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Muskelaufbau durch das richtige Pferdefutter fördern

Der Energiebedarf des Pferdes richtet sich nach der Leistung, die es erbringen muss. Kann der Bedarf nicht alleine über das Raufutter gedeckt werden, wird Kraft- bzw. Krippenfutter zur Energieergänzung genutzt. Die Ansprüche an ein gutes Pferdefutter sind hoch - gerade wenn es sich um Sportpferde handelt, die gute Leistung, Disziplin und Ausdauervermögen unter Beweis stellen müssen.

Grundsätze der Pferdeernährung

Natürlich muss auch bei Sportpferden in erster Linie die ausreichende Versorgung mit Raufutter (Heu, Gras, Silage) gewährleistet sein. Raufutter ist für die Fütterung eines Pferdes unabdingbar und sollte immer in ausreichender Menge zur Verfügung stehen (am Tag mindestens 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht). Durch Heu wird die lebenswichtige, strukturierte Rohfaser geliefert.

Grundsätzlich hat Kraftfutter, das meist aus Getreide, Pellets oder Getreidemischungen besteht, eine höhere Energiedichte als Raufutter. Bei den Fütterungsmengen ist darauf zu achten, dass das Verdauungssystem des Pferdes nicht auf zu große Mengen Kraftfutter ausgelegt ist. Deshalb sollten möglichst mehrere kleine Tagesgaben gefüttert und die Menge von 2 kg Krippenfutter pro Mahlzeit für ein Großpferd nicht überstiegen werden. Eine Folge von einer Überversorgung mit Kraftfutter könnte beispielsweise ein Auftreten von Koliken sein. Letztendlich wird die richtige Fütterungsmenge von folgenden Faktoren abhängig gemacht:

  • Körpergewicht des Pferdes
  • Arbeitsleistung des Pferdes (Training, evtl. zu erbringende Höchstleistungen wie z. B. Turnier etc.)
  • Ernährungszustand des Tieres (evtl. vorliegende Leicht- oder Schwerfuttrigkeit)
  • Haltungsbedingungen (z. B. Robusthaltung, Offenstallhaltung, Boxenhaltung)
  • Energiegehalt des Kraftfutters, welcher je nach Getreidesorte bzw. Fertigmischung variieren kann

Pferdefutter zum Muskelaufbau

Sportpferd Muskelaufbau Bei Sportpferden muss die richtige Balance zwischen Energie, Eiweiß (fachlich auch Protein genannt) und allen wichtigen Nährstoffen gefunden werden, ohne die Verdauung des Pferdes zu belasten. Dies ist auch für den Muskelaufbau von großer Bedeutung. Beim Sport werden die Muskeln stark beansprucht – egal bei welcher Disziplin. Kohlenhydrate und Fette liefern Energie für die Muskelarbeit.

Was den Muskelaufbau betrifft, ist die Verfahrensweise ähnlich wie beim Menschen: für das Wachstum der Muskeln benötigt Ihr Pferd Energie in Kombination mit Eiweiß und der richtigen Bewegung. Eiweiße sind aus Aminosäuren bestehende Aneinanderreihungen. Teilweise können Aminosäuren vom Körper selbst hergestellt werden. Einige für das Pferd essentielle Aminosäuren müssen allerdings durch die Nahrung zugeführt werden. Ein Teil der Aminosäuren wird durch einen Verdauungsprozess zu körpereigenem Eiweiß, das dann Muskelmasse aufbauen kann. Deshalb ist auch für Pferde zum Muskelaufbau die Eiweißzufuhr wichtig.

Bei einer Unterversorgung mit Protein ist es sogar möglich, dass Muskeln abgebaut werden. Eiweiß wird zum einen durch das Raufutter geliefert und zum anderen über das jeweilige Kraftfutter. Wenn das Pferd Leistung erbringen muss und es zu mager wird, könnte es möglicherweise sein, dass Ihrem Pferd zu wenig Energie und Eiweiß zur Verfügung steht im Verhältnis zur Arbeit, die es verrichten muss. Wenn dem Pferd mehr Energie zugeführt wird, als es abbauen kann, wird Körperfett eingelagert. Dies kann das Leistungsvermögen negativ beeinflussen.

Durch das Eiweiß und die Bewegung können die Muskeln des Pferdes aufgebaut werden. Gleichzeitig mit der körperlichen Betätigung schwitzt das Pferd und verliert damit die wichtigen Elektrolyte Natrium und Chlor. Wir empfehlen einen Salzleckstein zur freien Verfügung, damit das Pferd seinen Elektrolytbedarf ausgleichen kann.

Muskelzellschutz im Hochleistungssport

Bei starker Beanspruchung, besonders im Hochleistungssport (egal ob Springen, Rennen oder Dressur), benötigen stark beanspruchte Muskeln einen besonderen Schutz vor oxidativer Zerstörung. Die Zellmembrane werden durch vermehrt stattfindende, oxidative Prozesse und daraus folgende freie Radikale bei sportlicher Belastung angegriffen.

Die Antioxidantien Vitamin C, Vitamin E und Selen bewahren die Zellen der Herz- und Skelettmuskulatur vor Zerstörung durch diese aggressiven Substanzen. Speziell Sportpferde haben einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien und ein gezielter Einsatz kann somit die Muskulatur vor Schäden bewahren.

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