Viele Katzenbesitzer wollen ihrem Stubentiger Abwechslung im Napf ermöglichen. Das ist jedoch nicht alles: Das angebotene Katzenfutter soll gesund, nährstoffreich und sättigend sein. Die Wahl zwischen Nass- und Trockenfutter für Ihre Katze ist da nicht immer leicht. Durch die Kombination beider Futtersorten, die sogenannte „Mischfütterung“, können die Vorteile beider Fütterungsarten verbunden werden. Welches Verhältnis von Trocken- und Nassfutter Sie bei der Mischfütterung beachten sollten, damit es zu keiner Mangel- oder Überversorgung kommt, erfahren Sie hier.


Wesentliche Unterschiede zwischen Nass- und Trockenfutter für Katzen

Der wesentliche Unterschied zwischen Nass- und Trockenfutter für Katzen liegt im Wassergehalt. Während das Trockenfutter einen Feuchtigkeitsgehalt von nur ca. 12 Prozent aufweist, verfügt das Nassfutter für Katzen über einen 60- bis 85-prozentigen Wasseranteil. Das bedeutet wiederum, dass Trockenfutter deutlich länger haltbar ist als Nassfutter. Der unterschiedliche Wasseranteil hat außerdem zur Folge, dass der Energiegehalt im Trockenfutter konzentrierter ist und Ihre Katze somit weniger davon benötigt. Im Vergleich zum Trockenfutter muss eine Katze im Durchschnitt die doppelte Menge an Nassfutter fressen, um 100 kcal aus ihrer Nahrung aufzunehmen. Deswegen befürchten viele Katzenbesitzer, die Trockenfutter füttern, ihr Liebling würde zu wenig fressen. Durch die erhöhte Energiedichte ist dem jedoch nicht so. Vom Trockenfutter benötigt Ihre Katze einfach nicht so viel.

Weiße Katze frisst draußen aus Metallnapf und schaut in Richtung Kamera
Nassfutter hat einen Wassergehalt von 60 bis 85 %. Trockenfutter hat hingegen nur 12 %.

Die Vorteile eines Nassfutters für Katzen

Nassfutter wird von vielen Katzen häufig bevorzugt, da es aufgrund des höheren Wassergehaltes geschmackvoller ist. Es eignet sich vor allem für Katzen, die wenig trinken, da es einen ausbalancierten Wasserhaushalt fördert. Der Urin wird dank des erhöhten Feuchtegehalts verdünnt, wodurch Harnsteinen vorgebeugt wird. Zudem gilt das Nassfutter als artgerechter, weil es eher der natürlichen Ernährung von Katzen entspricht. Dass Wasser den Stoffwechsel ankurbelt und für die Regulation der Körpertemperatur wichtig ist, ist ein weiteres Argument, das für die Fütterung von Feuchtfutter spricht. Aber auch Trockenfutter hat einige nicht zu unterschätzende Vorteile, die sich bei der Mischfütterung positiv auf die Gesundheit Ihrer Katze auswirken.

Getigerte Katze frisst draußen Nassfutter aus Napf
Nassfutter eignet sich vor allem für Katzen, die wenig trinken oder anfällig für Harnwegserkrankungen sind.

Die Vorteile eines Trockenfutters für Katzen

Die wenigsten Katzen fressen ihr gesamtes Futter auf einmal auf. Viele Stubentiger genießen es, mehrmals am Tag aus ihrem Napf zu naschen. Da das Trockenfutter weniger schnell verderblich ist, kann die Tagesration problemlos morgens in den Napf gefüllt werden – ohne Risiko, dass es ranzig wird. Ein Trockenfutter für Katzen fördert zudem die Kaumuskulatur und stärkt den Kiefer. Beim Kauen werden Zahnbeläge entfernt und die Mundhygiene somit gefördert. Ein gesundes Katzenfutter kann daher ein vitales Katzengebiss unterstützen und der Zahnsteinbildung vorbeugen. Für den Katzenbesitzer ist das trockene Futter deutlich weniger arbeitsintensiv: Es ist häufig günstiger, geruchsärmer und hinterlässt keine unschönen Flecken auf dem Fußboden.

Getigerte Katze frisst drinnen Trockenfutter aus Napf
Trockenfutter ist in der Anschaffung meist günstiger und deutlich länger haltbar als Nassfutter.


Die Mischung macht’s: Das richtige Verhältnis zwischen Trocken- und Nassfutter

Die Mischfütterung – also die Fütterung von Nass- und Trockenfutter – kombiniert die Vorteile beider Futtersorten. Statt jedoch Nass- und Trockenfutter in einer Schale zu mixen, sollten Sie die jeweilige Futtersorte in einem separaten Napf zu einer bestimmten Tageszeit anbieten.

 

Um den Energiebedarf Ihrer Katze durch Nass- und Trockenfutter zu decken, empfehlen wir, die Gesamtfuttermenge durch 3 zu teilen und dann wie folgt zu füttern: Geben Sie Ihrer Katze 2/3 der Futtermenge in Form von Nassfutter und teilen Sie dieses gerne in zwei Rationen auf (z. B. Frühstück und Abendbrot). Das letzte Drittel der erforderlichen Futtermenge erhält Ihre Katze über das Trockenfutter. Die abgewogene Menge können Sie ihr in einem gesonderten Napf bereitstellen, sodass sie diese über den Tag hinweg knabbern kann. Dies entspricht dem natürlichen Fressverhalten einer Katze. Da Trocken- und Nassfutter ohnehin unterschiedliche Verdauungszeiten haben, ist der Katzenmagen durch die Mischfütterung den ganzen Tag lang ausgewogen beschäftigt. Bei der Ermittlung des richtigen Energiebedarfs Ihrer Katze sowie des Kaloriengehalts der Nahrung kann Ihnen ein Tierarzt oder Fachhändler weiterhelfen.

 


Besondere Vorsicht gilt für verdauungssensible Katzen und Allergiker

Eine Mischfütterung kann für Ihre Katze eine gut verträgliche und gesunde Alternative sein. Bevor Sie sich jedoch endgültig für die Mischfütterung entscheiden, sollten Sie überprüfen lassen, ob Ihr Stubentiger eventuelle Vorerkrankungen, Anfälligkeiten oder Unverträglichkeiten hat. Verträgt Ihre Katze beispielsweise den Wechsel zwischen Nass- und Trockenfutter nicht, empfiehlt es sich, bei einer Futterart zu bleiben. Vor allem bei Allergikern gilt besondere Vorsicht: Achten Sie darauf, dass weder im Nass- noch im Trockenfutter allergene Substanzen enthalten sind und dass bei beiden Nahrungsquellen ein ausgewogenes Amino- und Fettsäurenprofil vorliegt.

Diese Nährstoffe sind für Ihren Stubentiger essenziell und sollten in keinem Katzenfutter fehlen:

  • Proteine
  • tierische Fette
  • Kalzium
  • Taurin
  • Niacin
  • Magnesium
  • Vitamin A
  • Phosphor
  • Arginin
  • essenzielle Fettsäuren

Grau getigerte Katze frisst oder trinkt
Bei der Mischfütterung allergischer Katzen sollten Sie darauf achten, dass weder im Nass- noch im Trockenfutter allergene Substanzen stecken.

 


Sind Katzensnacks bei der Mischfütterung erlaubt?

Nur weil Sie Ihre Samtpfote nun mischfüttern, bedeutet das natürlich nicht, dass Sie auf die Gabe von Katzensnacks und -leckerlis verzichten müssen. Jedoch sollten Sie stets den Kaloriengehalt der „Süßigkeit“ und den Tagesbedarf Ihrer Katze im Auge behalten, damit es nicht zur Überfütterung kommt. Es kann helfen, den Energiegehalt der täglichen Leckerli-Menge zu ermitteln und von den normalen Futterrationen abzuziehen. Alternativ können Katzenleckerlis ins Training oder in ein Bewegungsspiel eingebunden werden. Das verbrennt die zusätzlichen Kalorien, die durch den Snack aufgenommen werden.

Zwei Katzen teilen sich Futter aus dem Napf
Wer sich nicht über den Kalorienbedarf seiner Katze und dem Energiegehalt des Futters nicht im Klaren ist, kann einen Futterexperten oder seinen Tierarzt zu Rate ziehen.

 

Hier gibt es gutes Essen zum Schlemmen.


Fazit: Mischfütterung für Katzen als abwechslungsreiche Alternative

Sollen Sie nun Nassfutter, Trockenfutter oder lieber beides füttern? Die Frage, welches Futter für Ihre Katze das richtige ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Viele Faktoren sind individuell von Ihrem Stubentiger und seiner Gesundheit abhängig. Die Mischfütterung kann eine Lösung sein, um die Vorteile aus Nass- und Trockenfutter miteinander zu kombinieren. Sie sorgt außerdem für Abwechslung im Napf Ihrer Katze. In erster Linie kommt es jedoch auf die Qualität des Futters an: Hochwertig sollte die gewählte Katzennahrung immer sein, denn damit Ihr Stubentiger all seine 7 Katzenleben glücklich und gesund verbringen kann, ist die Nährstoffzufuhr von größter Bedeutung.