Für das neue Familienmitglied wollen Frauchen und Herrchen nur das Beste. Ein gesundes, glückliches und vor allem langes Leben soll dem kleinen Hund schließlich beschert sein. Dafür bieten sie ihm das Bestmöglichste, wozu auch eine gesunde Ernährung gehört. Wenn der Welpe nicht frisst, machen sich die meisten Hundebesitzer daher sofort Sorgen. Allerdings sind diese in vielen Fällen unbegründet, da harmlose Ursachen dahinter stecken. Welche können das sein, was können Sie tun und wann ist ein Tierarztbesuch empfehlenswert?

Welches sind unbedenkliche Ursachen für die Appetitlosigkeit Ihres kleinen Hundes?

Trifft eine der folgenden Möglichkeiten auf Ihren Vierbeiner zu?

  • Einige Tage frisst der Welpe sein Futter und dann wieder nicht mehr.
  • Er ist mäkelig, verweigert das Fressen und wartet darauf, dass Sie ihm etwas anderes geben.
  • Aus seinem Napf frisst der Welpe nicht. Wenn Sie ihn mit der Hand füttern, ist das Fressen kein Problem.
Legt Ihr kleiner, vierbeiniger Liebling eine dieser Verhaltensweisen oder eine ähnliche an den Tag, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Die Gründe dafür sind normalerweise unbedenklich und wirken sich nicht negativ auf seine Gesundheit aus. Zudem können Sie meistens relativ einfach etwas dagegen tun.


Hier noch mögliche Gründe, weshalb Ihr Welpe nicht frisst:

  • Zu viel Futter: Auf der Futterverpackung sind üblicherweise Empfehlungen für die richtige Menge angegeben. Diese können jedoch individuell unterschiedlich sein. Wenn Ihr Welpe nicht frisst, kann dies daran liegen, dass er schlichtweg satt ist. Reduzieren Sie die Futtermenge und geben Sie ihm weniger Leckerchen. Auf diese Weise können Sie das Problem schnell beheben.
  • Die Belohnung scheint nicht zu schmecken: Manche Welpen strengen sich nicht gerne für Futter an, weil sie wissen, dass es ihnen jederzeit in ihrem Napf zur Verfügung steht. Daher kann es passieren, dass sie das Leckerchen verweigern.
  • Ihr Hund erzieht Sie: Der kleine Hund rührt sein Fressen nicht an und sofort besorgt der fürsorgliche Hundehalter etwas anderes. Der Welpe frisst das neue Futter eine Zeitlang und zeigt anschließend das gleiche Verhalten. Es könnte sein, dass er Sie mit diesem Verhalten "erziehen" möchte bzw. auf ein neues/leckereres Futter spekuliert.
  • Ihr Hund möchte nur aus der Hand fressen: Befindet sich das Futter in seinem Napf, rührt Ihr kleiner Vierbeiner es nicht an. Füttern Sie es ihm aus der Hand oder liegt es auf dem Boden, frisst er es problemlos. Dies kann daran liegen, dass ihm das Fressen aus dem Napf nicht gefällt oder Schwierigkeiten bereitet. Gründe dafür können die Größe, das Material und andere Produkteigenschaften sein. Zum Beispiel haben manche Hunde Angst vor glänzenden Edelstahlnäpfen.
  • Zahnwechsel: Wenn der Welpe nicht frisst, kann dies auch am Zahnwechsel liegen. Dies können Sie überprüfen, wenn Sie ihm anstelle von etwas Hartem, etwas Weiches geben. Frisst er das, schauen Sie sich seine Zähne an. Verliert er diese gerade? Dann ist die Ursache meistens, dass er das harte Trockenfutter derzeit nicht gut zerbeißen kann.
  • Umzug in ein neues Zuhause: Die erste Zeit im neuen Zuhause ist sehr aufregend. Die neue Umgebung will erkundet werden, neue Gerüche kennen gelernt und das Revier markiert werden. Der Welpe lernt viel Neues kennen, das er verarbeiten muss. Vor lauter Aufregung vergisst er sein Futter oder hat kaum Appetit.

Welpe sitzt in leerem Napf
Wenn Ihr Welpe nicht frisst, müssen nicht immer gesundheitliche Gründe die Ursache sein.

Was können Sie tun, wenn Ihr Welpe nicht frisst?

Wenn Ihr Welpe nicht frisst, reduzieren Sie zunächst die Menge an Hundefutter und Leckerchen. Gerade wenn Sie mit ihm trainieren und er deshalb viele Belohnungen bekommt, kann es sein, dass er einfach keinen Hunger hat.

Bleiben Sie hartnäckig und wechseln Sie nicht sofort die Futtersorte. In den meisten Fällen fressen die Welpen irgendwann, wenn sie hungrig sind und merken, dass sie nichts anderes bekommen. In anderen Fällen kann es aber tatsächlich an der Ernährung liegen. Entscheiden Sie sich für hochwertiges Welpenfutter, das schmackhaft und leicht verdaulich ist. Auch eine Unverträglichkeit oder Allergie gegenüber bestimmten Inhaltsstoffen kann zur Futterverweigerung führen. Trifft dies auf Ihren vierbeinigen Liebling zu, können Sie zum Beispiel ein getreidefreies Hundefutter ausprobieren.

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Im Allgemeinen ist ein ständiger Futterwechsel nicht zu empfehlen. Im Gegensatz zu uns Menschen ist die Verdauung von Hunden nicht auf eine abwechslungsreiche Ernährung ausgerichtet. Ihr Magen-Darm-Trakt ist sehr empfindlich, weshalb plötzliche Futterumstellungen Beschwerden wie Durchfall und Erbrechen hervorrufen können.

Tipp Das Futter sollte für den kleinen Hund nicht ständig zur Verfügung stehen. Füllen Sie seinen Napf nur dann, wenn Fütterungszeit ist. Nehmen Sie ihm das Futter weg, wenn er es nach 10 Minuten nicht gefressen hat. So lernt er, dass er fressen sollte, wenn Sie ihm etwas anbieten.

Hat Ihr Welpe ein Problem mit seinem Napf, dann tauschen Sie diesen einfach aus. Hilft das nicht, dann legen Sie mit dem Futter eine Spur, lassen Sie es herumkullern oder verstecken Sie es. Auf diese Weise machen Sie das Fressen interessanter. Sie können das Futter auch mit zum Training und Gassigehen nehmen und es ihm anstelle von Leckerchen geben.

Im Alter von drei bis sieben Monaten erfolgt der Zahnwechsel beim Welpen. In dieser Zeit können Sie Ihrem kleinen Hund Nass- statt Trockenfutter geben oder dieses für ungefähr 10 Minuten mit lauwarmem Wasser einweichen. Dadurch bereitet ihm das Fressen keine Schwierigkeiten mehr. Sobald der Welpe sein richtiges Gebiss hat, gehört das Problem normalerweise der Vergangenheit an.

Geben Sie dem neuen Familienmitglied Zeit, sich in aller Ruhe in seinem neuen Zuhause einzugewöhnen. Wenn Sie ihn nicht überfordern, dann findet er auch Zeit, an sein Fressen zu denken.

Grundsätzlich ist es wichtig, Geduld zu haben. Oftmals liegt es an der neuen Situation, dass der Welpe nicht frisst. Solange er gesund ist, wird er nach einer gewissen Zeit sowieso von alleine wieder fressen. Dafür sorgt der natürliche Überlebensinstinkt. Beobachten Sie ihn aber trotzdem aufmerksam. So können Sie schnell feststellen, wenn er außer seiner Appetitlosigkeit noch weiteres ungewöhnliches Verhalten zeigt. Ist dies der Fall, sollten Sie mit ihm zum Tierarzt gehen.

Wann wird es zum Problem, wenn der Welpe nicht frisst?

Verweigert Ihr kleiner, vierbeiniger Liebling sein Futter, kann dies auch körperliche Ursachen haben. Diese sollten tiermedizinisch diagnostiziert und behandelt werden, um die Gesundheit des Hundes nicht zu beeinträchtigen.

Mögliche Ursachen sind:

  • Ohrmilben und Räudemilben sind verwandt
  • Fremdkörper im Maul, zum Beispiel Stück eines Kauknochens oder Spielzeugs
  • Entzündungen oder Verletzungen am Zahnfleisch oder Gaumen
  • Zahnschmerzen
  • Probleme im Magen-Darm-System
  • Vergiftung
  • Hormonelle Veränderungen wie Läufigkeit, Scheinschwangerschaft, Trächtigkeit, etc.
  • Psychische Gründe wie Stress, Umgebungswechsel, Verlust der Bezugsperson

Einige davon erkennen Sie, wenn Sie Ihren Welpen genauer untersuchen. Verletzungen im Maulbereich können Sie relativ leicht feststellen. Zudem sind einige Krankheiten von weiteren typischen Symptomen begleitet. Probleme mit dem Verdauungsapparat machen sich meistens auch mit Durchfall, Erbrechen und Bauchschmerzen bemerkbar. Ist Ihr kleiner Hund ungewöhnlich schlapp und möchte sich nicht bewegen, kann dies zum Beispiel auf einen Magen-Darm-Infekt oder eine andere ernstzunehmende Erkrankung hinweisen.

Fazit Einer der häufigsten Gründe, weshalb der Welpe nicht frisst, ist die Flegelphase (= ähnlich der menschlichen Pubertät). In dieser Zeit testen die jungen Vierbeiner ihre Grenzen aus und versuchen Frauchen oder Herrchen zu erziehen. Haben Sie das Gefühl, dass krankheitsbedingte Gründe für die Futterverweigerung vorliegen, sollten Sie den Rat eines Tierarztes einholen.