Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Pferdekrankheit vom Husten über die Mauke und Strahlfäule bis hin zur Kolik. Diese können verschiedene Ursachen haben und einige sind sogar anzeigepflichtig wie die Druse und bestimmte Infektionen mit Herpesviren. Die häufigsten Krankheiten bei Pferden sind:

- Kolik 
- Magengeschwür 
- Husten 
- Hufrehe
- Mauke 
- Strahlfäule
- Rückenschmerzen
- Lahmheit 
- Ekzeme 
- Atemwegserkrankungen 

Besteht der Verdacht, dass das Pferd eine dieser oder eine andere Krankheit hat, sollte man einen Tierarzt oder eine Tierärztin verständigen. Zudem ist es hilfreich, dass im Stall mehrere Personen Erste Hilfe bei den Vierbeinern leisten können. Pferdebesitzer sollten stets aufmerksam sein und erste Anzeichen auf eine Erkrankung erkennen und deuten können.
Hilfreiche, vorbeugende Maßnahmen gegen Pferdekrankheiten: ausgewogene Ernährung, tägliche Bewegung und eine gute Stallhygiene.

 

Als Pferdebesitzer haben sich viele einen Traum erfüllt, andere wiederum sind mit Pferden großgeworden und saßen schon auf dem Rücken eines Vierbeiners bevor sie richtig laufen konnten. Pferde sind wunderbare Lebewesen, die viel Spaß und Freude bereiten können. Die Gesundheit der Vierbeiner liegt uns Pferdebesitzern deshalb sehr am Herzen. Die Sorge, dass der Vierbeiner krank werden oder sich verletzen könnte, hat wohl jeder schon einmal gehabt. Auch haben viele Pferdebesitzer teilweise Bedenken, sie könnten Krankheiten oder Verletzungen übersehen oder gar falsch einschätzen. Wir möchten Dich rund um das Thema Pferdekrankheiten und Pferdegesundheit informieren. Die wichtigsten und häufigsten Krankheiten bei Pferden haben wir hier für Dich zusammengefasst. Informiere Dich über Symptome und mögliche Lösungen. Wir geben hilfreiche Tipps, wie Du Deinem Vierbeiner helfen kannst, gesund zu bleiben oder schnell wieder fit zu werden.


Die Kolik beim Pferd: keine Seltenheit!

Eine Kolik ist an sich keine Pferdekrankheit, sondern ein Überbegriff für Schmerzen im Bauchraum. Es gibt verschiedene Ursachen, die diese auslösen können. Oftmals sind Fehler in der Fütterung der Auslöser dafür. Jährlich erkranken 10 von 100 Pferden an einer Kolik. Die Ausmaße können dabei sehr drastisch sein und oft steht man vor der Entscheidung über Leben oder Tod.

Hast Du die Sorge, dass Dein Pferd an einer Kolik leidet, dann zögere nicht und rufe einen Tierarzt oder eine Tierärztin!

Es gibt unterschiedliche Ausprägungen: Während eine leichte Kolik auch vor Ort im Stall vom Tierarzt oder von der Tierärztin behandelt werden kann, muss das Pferd bei mittleren oder schweren Koliken oftmals in eine Pferdeklinik zur Behandlung. Ist z.B. der Darm verdreht, musst Du schnell handeln, da es sonst zu einem Absterben von Darmteilen kommt. Bei dieser schweren Art der Kolik, kommt Dein Pferd oft um eine Operation nicht herum. Du solltest Dir jedoch im Voraus Gedanken machen, ob für Dich im Falle des Falles eine Operation für Dein Pferd infrage kommt. Denn in dieser Situation eine gut überlegte Entscheidung zu treffen, ist sehr schwierig und kostet Zeit, die man mitunter nicht hat. Informiere Dich beim Tierarzt oder bei der Tierärztin über die Risiken und lass Dich beraten. Schließe evtl. eine OP-Kostenversicherung ab, dadurch kannst Du den größten Teil der Kosten decken und die Entscheidung fällt Dir leichter. Es ist besonders wichtig, dass Du eine Kolik frühzeitig erkennst und somit schnellstmöglich Deinem Pferd helfen kannst.

Daher haben wir Dir die gängigsten Symptome aufgelistet. Doch beachte, dass diese vielseitig sind und pferdeindividuell unterschiedlich sein können.

  • Unruhe, ständiges Scharren in der Einstreu
  • Wiederholtes Aufstehen und Hinlegen
  • Wälzen
  • Anschauen und Beißen des Bauches
  • Treten gegen den eigenen Bauch
  • Starkes Schwitzen
  • Schmerzverzogener Ausdruck
  • Apathisches Verhalten

Pferd liegend
Eine Kolik beim Pferd kommt öfter vor als man denkt.

Erste Hilfe im Fall einer Kolik

Wenn ein oder mehrere Symptome auf Dein Pferd zutreffen und Du die Vermutung hast, dass es eine Kolik hat, dann kannst Du bereits vor dem Eintreffen des Tierarztes oder der Tierärztin Deinem Pferd erste Hilfe leisten:

  • Nimm Dein Pferd aus der Box und führe es im Schritt in einer Halle oder auf einem Reitplatz. Diese Bewegung im Schritt wird dem Pferd dabei helfen, gegen Krämpfe anzukämpfen.
  • Sollte das Pferd stark schwitzen, lege ihm eine Abschwitzdecke an.
  • Es ist wichtig, dass das Pferd sich nicht wälzt oder hinlegt, da dies die Symptome eher verschlechtern als verbessern könnte.
  • Achte darauf, ob das Pferd Kot absetzt, da Dein Tierarzt Dich später danach fragen wird. Vermeide es, Deinem Pferd Futter oder Wasser zu geben, bis der Tierarzt eintrifft.
  • Bleibe ruhig und vermeide es, zusätzlichen Stress für das Pferd zu erzeugen.

Tipps um einer Kolik beim Pferd vorzubeugen

Um einer Erkrankung vorzubeugen solltest Du bei der Fütterung auf folgendes achten:

  • Kraftfutterration auf mehrere Mahlzeiten pro Tag aufteilen
  • Futterqualität regelmäßig auf Verunreinigungen und Schimmel prüfen
  • Falsche Zubereitung der Futtermittel vermeiden (z.B. bei Rübenschnitzel und Mash die Quellzeiten beachten)
  • Ausreichende Versorgung mit Raufutter (min. 1,5 kg Heu / 100 kg Körpermasse)
  • Keine plötzlichen Futterwechsel; langsam an ein neues Futter gewöhnen
  • Immer ausreichend Wasser zur Verfügung stellen
  • Ausreichend Bewegung
  • Das richtige Futter kann Koliken vorbeugen

Nutze die Josera Heuanalyse, um die Qualität und Nährwerte des Heus für Dein Pferd zu bestimmen. Das kann helfen einer Kolik vorzubeugen.

Expertentipp: Zur Vorbeugung von Koliken und weiteren Pferdekrankheiten ist wichtig, dass Dein Vierbeiner mit den richtigen Nährstoffen und Mineralien versorgt ist. Leicht verdauliches Mash und Heucobs können außerdem dazu beitragen, dass das Pferd nach einer Kolik wieder schneller fit wird.


Magengeschwüre bleiben oft lange unentdeckt.

 

Magengeschwür beim Pferd - Ein stiller Begleiter

Viele Sport- und Freizeitpferde, aber auch Fohlen leiden unter schmerzhaften Magengeschwüren. Oftmals sind sie stille Begleiter und bleiben zunächst unentdeckt. Im Magen des Pferdes steht die Produktion von Magensäure niemals still. Umso wichtiger ist es für die Vierbeiner immer ausreichend mit Raufutter versorgt zu sein. Denn diese puffert die Magensäure ab und verhindert, dass die empfindliche Magenschleimhaut durch sie gereizt wird. Ist dies nicht gegeben, steigt das Risiko, dass die Magensäure reizend und verletzend auf die Magenschleimhaut einwirkt. Doch auch durch mechanische Reize kann die Magenschleimhaut geschädigt werden. Das Problem: Magengeschwüre kommen oft schleichend und es sind oftmals keine klinischen Symptome beim Pferd festzustellen. Es besteht die Gefahr, dass diese Pferdekrankheit nicht entdeckt wird.

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Daher musst Du besonders achtsam sein und folgende Anzeichen beim Pferd ernst nehmen:

  • Verstärktes Speicheln
  • Zähneknirschen
  • Leer Kauen
  • Koppen
  • Leichte Koliken direkt nach der Futteraufnahme
  • Gestresstes bis aggressives Verhalten Artgenossen oder Menschen gegenüber
  • Berührungsempfindlichkeit an der Magengegend, Sattelgurtlage
  • Generelle Berührungsempflindlichkeit an Bauch und Rücken dadurch Unrittigkeit etc.
  • Unangenehmer Geruch aus dem Maul

Die Auslöser für Magengeschwüre können ganz unterschiedlicher Natur sein. Ein Pferd kann besonders gefährdet sein, wenn es mit folgenden Risikofaktoren konfrontiert ist:

  • Stress: Turniere, Rangkämpfe in der Herde usw.
  • Fütterung: Lange Nüchternzeiten und hohe Mengen an Kraftfutter
  • Häufige Transporte
  • Hohe Leistung wie z. B. Rennbelastung

Dieser Pferdekrankheit vorbeugen:

Du kannst Magengeschwüren beim Pferd fütterungsbedingt vorbeugen, indem Du die Kraftfuttermenge pro Mahlzeitauf maximal 0,3 kg / 100 kg Körpermasse limitierst. So kannst Du eine zu starke Füllung des Magens bei Deinem Vierbeiner vermeiden und somit eine zusätzliche Belastung reduzieren.
Zudem solltest Du die Fütterungsreigenfolge einhalten: erst Rau- dann Kraftfutter. Das Pferd produziert beim Futtern des Heus Speichel, der die Verdauung des Kraftfutters im Anschluss begünstigt. Nach der Fütterung von Kraftfutter sollte Dein Pferd mindestens eine Stunde lang nicht getrabt oder galoppiert werden, so verhindert man die mechanische Reizung der Magenschleimhaut durch das Kraftfutter.

Expertentipp: Ein weiterer wichtiger Punkt als vorbeugende Maßnahmen gegen diese Pferdekrankheit: Fresspausen von mehr als 4 Stunden vermeiden. Denn durch den Nahrungsbrei, der mit Speichel vermengt ist, wird die Magensäure gepuffert und kann somit die Magenschleimhaut Deines Pferdes nicht verletzen.  Besonders empfehlenswert ist die Fütterung von Leinsamen. Diese enthalten Schleimstoffe, die sich schützend auf die Magenschleimhaut legen und eine Verletzung der Magenwand verhindern. Des Weiteren solltest Du die tägliche Menge an Raufutter von min. 1,5 kg / 100 kg Körpermasse nicht unterschreiten.

 

Unterstützung bei einem sensiblen Pferdemagen:


Freies Kotwasser beim Pferd - Ein unangenehmer Begleiter

Diese Krankheit ist bei Pferden ein sehr häufiges und lästiges Problem. Neben dem normal geformten Kot scheidet der betroffene Vierbeiner im Anschluss ungebundenes Kotwasser aus. Bei freiem Kotwasser wird entweder das Wasser im Dickdarm nicht aufgenommen, oder die Bindung an die Futterpartikel ist gehemmt. Dadurch wird das ungebundene Wasser einfach abgesetzt. Oft zeigt sich Kotwasser nur bei einzelnen Pferden im Stall, daher ist eine eindeutige Zuordnung zu einem Auslöser sehr schwierig. Zusätzlich sind die Ursachen für diese Pferdekrankheit vielseitig

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Folgendes kann dafür unter anderem verantwortlich sein:

  • Stress
  • Kälteeinbrüche
  • Eine negative Energiebilanz
  • Verdauungsprobleme
  • Ungenügend zerkautes Futter
  • Vermehrte Aufnahme von Sand
  • Zu wenig Bewegung

Leidet Dein Pferd unter freiem Kotwasser, dann solltest Du bei der Fütterung auf eine Stabilisierung der Darmfloraachten. Durch Bierhefe und Leinsamen kannst Du die Verdauung Deines vierbeinigen Lieblings unterstützen und Energiedefizite ausgleichen. So kann Kotwasser reduziert werden und Du kannst dafür sorgen, dass Dein Pferd eine normal aktive Verdauung besitzt. Ein zusätzliches Problem sind die unangenehmen Verklebungen an Schweif und Hinterbeinen Deines Pferdes. Diese Verunreinigungen können zu Hautreizungen und Haarausfall an den betroffenen Stellen führen. Ein ziemlich lästiger Begleiter dieser Pferdekrankheit. Du solltest daher regelmäßig die Verklebungen entfernen und die Haut reinigen und pflegen z. B. mit Melkfett oder Wund- und Heilsalbe.

Wenn du das Problem des Kotwassers bei Deinem Pferd nicht in den Griff bekommst, dann solltest Du einen Tierarzt oder eine Tierärztin zu Rate ziehen.

Darmmikrobiota - wie kann ich das Pferd hier bei Regeneration nach Medikamentengabe (Antibiotika,..) unterstützen? Die Darmflora des Pferdes z.B. nach Antibiotika-Gabe sollte man mit einer bedarfsgerechten Raufutterfütterung, d.h. 1,5kg/100kg Lebendmasse, oder besser 2kg/100kg Lebendmasse unterstützten. Auch Probiotika wie Lebendhefe oder Prebiotika wie Inulin können einen positiven Einfluss auf die Darmflora haben.


Stoffwechselerkrankungen kommen bei Pferden vor.

Stoffwechselstörungen beim Pferd: EMS und Cushing

EMS beim Pferd – was ist das überhaupt?

Das Equine Metabolische Syndrom, kurz EMS, ist eine Krankheit bei Pferden, die aus verschiedenen Symptomen besteht. Zum einen leidet der vierbeinige Patient unter starkem Übergewicht, mit einzelnen Fettdepots an Kruppe, Nackenkamm und Schulter. Zum anderen entsteht bei dieser Pferdekrankheit eine Insulinresistenz, die einen vermehrten Hunger bei Deinem Pferd verursacht. Das natürliche Hungergefühl ist gehemmt und Dein Pferd frisst ohne satt zu werden, was zu dem obengenannten Übergewicht führen kann. Daher ist EMS auch als „Wohlstandskrankheit“ bekannt. Pferde mit Übergewicht haben ein erhöhtes Risiko an EMS zu erkranken. Zusätzlich ist durch die vermehrte Futteraufnahme auch das Hufrehe-Risiko höher. Diese Pferdekrankheit ist ein Teufelskreislauf, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Häufig von EMS sind im Allgemeinen schwere Rassen und Ponys betroffen. Ein Tierarzt oder eine Tierärztin muss für diese Pferdekrankheit eine Diagnose und einen passenden Behandlungsplan erstellen. 

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Wie kannst Du Deinem Pferd mit EMS helfen?

Um Deinem Pferd zu helfen, ist es sehr wichtig, dass Du es auf eine strenge diätische Fütterung umstellst.

Hierzu sollte die Fütterung nur 60-70% des Erhaltungsbedarfs decken.

Das Futter sollte durch eine voluminöse, energiearme Raufutterration von 1,2-1,5 kg Heu / 100 kg Körpermasse ersetzt werden. Alternativ kann ⅓ der Ration durch Stroh ersetzt werden - das liefert einen hohen Rohfasergehalt bei wenig Energie.

Biete Deinem Pferd Heu in einem engmaschigen Heunetz an, somit ist die Fresszeit verlängert. Wichtig ist, dass Du dies nicht drastisch umstellst. Also beispielsweise durch eine Heufütterung ohne Netz auf eine mit einem engmaschigen, 3 cm Netz. Das kann das Tier dramatisch frustrieren.

Versorge Dein Pferd zusätzlich mit einem stärke- und zuckerreduzierten Mineralfutter und einem Leckstein, damit ist es mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

Wichtig! Eine drastische Abnahme an Gewicht ist nicht erwünscht. Denn das belastet den Stoffwechsel extrem und sollte daher vermieden werden. Bei sehr dicken Pferden kann man mit einer Gewichtsabnahme von ungefähr 10 kg pro Monat rechnen.

 

Ist Dein Pferd sonst nicht krank und zeigt keine körperlichen Schäden, so solltest Du die Bewegung Deines Lieblings steigern, dass die ungewünschten Pfunde purzeln.

Hat dein Pferd Futtermittelunverträglichkeiten oder zusätzlich zu EMS noch Magenprobleme, kommt dieses Futter in Frage:

 

Cushing beim Pferd: Was passiert bei dieser Stoffwechselerkrankung?

Das Equine Cushing-Sydrom, kurz ECS, entsteht durch eine Störung in der Hypophyse. Es erkranken überwiegendältere Pferde über 15 Jahren daran. Das bedeutet jedoch nicht bedeutet, dass nicht auch jüngere von dieser Pferdekrankheit betroffen sein können. Pferde mit ECS besitzen oft ein unüblich langes, welliges Fell. Des Weiteren ist der Fellwechsel gestört oder bleibt sogar ganz aus.

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Viele Pferde die unter dieser Krankheit leiden, zeigen auch:

  • Muskelschwund
  • Eine Fettumverteilung
  • Rehe-Schübe
  • Leistungsschwäche
  • Erhöhte Infektionsgefahr
  • Läsionen, z.B. in der Maulhöhle
  • EMS

Das hilft Deinem Pferd mit Cushing

Neben der Therapie durch den Tierarzt oder die Tierärztin kannst Du Dein Pferd durch eine angepasste Fütterungunterstützen. Sollte Dein Pferd zusätzlich unter Übergewicht und EMS leiden, musst Du bei der Fütterung auf einen geringeren Energiegehalt des Futters achten. Bei Muskelschwund kann hochwertiges Raufutter Dein Pferd unterstützen, um somit dem Muskelabbau entgegen zu wirken. Zusätzlich kannst Du das angegriffene Immunsystem Deines Pferdes mit Omega-3-Fettsäuren und Vitamin E unterstützen. In Leinsamen sind diese besonders enthalten und Du kannst z.B. durch eine Fütterung mit Mash die Gesundheit Deines Pferdes unterstützen. Bei Weidegang musst Du darauf achten, dass einige Gräser einen sehr hohen Zuckergehalt besitzen und bei Cushing-Pferden Hufrehe auslösen können. Daher solltest Du die Weidezeiten bei anfälligen Pferden beschränken. 

Insgesamt empfiehlt sich eine stärke- und zuckerreduzierte Fütterung mit einem hohen Rohfaseranteil bei dieser Pferdekrankheit. Hierfür eignet sich besonders das  Josera Kraut & Rüben Struktur und unser neues Pferdefutter  Josera Kraut & Rüben Senior. Hochwertige Spurenelemente, Mineralien und Vitamine sollten über ein Ergänzungsfutter oder Mineralfutter unbedingt im Speiseplan aufgenommen werden. Wende dich gerne für eine kostenlose Beratung an unsere Futterexperten.

 


Hufrehe beim Pferd

Die Hufrehe ist eine schmerzhafte Entzündung der Huflederhaut, verursacht durch ein Ungleichgewicht der Darmflora im Blinddarm. Das Ungleichgewicht führt zu einer Vergiftung Deines Pferdes. Dadurch entstehen Entzündungsprozesse im Körper, die eine akute Hufrehe auslösen. Diese Pferdekrankheit wird durch bestimmte Kohlenhydrate, wie Fruktane, Stärke und Zucker verursacht. Diese nehmen die Vierbeiner über das Futter auf.

In folgenden Situationen ist Dein Pferd gefährdet und Du solltest es besonders gut im Auge behalten:

  • Überanstrengung
  • Gebärmutterentzündung (Fehlgeburten, Nachgeburtsverhalten)
  • Koliken
  • Fütterungsfehler
  • stärke- und zuckerreiche Futtermittel, falsche Fütterung
  • Umstellung von Stall- auf Weidehaltung
  • Beim Anweiden im Frühjahr
  • Weidegras (Gesamtzucker im Gras und anderen Futtermitteln)

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Wie kann ich Hufrehe beim Pferd vorbeugen?

Die Fütterung von Pferden, bei denen Hufrehe ein bekanntes Problem ist, sollte grundsätzlich stärke- und zuckerreduziert sein. Ist Dein Pferd anfällig für eine Weidehufrehe, solltest Du es bei niedrigen Temperaturen zwischen 5 und 10 °C trotz Sonnenschein nicht auf die Weide stellen. Da bei diesen Temperaturen das Graswachstum beschränkt und somit der Fruktangehalt sehr hoch ist. Dadurch steigt die Gefahr einer Hufrehe für Dein Pferd. Desweiten solltest Du die Umstellung von Stall- auf Weidehaltung über einen Zeitraum von 4 Wochen durchführen. So können sich die Darmbakterien langsam an die neue Futterzusammensetzung gewöhnen. Du kannst somit ein Absterben der guten Bakterien und ein umkippen der Darmflora vermeiden. 

Anzeichen für ein akutes Auftreten dieser Pferdekrankheit sind:

  • Bewegungsunlust
  • Appetitlosigkeit
  • Steifer / klammer Gang
  • „Sägebock“-stellung
  • Entlastung der Beine
  • Liegen und nicht Aufstehen wollen
  • Schmerzverzogener Ausdruck
  • Schwitzen

Zeigt Dein Pferd Anzeichen für diese Krankheit, rufe einen Tierarzt oder eine Tierärztin zur Hilfe!

Im Falle eines akuten Hufrehe-Schubs solltest Du komplett auf Kraftfutter verzichten und Dein Pferd ausreichend mit Heu füttern (min. 1,5 kg Heu / 100 kg Körpermasse).

Kann man die Hufqualität durch die Fütterung verbessern und unterstützen? Mit welchem Futter kann ich die Hufqualität positiv beeinflussen? Für gesundes Hufwachstum brauchen Pferde ganz verschieden Substanzen, zum Beispiel Spurenelemente wie Zink und Kupfer und verschieden Vitamine und vitaminähnliche Substanzen. Es macht wenig Sinn, einzelne Substanzen in hoher Dosis zu Füttern. Wir empfehlen immer ein auf ganzheitlichen Bedarf abgestimmtes Mineralfutter wie z.B. Josera Joker oder Josera Kraut&Rüben Mineralfutter.

 

Unsere Empfehlung für eine stärke- und zuckerreduzierte Fütterung Deines Vierbeiners


Alle Jahre wieder zur feuchten Jahreszeit: Mauke & Strahlfäule

Mauke beim Pferd

 

Mauke ist eine der 10 häufigsten Pferdekrankheiten und fast jeder Pferdebesitzer kennt das Problem. In der Fachsprache bezeichnet man sie auch als Fesselekzem, da sich kleine Verletzungen und Reizungen im Bereich der Fesselbeuge zeigen. Im Verlauf vermehren sich die Bakterien und die Verletzungen werden immer schwerer und durchdringen schließlich tiefer liegende Hautschichten. Das Fesselekzem ist sehr schmerzhaft und kann sich auch durch eine Lahmheit bei den betroffenen Pferden äußern. 

Ursachen für die Krankheit sind:

  • Feuchte Bodenbedingungen (matschige Paddocks / Koppeln)
  • Mangelnde Hygiene (Pferd stehen im Kot)
  • Helles Fell an den Beinen
  • Langer Behang, z.B. bei Friesen, Tinkern usw.

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Ursachen von Mauke beim Pferd

Oft spielen mehrere Faktoren zusammen für einen Ausbruch. 

Wichtig bei dieser Pferdekrankheit ist das Sauberhalten der betroffenen Stellen.

  • Stelle täglich gründlich waschen und trocken halten.
  • Waschlotion verwenden, die antibakteriell wirkt.
  • Anschließend Wunden mit einer Zinksalbe pflegen. Diese verhindert, dass erneut Keime in die verletzte Haut eindringen. Somit kann sich die Haut wieder erholen.

Bei wiederkehrender Mauke oder in schweren Fällen solltest Du unbedingt einen Tierarzt oder eine Tierärztin zu Rate ziehen, damit Dein Pferd bestens versorgt ist. 

 

WICHTIG Bei einer Mauke ist das Reinigen und Pflegen der betroffenen Stellen sehr wichtig und sollte täglich erfolgen. Achte zusätzlich darauf, dass Dein Pferd auf trockenen Böden steht und sich keine Feuchtigkeit in der Fessel bilden kann.

Was tun, um Mauke vorzubeugen?

Wir empfehlen Dir einen Futter-Check. Wende Dich hierzu gerne an unsere Futterexperten.

Strahlfäule beim Pferd 

Diese Pferdekrankheit betrifft den Hufstrahl - daher kommt auch der Name „Strahlfäule“. Die Fäulnisbakterien greifen den Hufstrahl Deines Pferdes an und zersetzen diesen. Durch Feuchtigkeit und mangelnde Hufhygiene können sich die Bakterien besonders gut vermehren und es kommt zu einem Auflösen des Strahls.

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So erkennst Du diese Krankheit bei Deinem Pferd:

  • Taschenbildung im Hufstrahl, die mit schwarzer Masse gefüllt sind
  • Fauliger Geruch beim Auskratzen der Hufe

Ist Dein Pferd betroffen, solltest Du einen Hufschmied anrufen. Durch großzügiges Ausschneiden entfernt dieser die faulen Stellen und somit die Fäulnisbakterien. Dadurch kann man das Problem in den Griff bekommen. Auch über den Besuch des Hufschmieds hinaus sollte man auf die Hygiene des Pferdehufs achten. Ist die Pferdekrankheit schon so weit fortgeschritten, dass sie auf die weiße Linie trifft? Dann solltest Du einen Tierarzt oder eine Tierärztin zur Behandlung hinzuziehen. Um der Strahlfäule vorzubeugen, solltest Du Dein Pferd auf trockenen Böden in einem hygienischen Stall halten. Kurzfristig ist es kein Problem, wenn es im Matschpaddock steht. Es sollte sich nur nicht dauerhaft auf einem matschigen oder feuchten Untergrund aufhalten. Dein Pferd kann zum Beispiel tagsüber im Matschpaddock stehen und nachts im Stall auf trockenem Boden. Dadurch kann der Huf über die Nacht abtrocknen.

Des Weiteren solltest Du die Hufe Deines Pferdes täglich gründlich reinigen und regelmäßig den Hufschmied zur Hufpflege kommen lassen. Auf diese Weise beugst Du dieser Pferdekrankheit vor und trägst deutlich zur Gesundheit Deines Tieres bei. 

Tipp unseres Futterexperten um Strahlfäule beim Pferd vorzubeugen:

Zu einem hygienischen, trockenen Stall trägt außerdem das innovative Stallhygiene-Produkt Josera SHF bei. Es sorgt mit seiner 100 % biologischer Rezeptur für Reinheit im Pferdestall, da es Feuchtigkeit bindet und so die Ammoniakbelastung reduzieren kann.


Borreliose durch Zecken: Die Gefahr lauert auf der Weide.

Borreliose beim Pferd: Die Gefahr auf der Weide

Jedes Jahr, wenn die Temperaturen wieder über 6-8 °C steigen, erwachen die Zecken aus ihrer Winterruhe und machen sich auf die Suche nach Nahrung. Diese Nahrung finden sie in Form von Blut von Wirtstieren, zu denen auch Pferde gehören. Indem sie die Tiere anzapfen, übertragen sie auch Bakterien. Zu diesen gehören die sogenannten Borrelien. Sie verursachen die Infektionserkrankung Borreliose. Bei dieser Pferdekrankheit handelt es sich nicht um eine unbekannte Infektionskrankheit, auch wir Menschen können davon betroffen sein. Die Symptome sind sehr vielseitigund oftmals bemerkt man die Erkrankung erst sehr spät. Kein Wunder, denn auch die Zecken tarnen sich sehr gut im Fell der Vierbeiner. Nicht jede Zecke überträgt Borrelien. Beim Übertragen bildet sich ein roter runder Kreis um den Zeckenbiss. 

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Folgende Symptome können bei dieser Pferdekrankheit eintreten:

  • Unspezifische und wechselnde Lahmheiten
  • Starke Muskelverspannungen
  • Ein klammer Gang
  • Starker Gewichtsverlust
  • Hautveränderungen
  • Ein geschwächtes Immunsystem

Ob Dein Pferd an der Krankheit Borreliose leidet, lässt sich sehr leicht durch einen Antikörpertiter-Test im Blutfeststellen. Der Tierarzt oder die Tierärztin kann diese Blutuntersuchung durchführen. Die Behandlung einer Borreliose ist beim Pferd genau so aufwendig wie beim Menschen. Die Borrelien liegen in aktiver und inaktiver Form im Körper vor und nur die aktive Form kann bekämpft werden. Die Behandlung erfolgt mit hochdosiertem Antibiotika über einen längeren Zeitraum. Daher solltest Du in dieser Zeit besonders auf eine Fütterung mit hoher Verdaulichkeit und darmflorastabilisierender Wirkung achten. Durch die Zugaben von Leinsamen und Bierhefe kannst Du Dein Pferd während der Behandlung der Krankheit unterstützen. 

Was tun gegen Borreliose?

Vorbeugend kannst Du Dein Pferd gegen Borreliose impfen lassen. Lass Dich dazu durch einen Tierarzt oder eine Tierärztin beraten. Zusätzlich ist es sehr wichtig, dass Du Dein Pferd täglich auf festgebissene Zecken überprüfst. Die Erreger werden innerhalb von 24 h übertragen und durch das Entfernen der Zecken kannst Du dieser Pferdekrankheit vorbeugen. Benutze zum Entfernen unbedingt ein geeignetes Werkzeug, wie z. B. eine Zeckenzange. Diese ermöglicht es Dir, die Zecke zu entfernen, ohne dass ihr Kopf stecken bleibt. Zusätzlich kannst Du Dein Pferd mit Zeckenschutzmittel einreiben. Trage dieses überwiegend am Kopf, Hals und Bauch sowie an den Beinen und unter den Schweifrüben auf. 


Lahmheit beim Pferd

Lahmt ein Pferd, klingeln beim Pferdehalter die Alarmglocken. Kein Wunder, denn die Ursachen dafür sind sehr unterschiedlich. Vor allem dann, wenn man als Pferdehalter nicht mitbekommen hat, dass sich das Pferd im Training auf der Koppel oder im Stall verletzt hat. Denn dann tappt man bei der Ursachenforschung zunächst im Dunkeln. Lahmt ein Pferd, heißt das grundsätzlich, dass es unter einem Schmerz leidet. Es nimmt aufgrund dessen eine Schonhaltung ein, die den Bewegungsablauf stört.

So unterschiedlich sind die Ursachen für die Lahmheit beim Pferd:

  • Entzündungen und Erkrankungen im Huf
  • Verletzung oder Entzündung an Sehnen oder Bänder
  • Muskelverspannungen oder -verletzungen
  • Knochenbruch oder Haarriss
  • Bluterguss
  • Verspannungen
  • Vergiftung
  • Bauchschmerzen
  • Vernagelung (beim Anbringen des Hufeisens)

Grundsätzlich gilt: Die Lahmheit bei Deinem Pferd kannst Du am besten im Trab oder Galopp lokalisieren. Untersuche es auf Blessuren und Verletzungen an den Beinen und leiste gegebenenfalls erste Hilfe. Geht Dein Pferd lahm, dann solltest Du einen Tierarzt oder eine Tierärztin holen, um die Ursache zu klären oder den Grad der Verletzung besser zu beurteilen und schließlich eine Behandlung einleiten zu können. 


Husten beim Pferd

Hat ein Pferd Husten, handelt es sich nicht um eine Krankheit an sich. Es ist ein Symptom, das auf verschiedene Pferdekrankheiten hinweisen kann. Auch ungünstige Haltungsbedingungen können dafür sorgen, dass ein Vierbeiner hustet. Aus diesem Grund sollte ein Tierarzt oder eine Tierärztin das erkrankte Tier untersuchen und die Ursache feststellen. Anschließend kann er oder sie eine passende Behandlung gegen den Husten und die dahintersteckende Pferdekrankheit empfehlen.

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Das sind mögliche Ursachen

1. Haltungsbedingt:

  • Staub in Heu oder Einstreu und Schimmel reizen Atemwege und können Husten auslösen
  • Ammoniak: hohe Konzentration in der Stallluft

2. Krankheitsbedingt:

  • Infektionen mit Viren oder Bakterien, weitere Symptome können Fieber und Nasenausfluss sein
  • Allergien
  • Überhitzung
  • Atemwegserkrankungen wie COB, chronische obstruktive Bronchitis, oder RAO, rezidivierende Atemwegsobstruktion

Was kannst Du gegen Husten beim Pferd tun?

  • Untersuchung durch Tierarzt oder Tierärztin: Eine tiermedizinische Diagnose ist wichtig, um das kranke Tier richtig behandeln zu können.
  • Haltungsbedingungen verbessern: Staub reduzieren, für ausreichend Frischluft sorgen und auf eine gute Hygiene im Stall achten.
  • Fütterung anpassen: Hochwertiges Pferdefutter stärkt allgemein die Gesundheit Deines Vierbeiners. Kräuter und andere Futterergänzungsmittel können die Atemwege unterstützen.
  • Bewegung: Für ein starkes Immunsystem und das Wohlbefinden sollte sich Dein Pferd ausreichend an der frischen Lust bewegen. Bei akutem Husten solltest Du es allerdings schonen und keinesfalls überfordern.
  • Inhalation: Bei trockenem Husten kann eine Kochsalzlösung inhaliert werden, um die Schleimlösung zu unterstützen.


Sommerekzem beim Pferd

Diese Krankheit bei Pferden zählt zu den allergischen Hauterkrankungen. Sie wird durch den Speichel von Insektenausgelöst, vor allem durch Gnitzen (Culicoides). Besonders häufig erkranken Islandpferde daran. Doch ebenso können andere Rassen betroffen sein. Das Sommerekzem ist nicht heilbar. Durch gezielte Maßnahmen kann man die Symptome jedoch lindern.

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Daran erkennst Du diese Pferdekrankheit:
 

Das Sommerekzem tritt bei betroffenen Vierbeinern nicht nur in den Sommermonaten auf, sondern ganzjährig. Ist die Haut erst einmal aus der Balance, können bereits kleine Auslöser sie zu reizen. Die Pferdekrankheit gilt bisher als nicht heilbar

Sie tritt meistens zwischen 3. und 6. Lebensjahr auf und mit zunehmendem Alter steigt die Schwere der Erkrankung. Mähnenkamm und Schweif der Tiere sind zuerst betroffen, dann der Unterbauch, das Gesicht und die Ohren.

  • Starker Juckreiz
  • Scheuern von Mähne und Schweif
  • Haarverlust bis hin zu haarlosen Stellen
  • Hautentzündungen
  • Hautausschlag
  • Verdickte Haut
  • Pusteln und Wunden
  • Krusten- und Schuppenbildung

Mittels einer Blutuntersuchung findet der Tierarzt oder die Tierärztin heraus, dass es sich um das Sommerekzem und nicht um eine andere Pferdekrankheit wie Räude handelt.
Die Ursache dafür ist nicht ganz klar. Ein geschwächtes Immunsystem spielt in diesem Zusammenhang auf jeden Fall eine Rolle, weil es sich um eine allergische Reaktion handelt. Eine falsche Fütterung sowie Übergewicht begünstigen laut Experten diese Krankheit bei Pferden. 

Das kannst Du gegen diese Pferdekrankheit tun:

  • Mithilfe von Ekzemerdecken und Insektensprays vor Insektenstichen schützen
  • Angepasste Fütterung
  • Vermeidung von Stress
  • Vermeidung von Übergewicht


Rückenschmerzen beim Pferd

Sie sind ebenfalls keine Pferdekrankheit an sich, sondern ein Symptom für eine Erkrankung bzw. körperliche Beeinträchtigungen wie Verspannung der Muskulatur oder eine Entzündung. Daher ist es wichtig, dass ein Tierarzt oder eine Tierärztin eine Diagnose stellt. Ist die Ursache ermittelt, kann eine passende Behandlung erfolgen. Diese zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern und die Ursache zu bekämpfen.
 

Das sind mögliche Ursachen für Rückenschmerzen beim Pferd

  • Muskuläre Probleme: Verspannungen, Zerrungen, Entzündungen der Rückenmuskulatur oder unzureichende Ausbildung der Muskulatur im Rücken
  • Skelettprobleme: Wirbelgleiten; Entzündungen am Nackenbandansatz; Probleme mit den Gliedmaßen, die zu einer Fehlbelastung des Rückens führen; oder die sogenannten Kissing Spines, sich berührende Wirbelfortsätze 
  • Zahnprobleme: Zahnschmerzen und andere Beschwerden im Maul des Pferdes beeinträchtigen das Kauen und Schlucken, was sich wiederum auf die Körperhaltung und den Rücken auswirken kann
  • Sattel- und Reiterprobleme: sitzt der Sattel schlecht oder ist der Reiter/die Reiterin zu schwer, kann das zu einer ungünstigen Reitweise und zu Rückenschmerzen beim Pferd führen
  • Weitere Ursachen: Entzündungen im Körper, Probleme mit dem Bewegungsapparat, Nieren- oder Lebererkrankungen

Daran erkennst Du, dass Dein Pferd Schmerzen im Rücken hat:

  • Änderungen im Verhalten: Ein Pferd mit Rückenschmerzen kann beim Reiten oder Saubermachen den Rücken durchdrücken, buckeln, steif wirken, mit dem Kopf oder Schweif schlagen oder sich gegen das Aufsteigen wehren
  • Lahmheit: Lahmt ein Vierbeiner deutlich, insbesondere in der Hinterhand, kann das auf Rückenprobleme hindeuten
  • Gangunreinheit: Besonders im Galopp können Taktunreinheiten auf Schmerzen im Rücken hinweisen
  • Weitere Symptome:
  • Zähneknirschen
  • Schlechte Laune
  • Schwierigkeiten beim Rückwärtsrichten
  • Ignorieren von Hilfen
  • Aufbäumen
  • Plötzliches Losrennen

Das kannst Du tun, wenn Dein Pferd Rückenschmerzen hat:

  1. Tierarzt oder Tierärztin rufen für Untersuchung, Diagnose und zielgerichtete Behandlung
  2. Abhängig von der Ursache helfen Physiotherapie, Stoßwellentherapie, Medikamente und andere Maßnahmen
  3. Um Rückenschmerzen vorzubeugen, auf eine korrekte Haltung des Pferdes achten, einen passenden Sattel auswählen, angemessen trainieren und schonend ausbilden
  4. Durch Bewegung die Rückenmuskulatur stärken und die Durchblutung fördern
  5. Muskelaufbau durch eine ausgewogene Ernährung mit wichtigen Spurenelementen und Aminosäuren unterstützen


Fazit zu Krankheiten bei Pferden

Natürlich sehen wir sie am liebsten gesund und munter über die Weide springen - aber auch Pferde sind anfällig für besondere Erkrankungen. Sei deshalb immer wachsam und ziehe lieber einmal zu viel als zu wenig den Tierarzt oder die Tierärztin Deines Vertrauens zurate. In jedem Fall gehört die Behandlung einer akuten Erkrankung immer in professionelle Hände.