Der Dobermann wird immer wieder in Filmen als aggressiver Kampfhund porträtiert. Doch stimmt dieses Porträt überhaupt, welches wir durch Filme suggeriert bekommen? Nein! Die Erziehung und Haltung spielt dort eine wichtige Rolle. Aggressive Dobermänner, werden oft in Zwingern gehalten und beabsichtigt aggressives Verhalten antrainiert. Dies heißt jedoch nicht, dass jeder Vertreter dieser Hunderasse aggressiv ist. Dies ist abhängig von der Erziehung und des Umfelds des Hundes. In diesem Ratgeber erfahren sie mehr über die Hunderasse und ob diese für sie geeignet ist.

Körpergröße Hündinnen 63 - 68 cm und Rüden 68 - 72 cm
Gewicht Hündinnen 32 - 35 kg und Rüden 30 - 45 kg
Charakter Loyal, gehorsam, furchtlos, intelligent, selbstbewusst
Erziehung und Haltung Konsequent & liebevoll, geeignet für Haushaltung
Krankheiten DCM und Pulmonal Stenose
Lebenserwartung 10 - 13 Jahre

Eine elegante Hunderasse

Der Dobermann hat einen schlanken und elegant wirkenden Körperbau. Sein Köper wirkt kräftig sowie muskulös. Das Fell ist glatt und oft braun oder schwarz. Typisch sind die rotbraunen Abzeichen. Die Fellfarbe ist jedoch in Variation nicht begrenzt, fast jede Farbe existiert. Er hat von Natur aus hängende Ohren, jedoch haben Dobermänner öfters kupierte Ohren oder Ruten. Dies ist zwar seit einigen Jahren verboten, jedoch wird es noch praktiziert. Die Widerristhöhe tendiert beim Rüden zwischen 68 - 72 cm, bei Hündinnen tendiert die Widerristhöhe zwischen 63 - 68 cm. Beim Gewicht liegen Rüden bei 40 - 45kg, Hündinnen liegen bei 32 - 35kg.

Charakter und Wesen des Dobermanns

Ein kurzer Überblick über den Dobermann:

  • loyal
  • gehorsam
  • furchtlos
  • intelligent
  • selbstbewusst
  • aufmerksam
  • neugierig

Dobermänner und die Rassenliste Der Dobermann steht auf einigen Rassenlisten. In Brandenburg müssen Sie eine Erlaubnis haben um diese Hunderasse zu führen. Um diese Erlaubnis zu erhalten muss der Halter ein Wesenstest seines Vierbeiners vorweisen. Die Rassenliste ist in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Schleswig-Holstein ist seit 2016 die Rassenliste aufgehoben. Aufpassen sollten Sie jedoch im Ausland, da dort strengere Regeln herrschen. Dänemark hat seit 2010 eine strikte Rassenliste. Sollten Sie einen illegalen Hund dort führen, kann es zur Beschlagnahmung und Einschläferung kommen. Vorsichtig sollte man auch bei Mischlingen sein, denn diese haben die Beweispflicht, dass ihr Vierbeiner keiner dieser verbotenen Rassen angehört. In der Regel sollten Sie vor der Planung ihres Urlaubs die landeseigene Rassenliste überprüfen.

Die Erziehung dieser großen Rasse

Der Dobermann ist klug und gelehrig. Außerdem empfindet er große Freude am gemeinsamen Training mit seinem Herrchen. Eine konsequente und liebevolle Erziehung Ihres Hundes ist die effektivste Methode. Der Grundbausteine für eine gute Beziehung zwischen Mensch und Hund, sind feste Regeln und eine klare Hierarchie Struktur. Der Hund muss wissen sich in jeder Situation unterzuordnen und seinem Herrchen mit vertrauen zu folgen. Ein weiterer Aspekt in der Haltung ist die körperliche sowie geistliche Auslastung des Hundes. Sollte diese nicht vorliegen, langweilt und entwickelt ungewollte Gewohnheiten. Wichtig sind abwechslungsreiche und fordernde Aufgaben, die der Hund bewältigen muss. Des Weiteren sollte sein Verteidigungsdrang in die richtige Richtung trainiert werden. Das bedeutet, dass der Hund nur ausdrücklich auf Kommandos verteidigen soll. Eine gute Sozialisierung des Tieres ist ein wichtiger Baustein für einen liebevollen und treuen Begleiter, sei es für eine Familie oder als Arbeitshund. Wichtig für die Haltung ist viel Platz und Auslauf für die sportliche Hunderasse, auch der Besuch einer nahen Hundeschule ist nicht verkehrt. Am besten eignet sich ein großes Haus mit Garten für die Haltung eines Dobermannes. Aber auch in einer großen Wohnung können Sie ihn halten, sofern Sie ihm regelmäßig am Tag langen Auslauf gewähren. Das Temperament ist immer anhängig von dem Training und der Beschäftigung des Vierbeiners.

Mit kalorienarmen Hundefutter ernähren

Die Schlüsselfaktoren zu einer guten Ernährung für einen Dobermann sind eine gesunde und ausgewogene Kost. Die Zusammensetzung sowie die Qualität der einzelnen Rohwaren, tragen zu einem guten Futter bei. Das Futter sollte den Energiehaushalt des aktiven Dobermanns abdecken, um sein Wohlbefinden und Immunsystem zu unterstützen. Vermeiden sollten Sie Futter von geringwertiger Qualität sowie Überfütterung. Die Menge des Futters ist abhängig von Faktoren wie Alter, Geschlecht, aktuelles Gewicht, Bewegungsgrad und Energiegehalt des Futters.

Maßnahmen
Ernährung Futter rationieren
Futter an den Energieverbrauch anpassen
Leckerlies nur als Belohnung vergeben
Sport Regelmäßige und ausgiebige Spaziergänge
Weiter Maßnahmen Lassen Sie denHund für sein Essen arbeiten, mit z.B. Intelligenzspielen.
Regelmäßige Gewichtskontrolle

Pflegen SIe regelmäßig die Krallen Ihres Vierbeiners

Dobermänner gelten in der Regel als eine sehr pflegeleichte Hunderasse, da sie kurzes Fell haben. Daher ist wird keine tägliche Pflege benötigt, es reicht ihn 1-mal in der Woche durchzubürsten. Neben dem Fell brauchen auch Krallen, Augen, Haut, Zähne und Ohren regelmäßige Pflege bzw. Untersuchungen, um Infektionen oder andere Problematiken frühestmöglich zu behandeln. Die Einführung einer Pflegeroutine ist eine gute Idee, da Sie so Ihren Hund an die Untersuchung gewöhnen und frühzeitig Verletzungen und Infektionen entdecken können. Diese Pflegeroutine sollten Sie am besten schon im Welpenalter einführen und es dem Hund spielerisch beibringen.

Typische Krankheiten dieser Rasse

Genetisch bedingt ist der Dobermann anfälliger für Herzerkrankungen. Dazu gehört die Dilatative Kardiomyopathie (DCM). Bei DCM handelt es sich um eine Kontraktionsschwäche des Herzmuskels, welches eine Herzerweiterung zur Folge hat. Durch diese Schwäche ist der zureichende Blutzufluss nicht gesichert. Symptome für die Erkrankung sind Husten und Leistungsschwäche. Meist wird die Erkrankung erst im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Bei dieser Erkrankung kann es passieren, dass der Hund einen plötzlichen Herztod erleidet. Es gibt primäres und sekundäres DCM. Bei der primären DCM handelt es sich um eine genetisch bedingte Erkrankung. Die Ursache für die sekundäre DCM sind infektiöse Krankheiten oder Nährstoffmangel. Die primäre DCM ist häufiger vertreten als Sekundäre.

Pulmonal Stenose bezeichnet eine Verengung der Lungenarterie. Im Normalfall ist diese Erkrankung angeboren. Aufgrund der verengten Arterie muss das Herz eine höhere Pumpleistung erzielen. Dies hat zur Folge, dass sich die rechte Herzkammer erweitert und somit weniger Blutfluss herrscht. Symptome dieser Erkrankung sind Leistungsschwäche und Herzrhythmusstörungen. Lösungsansätze sind operative Maßnahmen und gezielte Fütterung des Vierbeiners. Sie sollten vermeiden natriumhaltiges Futter zu füttern, da dieser zu erhöhte Blutdruck führen kann. Die Folgewirkung wären langfristige Herzschäden. Des Weiteren verhindert eine angepasste Zugabe von Taurin weitere Herzveränderungen, sofern ein Taurinmangel vorhanden ist.

Wissenswertes über den Dobermann

Wissenswertes:

  • Dobermänner sind die fünft schlauste Hunderasse
  • Sie wurden als erstes von einem deutschen Steuereintreiber namens Karl Louis Dobermann gezüchtet. Er wollte einen Gehilfen, der ihn bei Geldtransporten schützt.
  • Dobermänner wurden damals kupiert, um mögliche Schwachstellen zu verhindern.
  • Der Dobermann Kurt wurde zum Kriegshelden, als er im 2. Weltkrieg bei der Schlacht um Guam die Soldaten vor einem Angriff warnte. Heute steht dort eine große Bronzestatue von Kurt.
  • Kupieren der Ohren ist in Deutschland seit 1986 verboten und das kupieren der Rute ist seit 2001 verboten.