauen.

Kurz und knapp - das sind mögliche Ursachen, wenn Ihr Hund zittert

  • Spannungsabbau
  • Kälte
  • Anstrengung
  • Alter
  • Stress
  • Angst
  • Freude
  • Träumen
  • Erlerntes Verhalten

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Was können oder sollten Sie tun?

All diese Aspekte sind in der Regel harmlos und haben keine negativen Auswirkungen auf den Gesundheitszustand Ihres vierbeinigen Freundes. In manchen Fällen müssen und können Sie nichts gegen das Zittern tun, etwa wenn es in der Natur der Rasse liegt.

Andere Ursachen können Sie relativ leicht bekämpfen:

  • Ist dem Vierbeiner oft kalt, können Sie ihm fürs Gassi gehen im Winter Hundebekleidung besorgen. Regelmäßige Fellpflege hilft ebenfalls: Mit der Bürste entfernen Sie abgestorbene Unterfellreste und ermöglichen damit, dass neues wärmendes Fell nachwächst. So beugen Sie auch einer Erkältung vor.
  • Manchmal kann aber auch eine Verhaltensänderung Ihrerseits helfen. Nämlich dann, wenn der Hund gelernt hat, dass das Zittern mit einer Belohnung verbunden ist. Schenken Sie als Herrchen ihm Aufmerksamkeit, geben ihm Leckerlis oder streicheln ihn, wird er es verständlicherweise wieder tun.
  • Angst-bedingtes Zittern können Sie durch Ihr Verhalten ebenfalls verstärken oder mindern. Denn wenn Sie ihn trösten und beruhigen, bestätigen Sie ihn in seiner Angst vor einer bestimmten Situation. Es kann also durchaus sinnvoll sein, gelassen zu bleiben. Das schaut sich Ihr Vierbeiner dann von Ihnen ab.
  • Kälte und erlerntem Verhalten beispielsweise können Sie entgegenwirken. In anderen Situationen müssen Sie nichts unternehmen. Schauen Sie aber immer genau hin: Ist Ihr Hund aufgeregt, ängstlich, möchte er ein Leckerli oder ist er tatsächlich krank?

Zittern: Steckt eine gefährliche Ursache dahinter?

Zittert Ihr Hund häufig, langanhaltend oder unerwartet, kann das gesundheitsbedenkliche Gründe haben. Allerdings ist das selten das einzige Anzeichen für eine bestimmte Hundekrankheit. 

Achten Sie deshalb auf weitere Symptome wie beispielsweise die folgenden:

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Hinken
  • Jaulen
  • Apathie

Wurde Ihr Hund vergiftet?

Erbrechen, erhöhter Speichelfluss, Bauchschmerzen und Fieber sind neben Muskelzittern weitere Anzeichen für eine Vergiftung. Wie können Sie dem vorbeugen? Seien Sie beim Gassi gehen wachsam und lassen Sie Ihren Liebling nichts vom Straßenrand fressen. Ein spezielles Anti-Giftköder-Training ist ebenfalls sinnvoll. Hat Ihr Hund bereits Gift zu sich genommen, sollten Sie schnell handeln. Bringen Sie ihn sofort zum Tierarzt und versuchen Sie ruhig zu bleiben, um ihn nicht noch mehr aufzuregen. Idealerweise nehmen Sie das Gift oder den Köder mit in die Praxis, damit der Arzt die Lage richtig einschätzen kann.

Ein möglicher Hinweis auf bestimmte Krankheiten

Viele Hunde zittern, weil sie Schmerzen haben. Diese können durch Verdauungsprobleme, Verletzungen, aber auch durch gefährlichere Beschwerden entstehen.

Krankheit Beschreibung Weitere Symptome neben dem Zittern
Niereninsuffizienz Vergiftung, hohes Fieber oder Blutverlust können zu akutem Nierenversagen führen. Eine chronische Insuffizienz entwickelt sich schleichend. Meist treten eindeutige Symptome erst im fortgeschrittenen Verlauf auf. Unruhe, Appetitlosigkeit, geringe Harnabsonderung, Durst, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Teilnahmslosigkeit
Addison-Krankheit Es besteht ein Mangel an Nebennierenrinden-Hormonen. Weibliche Tiere großer Rassen leiden häufiger darunter. Teilnahmslosigkeit, Durchfall, Appetitstörungen, Bauchschmerzen, Durst
White Dog Shaker Syndrom An dieser Erbkraknheit leiden vorwiegend Hunde mit weißem Fell Orientierungsverlust, schnelle Augenbewegungen
Magendrehung Der Magen dreht sich um die Längsachse. Dabei zittert der Hund aufgrund von starken Schmerzen. Diese Erkrankung tritt bei großen Rassen tendenziell häufiger auf. Würgen, Blähbauch, Unruhezustände, Kreislaufprobleme
Staupe Diese Viruserkrankung schädigt das Gehirn. Eine Impfung dagegen gehört in der Regel zum Standardprogramm. Krampfanfälle, Nasenausfluss, Atemnot, Husten, Lähmungen, Verhornte Pfoten oder Nase
Epilepsie Die Nervenzellen im Gehirn werden sehr stark erregt. Krampfanfälle

Zittern oder Krampfen? Es gibt einen Unterschied

Selbst wenn Ihr Hund am ganzen Körper stark zittert, ist er in der Regel ansprechbar. Er kann seinen Körper kontrollieren und Augenkontakt mit Ihnen halten. Das ist bei einem Krampfanfall nicht möglich.

Fazit Wenn Sie das Zittern nicht auf eine harmlose Ursache zurückführen können, sollten Sie einen Tierarzt konsultieren. Das gilt beispielsweise, wenn der Hund in unüblichen Situationen zittert. Auch wenn das Verhalten über lange Zeit hinweg anhält, lassen Sie den Grund am besten in einer Praxis oder Klinik abklären. Vielen Erkrankungen können Sie außerdem mit einer gesunden Ernährung vorbeugen. Geben Sie der Fellnase daher immer artgerechtes und ausgewogenes Hundefutter in Premium-Qualität.