Mit großen Augen schaut Dich Dein geliebter Vierbeiner an, um ein weiteres Leckerli zu erhaschen. Diätfutter für Hunde assoziierst Du sicherlich sofort mit Nahrung für übergewichtige Vierbeiner. Jedoch ist ein Diätfutter nicht nur für wohlgenährte Hunde geeignet. Es gibt verschiedenste Ursachen und Krankheiten, weshalb ein Diätfutter infrage kommen kann. Dieser Artikel soll Dir helfen, herauszufinden, ob bei Deinem Hund ein Diätfutter notwendig ist und worauf Du dabei achten solltest. 


Was verstehen Hundebesitzer unter Diätfutter?

Als Diätfutter bezeichnet man ein Hundefutter, das von seiner Nährstoffzusammensetzung auf eine spezifische Erkankung des Hundes abgestimmt ist. In der Regel enthält das Diätfutter beispielsweise weniger Fett, Eiweiß bzw. Protein, Phosphor oder Natrium – je nachdem, aus welchen Gründen Dein Vierbeiner ein Diätfutter braucht. Diätfutter zur Verringerung von Übergewicht hat weniger Fett und beinhaltet in der Regel mehr Ballaststoffe und Rohfaser. Diese sättigen Deinen Hund, ohne zu belasten. Ein reduzierter Proteingehalt in beispielsweise einem Futter zur Unterstützung der Leberfunktion bei chronischer Leberinsuffizienz hilft dabei, den Stoffwechsel zu entlasten.

Warum sollte ich meinem Hund ein Diätfutter geben?

Du solltest immer in Rücksprache mit dem behandelnden Tierarzt zu einem Diätfutter greifen, wenn beispielsweise eine der folgenden Hundekrankheiten diagnostiziert wurde:

  • Diabetes
  • Nierenkrankheiten
  • Übergewicht und Adipositas, ggf. als Folge einer Kastration
  • Leberkrankheiten
  • Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung).



Zuckersüß? Lieber nicht! Diabetes mellitus beim Hund

Bei Diabetes mellitus handelt es sich um eine Störung des Insulinstoffwechsels. Insulin ist ein Hormon, welches in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) produziert und für die Senkung des Blutzuckerspiegels nach der Nahrungsaufnahme benötigt wird. Leidet Dein Hund unter Diabetes, so kann die Bauchspeicheldrüse entweder nicht mehr ausreichend Insulin produzieren (Typ-1-Diabetes) oder das produzierte Insulin kann an den Zielzellen nur unzureichend wirken (Typ-2-Diabetes).

Daher steigt bei betroffenen Hunden der Blutzuckerspiegel nach den Mahlzeiten erheblich an und sinkt von alleine nicht wieder auf das Ausgangslevel hinab. Dies kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen, weshalb eine Diabetes-Erkrankung unbedingt mit Unterstützung eines Tierarztes behandelt werden muss. Während Typ-1-Diabetes in vielen Fällen genetisch bedingt ist, ist eine häufige Ursache für Typ-2-Diabetes Übergewicht.

Diabetes hat einige Auswirkungen auf das Leben Deines Vierbeiners. Auch Du als Hundebesitzer musst Dich der Krankheit Deines Lieblings anpassen. Hunde, die an Diabetes erkrankt sind, benötigen nach Absprache mit dem Tierarzt oftmals Insulin und ein spezielles Futter, wie zum Beispiel unser Josera Help Weight & Diabetic. Dieses kann dank einem reduzierten Zucker- und Kaloriengehalt die Diabetes-Therapie Deines Hundes unterstützen.



Schaffe Fütterungsroutinen! Die Fütterung des Hundes sollte möglichst regelmäßig zu den gleichen Uhrzeiten erfolgen. Im Idealfall teilst Du das Futter täglich auf mehrere kleine Portionen auf.

Welche Fütterungsart ist für einen Diabetiker-Hund geeignet?

Grundsätzlich ist für einen an Diabetes erkrankten Hund besonders wichtig, dass sein Futter einen hohen Rohfasergehalt besitzt. Diese Nährstoffe verlangsamen den Übertritt des Zuckers ins Blut und helfen somit, den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Spezielles Trockenfutter weist oftmals einen hohen Rohfasergehalt auf.

Fertigfuttersorten, denen Zucker zugesetzt ist, sollten vermieden werden, da Zucker den Blutzuckerspiegel besonders schnell ansteigen lässt und zudem Übergewicht begünstigt. Entsprechend solltest Du auch die Fütterung von Obst (Fruchtzucker) und natürlich Süßigkeiten unbedingt vermeiden – die gehören ohnehin nicht in den Hundenapf.

Bei übergewichtigen Hunden sollte eine Gewichtsreduktion angestrebt werden. Aufgrund der schwierigen Stoffwechsellage Deines erkrankten Hundes darf diese jedoch nicht allzu rasch erfolgen. Die Diät sollte von Deinem Tierarzt überwacht werden.

Französische Bulldogge liegt auf Couch angelehnt an Besitzer und wird gestreichelt
Regelmäßiges Wiegen und Rippen abtasten kann helfen, Übergewicht zu vermeiden.

Feste Strukturen geben Sicherheit: Nicht nur Deinem Hund, sondern auch seinem Organismus! Für einen Hund mit Diabetes ist ein strukturiertes Leben mit regelmäßigen Fütterungen, Spaziergängen und Ruhephasen sehr wichtig. Gemeinsame Rituale können Deinem Vierbeiner und Dir dabei sehr helfen und fördern nebenbei die Hund-Mensch-Beziehung.

 


Eiweißarme Ernährung bei Nierenkrankheiten

Besonders bei Krankheiten wie Niereninsuffizienz und Nierensteinen solltest Du möglichst auf ein proteinarmes Hundefutter zurückgreifen. Ein Hundetrockenfutter, welches einen Proteingehalt von 22 Prozent und weniger aufweist, gilt als proteinreduziertes Hundefutter. Besonders ältere Hunde (ca. ab dem 7. Lebensjahr) sind von dieser Krankheit betroffen.

Die Nieren haben einige wichtige Aufgaben. Sie regulieren den Elektrolythaushalt und scheiden Abfallprodukte sowie harnpflichtige Stoffe aus. Erst wenn ca. 70 % der Nieren nicht mehr funktionsfähig sind, treten die ersten Symptome schleichend auf. Der Grund dafür: Die noch gesunden Anteile sind so leistungsstark, dass sie für den erkrankten Teil mitarbeiten. Ein proteinarmes Hundefutter wird hauptsächlich empfohlen, um die Niere als Ausscheidungsorgan nicht weiter zu belasten. 

Übergewichtiger Hund im Garten
Bewegung und eine angepasste Ernährung sind wichtig, um Übergewicht nachhaltig vorzubeugen.


Ist Dein Vierbeiner zu dick? Die Gefahren des Übergewichts beim Hund

Die Volkskrankheit Übergewicht macht auch vor dem geliebten Vierbeiner nicht halt. Von Übergewicht ist die Rede, wenn das Gewicht Deines Hundes mehr als 10 % über dem Normalgewicht liegt. Zum Beispiel sollte das Gewicht eines English Springer Spaniel-Rüden bei ca. 25 kg liegen. Wiegt der Rüde 27,5 kg, gilt er schon als übergewichtig. Übergewicht ist in der Regel hausgemacht: Wenn der geliebte Vierbeiner mit großen Kulleraugen vor Frauchen oder Herrchen sitzt, können viele nicht widerstehen. Gerne geben sie dann viele Leckerlis, Würstchen oder sonstige Snacks. Eine weitere Hauptursache von Übergewicht ist der Mangel an Bewegung.

Natürlich kann auch eine zu große Menge an Hundefutter bzw. nicht leistungsgerechte Nahrung für überschüssige Pfunde verantwortlich sein. Energie geht nicht verloren! Was zu viel ist, wird für schlechte Zeiten in Form von Fett gespeichert. Übergewicht darf nicht verharmlost werden, da es sich dabei um eine chronische Erkrankung handelt.

Wie erkenne ich, ob mein Hund übergewichtig ist? Du kannst ganz einfach mit Hilfe Deiner Augen, Hände und einer Waage feststellen, ob Dein Hund übergewichtig ist. Fühlst Du die Rippen Deines Hundes, wenn Du mit der flachen Hand darüber streichst? Wenn Du diese deutlich spürst und die Taille Deines Vierbeiners von oben gut sichtbar ist, hat Dein Liebling im besten Fall sein Idealgewicht.

Deine Fellnase leidet an Übergewicht? Unser Diätfutter für Deinen Vierbeiner:

 

Gefährliche Folgen von Übergewicht

Die Folgen von Übergewicht sind sehr weitreichend. Es kann zu einem steigenden Risiko von Folgekrankheiten kommen. Konsequenzen sind zum Beispiel: Gelenkerkrankungen (Osteoarthritis), Diabetes mellitus, erhöhtes Harnsteinrisiko, Bluthochdruck, Herzprobleme und insgesamt eine kürzere Lebenserwartung.

Übergewicht als Folge einer Kastration

Nach einer Kastration ist das Risiko von Übergewicht bei Deinem Hund sehr hoch. Grund dafür ist der veränderte Hormonhaushalt. Bei nicht kastrierten Hunden regulieren die Geschlechtshormone Appetit und Stoffwechsel. Sie hemmen das Hungergefühl und kurbeln den Stoffwechsel an. Nach einer Kastration fehlen diese Geschlechtshormone.

Der Appetit steigt, jedoch verbraucht Dein Hund gleichzeitig weniger Kalorien. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Du schon die erste Mahlzeit nach der Operation um 10 bis 20 % reduzierest. Vergewissere Dich  am besten bei Deinem Tierarzt oder dem jeweiligen Futtermittelhersteller, dass Dein Hund trotz der reduzierten Futtermenge noch ausreichend mit allen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist.

Bettelt Dein Hund weiterhin nach Futter, weil ihm die reduzierte Menge nicht ausreicht, ist ein Diätfutter ratsam. Das Diätfutter weist einen höheren Fasergehalt auf, um den Hund zu sättigen. Der Energie- und Fettgehalt ist deutlich reduziert.

Vorbeugung ist einfacher als anschließend die überflüssigen Pfunde bei Deinem Hund abzutrainieren. Nach dem Motto „Bewegung hält fit“ solltest Du nach der Kastration auf besonders viel Bewegung achten.

Mops liegt auf der Couch und schaut nach oben
Ob und welches Spezialfutter für Deinen Hund das richtige ist, solltest Du stets mit Deinem Tierarzt besprechen.


Leberkrankheiten beim Hund

Die Leber als zentrales Stoffwechselorgan des Körpers hat zahlreiche Funktionen. Zum einen wandelt sie Nährstoffe aus der Hundenahrung in für den Hundekörper brauchbare Stoffe um, speichert diese und gibt sie bei Bedarf an die Zellen ab. Weiterhin nimmt sie Stoffwechselprodukte auf, wandelt diese um und sorgt dafür, dass sie ausgeschieden werden. Sollte Dein Hund an einer Lebererkrankung leiden, kann diese verschiedenste Ursachen haben.

Einige Vierbeiner leiden unter einer angeborenen Organschädigung, Entzündung, Verfettung oder einem Tumor an der Leber. Wenn bei Deinem Hund eine Lebererkrankung diagnostiziert wurde, solltest Du unbedingt seine Ernährung nach Empfehlung des behandelnden Tierarztes umstellen.

 


Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) beim Hund

Die Bauchspeicheldrüse ist ein sehr wichtiges Organ, denn sie ist an der Verdauung von Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten beteiligt. Bei der Pankreatitis unterscheidet man zwischen einer akuten (plötzlich auftretenden) und einer chronischen (wiederkehrenden). Die Bauchspeicheldrüse produziert unter anderem die wichtigen Verdauungsenzyme (Pankreassaft).

Liegt eine Entzündung vor, können wichtige Nährstoffe nicht aufgespalten werden. Die Pankreatitis äußert sich meist durch Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber, Schwäche und Durchfall bei Hunden. Zeigt Dein Vierbeiner diese Symptome, solltest Du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Dieser kann durch verschiedenste Methoden wie zum Beispiel Ultraschall eine Pankreatitis feststellen.

Bei der Fütterung ist darauf zu achten, dass das Hundefutter keinen zu hohen Fettgehalt besitzt. Das Hundefutter Deines Vierbeiners sollte viele Faserstoffe (beispielsweise aus Rübenschnitzeln und Chicorée-Wurzel) enthalten. Spreche mit Deinem Tierarzt über das aktuelle Futter Deines Vierbeiners.


Fazit: Suche das Gespräch mit einem Experten!

Als Besitzer eines kranken oder übergewichtigen Hundes solltest Du Dich gut mit den Inhaltsstoffen des jeweiligen Futters vertraut machen. Nicht jedes Diätfutter ist geeignet. Sprich mit dem behandelnden Tierarzt über die Fütterung Deines Hundes. Er kann Dir sagen, worauf Du achten solltest. 

 

Diätfutter für Hunde FAQs - Deine Fragen, unsere Antworten ganz kurz und kanpp

Was ist Diätfutter für Hunde?

Diätfutter für Hunde ist speziell zusammengestelltes Futter, das auf die gesundheitlichen Bedürfnisse Deines Hundes zugeschnitten ist. Es kann etwa bei Übergewicht, Diabetes, Nieren- oder Leberkrankheiten sowie Pankreatitis verordnet werden und enthält angepasste Mengen an Fett, Eiweiß und anderen Nährstoffen. Die Wahl des Diätfutters für deinen Hund sollte immer in Absprache mit einem Tierarzt erfolgen.

Wann sollte ich meinem Hund Diätfutter geben? 

Ein Diätfutter ist dann notwendig, wenn Dein Hund an bestimmten Gesundheitsproblemen leidet. Dazu zählen Übergewicht, Diabetes, Nierenkrankheiten, Lebererkrankungen oder Pankreatitis. Die Entscheidung für ein Diätfutter sollte immer in Absprache mit dem Tierarzt getroffen werden.

Was ist bei der Fütterung eines an Diabetes erkrankten Hundes zu beachten?

Für Hunde mit Diabetes ist es wichtig, dass sie zu festen Zeiten und in gleichbleibenden Mengen gefüttert werden. Das Futter sollte reich an Ballaststoffen und arm an einfachen Zuckern sein. Zudem ist es ratsam, die Gesamtfuttermenge auf mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag zu verteilen.