Kotwasser beim Pferd: Das musst Du unbedingt wissen
Kotwasser beim Pferd ist eine wässrige Flüssigkeit, die aus dem After austritt – meist vor, nach oder unabhängig vom eigentlichen Kotabsatz. Es handelt sich nicht um klassischen Durchfall, sondern um eine separate, dünnflüssige Ausscheidung, die oft das Hinterbein und die Schweifrübe verschmutzt. Bei Pferden ist Kotwasser ein häufiges Problem und kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden. Es ist nicht direkt eine Krankheit, sondern ein Symptom.
Mögliche Ursachen (oder eine Kombi davon):
- Fütterung & Raufutterqualität: Minderwertiges, zu feuchtes oder schimmeliges Heu, zu wenig Rohfaser, plötzliche Futterumstellungen.
- Stress & Haltungsbedingungen: Rangkämpfe, Stallwechsel, Transport, zu wenig Auslauf/Bewegungsmangel.
- Zahngesundheit: Schlecht zerkautes Futter durch Zahnprobleme.
- Magen-Darm-Probleme: Störungen der Darmflora (Dysbiose), Übersäuerung, Parasitenbefall.
- Fütterungsmanagement: Zu viel Kraftfutter, unausgewogene Nährstoffversorgung.
Begleitende Symptome:
- Verschmutztes Fell am Hinterteil
- Hautreizungen
- Juckreiz
- eventuell Gewichtsverlust
- stumpfes Fell
- bei längerer von Kotwasser auch Konditionsverlust
Die richtige Fütterung spielt eine zentrale Rolle bei der Prävention und Behandlung von Kotwasser bei Pferden. Hochwertiges, schimmelfreies Heu und eine gute Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen sind essentiell. Auch die Fütterungsreihenfolge und geregelte Fütterungszeiten sind wichtig. Bei Verdauungsproblemen können Ergänzungsfuttermittel mit speziellen Pflanzenextrakten und probiotischen Hefekulturen unterstützen. Allerdings ist es entscheidend, die Ursache des Kotwassers genau zu identifizieren.
Bei anhaltenden Problemen sollte man einen Tierarzt oder eine Tierärztin hinzuziehen, um ernsthafte Erkrankungen auszuschließen. Präventive Maßnahmen wie regelmäßige Zahnuntersuchungen, Vermeidung von Stress und eine angepasste Fütterung helfen, Kotwasser vorzubeugen und die Vitalität des Pferdes zu unterstützen.
Das sollte man vorbeugend gegen Kotwasser beim Pferd tun:
- Hochwertiges, hygienisch einwandfreies Heu, idealerweise mit gleichbleibender Futterqualität
- Langsame Futterumstellungen
- Ausreichend Auslauf und stressfreie Haltung
- Regelmäßige Zahnkontrollen
- Eventuell Zusatz von Prä- und Probiotika zur Stabilisierung der Darmflora (hiermit sollte man allerdings vorsichtig sein - das kann die Darmflora unter Umständen auch aus dem Gleichgewicht bringen)
- Ausgewogene Mineralstoff- und Nährstoffversorgung
Wichtig ist, dass die Ursache für das Kotwasser beim Pferd gefunden wird und diese nicht unbehandelt bleibt. Ansonsten kann es zu Hautentzündungen, Gewichtsverlust, Nährstoffmangel und einem geschwächten Immunsystem kommen.
Kotwasser beim Pferd ist weder für das Tier noch für Dich eine angenehme Angelegenheit. Es ist eine braune Flüssigkeit, die mit oder ohne Kotabsatz auftritt und sich nicht so leicht behandeln lässt. Zudem tritt das Problem in den letzten Jahren immer häufiger auf – besonders in den Herbst- und Wintermonaten, ist Kotwasser keine Seltenheit.
Für die Behandlung braucht es viel Geduld, weil sich selbst Tierärzte über die genauen Ursachen nicht einig sind. Denn es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom, das auf verschiedene Ursachen hindeuten kann. Welche Gründe Kotwasser bei Deinem Pferd haben könnte und wie Du darauf angemessen reagierst, erfährst Du in diesem Ratgeber.
Kotwasser beim Pferd: Was ist das genau?
Zunächst möchten wir eine Entwarnung geben: Kotwasser beim Pferd ist per se keine Krankheit. Die Fachwelt spricht eher von einem Symptom, das auf unterschiedliche Ursachen und Faktoren zurückzuführen ist. Dazu gehören Bewegungsmangel, psychische Belastungen, Sozialstress durch eine unpassende Herdenkonstellation und Fehler im Fütterungsmanagement oder schlechte Futterqualitäten. Doch auch Parasiten, Medikamente und Nierenprobleme können beim Pferd Kotwasser verursachen.
Dabei handelt es sich meist um eine schwarz-bräunliche Flüssigkeit, die im Darm produziert wird. Pferde verlieren Kotwasser beim Absetzen von Kot – in einigen Fällen tritt die Flüssigkeit auch ohne Kotabsatz aus. Abhängig von der Intensität können betroffene Tiere bis zu 1.5 Liter am Tag ausscheiden.
Was kannst Du tun bei Kotwasser bei Deinem Pferd?
Es ist eine unschöne Sachen und daher möchte Mensch wie Tier es möglichst schnell loswerden. Fragst Du Dich also: Was hilft gegen Kotwasser beim Pferd? Dann gibt es darauf eine einfache Antwort: Um Kotwasser erfolgreich zu behandeln, ist es wichtig, die Ursache zu finden und gezielt abzustellen.
Dafür kann ein Tierarzt oder eine Tierärztin notwendig sein. Sind zum Beispiel Parasiten für die Verdauungsprobleme verantwortlich oder ist eine Erkrankung die Ursache, ist eine tierärztliche Behandlung unumgänglich.
Des Weiteren kann gegen Kotwasser bei Deinem Pferd helfen, wenn Du seine Fütterung kontrollierst. Denn eine gut funktionierende Verdauung hängt primär davon ab, was es frisst. Auch die Haltung spielt eine Rolle für die Gesundheit der Vierbeiner. Verbesserst Du Fütterung und Haltung, trägt das allgemein zum Wohlbefinden bei und hilft im Speziellen, Kotwasser beim Pferd zu behandeln und vorzubeugen.
Achte zudem darauf, dass die Futterpause nicht länger als 3 bis maximal 4 Stunden andauern. Vermeide plötzliche Futterumstellungen.
Hat Dein Pferd eine empfindliche Verdauung, können ihm Prä- und Probiotika helfen. Sie können die Darmflora stabilisieren. Allerdings solltest Du damit vorsichtig sein bzw. nur unter Anleitung eines Experten handeln, denn Prä- und Probiotika können das Gleichgewicht unter Umständen auch stören.
Mithilfe von Darmsanierung beim Pferd Kotwasser behandeln
Kotwasser kann ein Hinweis auf eine gestörte Darmflora sein. In solchen Fällen kann eine gezielte Darmsanierung beim Pferd sinnvoll sein. Denn sie kann das Gleichgewicht der Mikroorganismen im Darm wiederherstellen. Dabei werden in der Regel Prä- und Probiotika eingesetzt. Sie fördern das Wachstum nützlicher Bakterien und drängen schädliche Keime zurück.
Das zusammen entlastet den Verdauungstrakt. Ergänzend können bestimmte Kräuter oder spezielle Ergänzungsfuttermittel den Regenerationsprozess unterstützen. Wichtig ist, eine Darmsanierung immer auf das einzelne Pferd abzustimmen und bei anhaltenden Beschwerden tierärztlichen Rat einzuholen.
Kotwasser bei Pferden - diese Ursachen sind möglich
Grundsätzlich sind die Auslöser vielfältig und können sowohl körperlicher als auch geistiger Natur sein.
Kotwasser bei Pferden vermeiden: Präventive Maßnahmen
Welches Futter ist empfehlenswert, wenn ein Pferd Kotwasser hat?
Bei Kotwasser sollte man die Fütterung des Pferdes ganzheitlich betrachten, bevor man auf bestimmte Helferlein zurückgreift. Denn das Futter kann eine mögliche Ursache sein. Was es zu beachten gibt und wie Du die Fütterung Deines Vierbeiners optimieren kannst, um Kotwasser entgegenzuwirken, erfährst Du im folgenden Abschnitt.
Qualität des Raufutters
Achte darauf, dass das Heu von hoher Qualität ist. Schmutziges oder schimmliges Futter kann zu Verdauungsstörungen und Kotwasser bei Pferden führen. Schimmeliges Heu sollte immer entsorgt werden. Lass das Heu Deines Vierbeiners am besten einmal analysieren und genauer unter die Lupe nehmen.
Ausgewogene Ernährung
Jedes Pferd muss täglich mit allen lebensnotwendigen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen versorgt werden. Nur so können keine Mangelerscheinungen entstehen. Dies kann durch das Füttern eines hochwertigen Mineralfutters für Pferde, wie z.B. Josera Kraut und Rüben Mineral oder Josera Joker Mineral erfolgen.
Auch unsere Josera Kraut & Rüben Mineralcobs sind geeignet, wenn die Fütterung praktikabel sein muss. Diese eignen sich besonders für Weidepferde, da Du die Mineralcobs wie Leckerlis ganz einfach aus der Hand füttern kannst.
Wichtig ist, dass die Menge des Mineralfutters genau auf das Körpergewicht des Vierbeiners abgestimmt ist. So kann weder ein Mangel noch ein Überschuss entstehen. Beachte, dass Kraftfutter häufig eine Mineralisierung enthalten. Mit unseren Josera Kraftfuttersorten ist das Pferd ab einer Menge von 2 kg am Tag bereits vollständig mit Mineralfutter versorgt. Die Menge Kraftfutter, die ein Pferd bekommen darf, richtet sich nach seinem Energiebedarf. Zu viel Kraftfutter kann durch eine hohe Belastung des Darm bei Pferden zu Kotwasser führen und zu viel Energie verursacht Stoffwechselprobleme. Dies ist vor allem bei stärkehaltigem Kraftfutter der Fall.
Regelmäßige Fütterungszeiten, um Stress zu vermeiden
Pferde profitieren von einem gleichbleibenden Fütterungsrhythmus. Versuche, Futter zu festen Zeiten zu geben, um den Verdauungstrakt des Pferdes nicht unnötig zu belasten. Beachte auch die richtige Fütterungsreihenfolge: Heu sollte immer vor dem Kraftfutter und dem Mineralfutter gefüttert werden.
Langsame Futterumstellungen
Jede Änderung in der Ernährung Deines Pferdes sollte schrittweise erfolgen. Gib dem Verdauungssystem Zeit, sich an das neue Futter zu gewöhnen, um Verdauungsprobleme zu vermeiden. Mische das neue Futter zuerst unter eine größere Menge des alten Futters und stelle so über ca. eine Woche das Futter schrittweise um.
Frühzeitige Erkennung von Futterunverträglichkeiten
Achte auf Anzeichen von Unverträglichkeiten oder Allergien gegen bestimmte Futtermittel und stimme die Pferdefütterung entsprechend darauf ab.
Genügend Wasser
Eine ausreichende Wasserversorgung ist essentiell für die Verdauung. Stelle sicher, dass Dein Pferd immer Zugang zu frischem und sauberem Wasser hat.
Ergänzungsfuttermittel
Bestehen Verdauungsbeschwerden oder hat Dein Pferd Kotwasser kannst Du auf Ergänzungsfuttermittel zurückgreifen. Eines davon ist Josera Help FlavoGast: Es ist eine Mischung aus ausgewählten Pflanzenerzeugnissen (Josera EquiFlavin®), probiotisch lebenden Hefekulturen sowie traditionellen Kräutern (wie Pfefferminze, Rosmarin, Oregano, Kamille, Melisse).
Diese Inhaltsstoffe können den Magen-Darm-Trakt auf natürliche Weise unterstützen sowie eine normale Darmfunktion und Darmflora fördern. Es trägt damit zum Wohlbefinden von Magen und Darm bei. Somit eignet es sich auch bestens, wenn ein Pferd Kotwasser hat – sowohl in akuten Fällen als auch vorbeugend.
Bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt ist außerdem Josera Help MyoGast Struktur ein geeignetes Krippenfutter: Es enthält ebenfalls eine ausgewählte Kombination pflanzlicher Erzeugnisse und wohltuende Kräuter wie Oregano und Ringelblume, die sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe liefern. In Studien wurden solchen Pflanzeninhaltsstoffen unter anderem antioxidative, antientzündliche oder präbiotische Eigenschaften nachgewiesen. Das rohfaserreiche Müsli kann man dank getreide-, luzerne-, soja- und melassefreier Rezeptur auch bei Futtermittelunverträglichkeiten füttern.
Trotzdem solltest Du der Ursache für das Kotwasser auf den Grund gehen: Vielleicht musst Du die Ernährung Deines Pferdes umstellen oder seine soziale Umgebung stressfreier gestalten.
Bei starken oder langanhaltenden Beschwerden solltest Du tierärztlichen Rat suchen und von eigenen Diagnosen absehen. Befolgst Du diese Ratschläge in Verbindung mit den präventiven Maßnahmen, unterstützt Du Gesundheit Deines Pferdes bereits enorm.
Fazit
Kotwasser bei Pferden ist einerseits ein kosmetisches Problem, wenn Hinterbeine und Schweif stark verschmutzen. Andererseits kann es auf Dauer auch zu Hautreizungen und -entzündungen führen. Außerdem stellt es Pferdebesitzer vor Fragen, die nicht so leicht zu beantworten sind. Denn als Symptom von zahlreichen möglichen Ursachen kann es eine Herausforderung sein, den genauen Grund für das Kotwasser beim Pferd herauszufinden. Um dem Problem vorzubeugen, solltest Du jedoch die Ursache herausfinden. Bei Unsicherheit oder länger anhaltendem Kotwasser, ist ein Tierarzt oder eine Tierärztin der richtige Experte. Dies gilt vor allem, wenn der Verdacht auf eine schwerwiegende Erkrankung wie einem Nierenproblem oder Magengeschwür beim Pferd besteht.
Darüber hinaus kannst Du mit bestimmten Mitteln wie dem Ergänzungsfuttermittel Josera FlavoGast das Magen-Darm-System Deines Pferdes stärken und präventiv gegen Kotwasser eingesetzt werden.
Kotwasser beim Pferd - Deine Fragen, unsere Antworten ganz kurz und knapp
Was ist Kotwasser beim Pferd?
Kotwasser ist eine braune Flüssigkeit, die beim Pferd mit oder ohne Kotabsatz auftritt. Es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom, das durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden kann.
Ist Kotwasser beim Pferd gefährlich?
Kotwasser an sich ist nicht unmittelbar gefährlich, kann aber ein Hinweis auf zugrunde liegende Gesundheitsprobleme sein. Es kann auch zu Hautreizungen führen. Bei anhaltendem Kotwasser solltest Du einen Tierarzt oder eine Tierärztin konsultieren.
Welche Ursachen hat Kotwasser?
Mögliche Ursachen für Kotwasser beim Pferd sind:
- Stress
- Futterumstellungen
- Parasitenbefall
- Bewegungsmangel
- Mangelhafte Futterqualität
- Zahnerkrankungen
- Bestimmte Medikamente
Wie kann man Kotwasser beim Pferd behandeln?
Die Behandlung von Kotwasser erfordert Geduld und eine genaue Identifizierung der Ursache. Eine angepasste Fütterung, Stressreduktion und regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind wichtig. Ergänzend können spezielle Zusatzfuttermittel wie etwa Prä- und Probiotika, Flohsamenschalen oder Heilerde helfen. Diese Mittel gegen Kotwasser beim Pferd binden die Flüssigkeit im Kot und können die Darmflora stabilisieren. Auch Kräuter wie Kamille oder Eichenrinde kommen unterstützend zum Einsatz, da sie beruhigend auf den Verdauungstrakt wirken können.
Bei länger anhaltendem Kotwasser oder starken Beschwerden sollte man immer einen Tierarzt oder eine Tierärztin hinzuziehen, um mögliche Grunderkrankungen abzuklären und die Behandlung individuell anzupassen.
Wie kann ich Kotwasser vorbeugen?
Vorbeugende Maßnahmen umfassen eine hochwertige, ausgewogene Ernährung, regelmäßige Fütterungszeiten, langsame Futterumstellungen, regelmäßige Zahnuntersuchungen, Stressvermeidung und ausreichend Bewegung.
Was ist der Unterschied zwischen Kotwasser und Durchfall beim Pferd?
Im Gegensatz zu Kotwasser, das die Ausscheidung von flüssiger Substanz ohne Veränderung der Kotkonsistenz umfasst, ist Durchfall durch breiigen oder dünnflüssigen Kot gekennzeichnet. Durchfall kann ein Anzeichen für eine schwerere Erkrankung sein und sollte umgehend tierärztlich behandelt werden.



